USA: Stimmung im Dienstleistungssektor trübt sich etwas ein

TEMPE - Die Stimmung der US-Dienstleister hat sich im November etwas weniger als erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) fiel gegenüber dem Vormonat um 0,7 Punkte auf 55,9 Punkte, wie das Institut am Donnerstag in Tempe mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 55,8 Punkte gerechnet.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fallen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich gefallen. In der vergangenen Woche beantragten 712 000 Personen Unterstützung, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Das sind 75 000 weniger als noch in der Vorwoche. Analysten hatten im Schnitt lediglich einen Rückgang auf 775 000 Anträge erwartet.

ROUNDUP: Unternehmensstimmung im Euroraum deutet Schrumpfung an

LONDON - Die zweite Corona-Infektionswelle hat die Wirtschaftsstimmung im Euroraum deutlich getrübt. Der vom Forschungsunternehmen IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex fiel im November von 50,0 Punkten im Vormonat auf 45,3 Zähler, teilte IHS Markit am Donnerstag in London nach einer zweiten Schätzung mit. Der Indikator deutet damit eine wirtschaftliche Schrumpfung an. Er liegt aber etwas höher als in einer ersten Schätzung ermittelt worden war.

Eurozone: Einzelhandelsumsätze steigen überraschend deutlich

LUXEMBURG - Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone sind im Oktober überraschend deutlich gestiegen. Die Umsätze legten zum Vormonat saisonbereinigt um 1,5 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,7 Prozent gerechnet. Im September waren sie noch um 1,7 Prozent gefallen.

China: Stimmung im Dienstleistungssektor hellt sich weiter auf

PEKING/FRANKFURT - In China hat sich die Stimmung der Dienstleister im November weiter aufgehellt. Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" erhobene Index für die Stimmung der Einkaufsmanager ist um 1,0 Punkte auf 57,8 Punkte gestiegen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Volkswirte hatten hingegen mit einem leichten Rückgang auf 56,4 Punkte gerechnet. Beim "Caixin"-Indikator wird vor allem die Stimmung in kleineren und privaten Unternehmen abgebildet.

Großbritannien: Unternehmensstimmung trübt sich weniger als erwartet ein

LONDON - Die Unternehmensstimmung in Großbritannien hat sich im November weniger als erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 3,1 Punkte auf 49,0 Zähler, wie das Forschungsunternehmen IHS Markit am Donnerstag in London laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Analysten hatten mit einer Bestätigung der Erstschätzung von 47,4 Punkte gerechnet. Mit einem Wert von unter 50 Punkten signalisiert der Indikator einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität.

IWH: Zahl der Unternehmensinsolvenzen bleibt niedrig

MAGDEBURG - Trotz anhaltender Corona-Krise bleibt die Zahl der Firmenpleiten laut einer Studie weiter niedrig. Im November seien 684 Unternehmensinsolvenzen gemeldet worden, teilte das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) am Donnerstag mit. Damit meldeten die IWH-Forscher die niedrigsten Zahlen seit Beginn dieses Jahres. Im Oktober waren gut 70 Fälle mehr gemeldet worden. Für den Zeitraum zwischen Januar und Mai meldete der IWH-Insolvenztrend zwischen 900 und 1000 betroffene Personen- und Kapitalgesellschaften pro Monat.

Schweizer Notenbank und BIZ testen digitales Zentralbankgeld

BASEL - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) haben die Möglichkeiten rein digitalen Zentralbankgeldes getestet. Ein Experiment in Kooperation mit der Digitalbörse SDX sei erfolgreich verlaufen, teilten die drei Institutionen am Donnerstag in Basel mit. Die Partner betonten jedoch, dass es sich allenfalls um einen ersten Schritt hin zur Einführung digitalen Zentralbankgeldes handele. Viele Fragen seien noch unbeantwortet, sagte Andrea Maechler vom Direktorium der SNB.

Arbeitsmarkt leidet europaweit nur wenig unter zeiter Corona-Welle

NÜRNBERG - Die zweite Corona-Welle hat die Aussichten auf den Arbeitsmärkten nach Erkenntnissen des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nur leicht gedämpft. Das European Labour Barometer als Frühindikator deute auf eine moderat negative Entwicklung in den nächsten Monaten hin, teilte das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mit. Das Barometer wird von einem Netzwerk europäischer Arbeitsverwaltungen in 14 Ländern betrieben.

Britischer Logistikverband: Nachholbedarf bei Brexit-Vorbereitungen

LONDON - Der Chef des britischen Logistikverbandes UK Warehousing Association, Peter Ward, sieht großen Nachholbedarf bei den Vorbereitungen auf das Ende der Brexit-Übergangsphase. "Die Prozesse an den Grenzen werden sich ändern", sagte Ward der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist mit oder ohne Handelspakt der Fall. Diese Nachricht ist längst nicht bei allen Unternehmen angekommen." Zum Jahreswechsel endet die Brexit-Übergangsphase, in der bis zum Ende des Jahres noch weitgehend die gleichen Regeln galten wie vor dem EU-Austritt Großbritanniens.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jkr