ISM: US-Dienstleisterstimmung sinkt überraschend deutlich

TEMPE - Die Stimmung im Dienstleistungssektor der USA hat sich im Juni überraschend deutlich eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) fiel zum Vormonat um 3,9 Punkte auf 60,1 Zähler, wie das Institut am Dienstag in Tempe mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang auf im Schnitt 63,5 Punkte gerechnet. Im Mai hatte der Indikator einen Rekordstand von 64,0 Punkten erreicht.

ROUNDUP/Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen gefallen - Lage verbessert

MANNHEIM - Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland scheint die Folgen der Corona-Krise zunehmend hinter sich zu lassen. Die Konjunkturerwartungen der vom Forschungsinstitut ZEW befragen Finanzexperten trübten sich im Juli zwar ein. Gleichzeitig verbesserte sich die Beurteilung der aktuellen Lage deutlich, wie aus den Zahlen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim hervorgeht.

ROUNDUP: US-Einreisebeschränkungen belasten deutsche Wirtschaft

BERLIN - Strenge Einreisebestimmungen in die USA führen aus Sicht der Industrie zu anhaltenden Belastungen für deutsche Firmen. "Zahlreiche deutsche Unternehmen vor Ort warten dringend darauf, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wartungen, Instandsetzungen und anderen produktbegleitenden Dienstleistungen vor Ort in die USA einreisen dürfen", sagte Wolfgang Niedermark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Unter den Einreisebeschränkungen leidet die Produktion in den USA, an der auch zahlreiche US-amerikanische Arbeitsplätze hängen."

ROUNDUP: Öl- und Spritpreis auf Mehrjahreshoch

MÜNCHEN/SINGAPUR - Seit acht Monaten kennen die Spritpreise fast nur noch eine Richtung: nach oben. Mehr als 35 Cent haben sich Super E10 und Dieselkraftstoff seit dem letzten Tief im November verteuert. Zusammen mit dem Ölpreis, der am Dienstag weiter stieg, haben sie inzwischen mehrjährige Höchststände erreicht - pünktlich zu Beginn der Sommerreisewelle. Die hatte allerdings in den vergangenen Jahren keinen nennenswerte Einfluss mehr auf die Spritpreise, wie der ADAC betont.

ROUNDUP 2: Maas für baldige Aufhebung aller Corona-Einschränkungen

BERLIN - Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich für eine Aufhebung aller Corona-Einschränkungen ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. "Damit ist im Laufe des August zu rechnen", sagte Maas der Deutschen Presse-Agentur und der "Süddeutschen Zeitung". "Wenn alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot haben, gibt es rechtlich und politisch keine Rechtfertigung mehr für irgendeine Einschränkung."

ROUNDUP 2: Kommunen machen nur dank historischem Hilfspaket 2020 Überschuss

GÜTERSLOH - Die Städte und Kreise in Deutschland haben 2020 zum sechsten Mal in Folge einen Überschuss bei ihren Finanzen verbucht - in der Corona-Pandemie allerdings nur bedingt durch ein historisches Hilfspaket von Bund und Ländern. Dem alle zwei Jahre erscheinenden kommunalen Finanzreport der Bertelsmann Stiftung zufolge hat die Krise im vergangenen Jahr einen Schaden von mindestens 17 Milliarden Euro ausgelöst.

Eurozone: Einzelhandelsumsätze steigen stärker als erwartet

LUXEMBURG - Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone sind im Mai stärker als erwartet gestiegen. Gegenüber dem Vormonat kletterten die Erlöse saisonbereinigt um 4,6 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur einen Anstieg um 4,3 Prozent erwartet. Allerdings ist der Rückgang im April deutlicher ausgefallen als bisher bekannt. Die Umsätze sanken um revidierte 3,9 Prozent, nachdem zunächst ein Rückgang von 3,1 Prozent ermittelt worden war.

Spanische Industrie produziert deutlich mehr

MADRID - Die spanische Industrie hat ihre Produktion im Mai erheblich ausgeweitet. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich die Gesamtherstellung um 4,3 Prozent, wie das Statistikamt INE am Dienstag in Madrid mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem wesentlich geringeren Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet. Gegenüber dem pandemiebedingt schwachen Vorjahresmonat stieg die Produktion kräftig um 26 Prozent.

ROUNDUP: Schwache Auslandsnachfrage lastet auf deutscher Industrie

BERLIN/WIESBADEN - Eine schwache Nachfrage aus dem Ausland hat die deutsche Industrie im Mai belastet. Die Unternehmen erhielten wesentlich weniger Aufträge als im Vormonat. Die Bestellungen seien gegenüber April um 3,7 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Analysten hatten dagegen mit einem Zuwachs von im Schnitt 0,9 Prozent gerechnet.

Deutsche Industrie erhält deutlich weniger Aufträge

WIESBADEN - Die deutsche Industrie hat im Mai wesentlich weniger Aufträge erhalten als einen Monat zuvor. Die Bestellungen seien gegenüber April um 3,7 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Analysten hatten dagegen mit einem Zuwachs von im Schnitt 0,9 Prozent gerechnet. Vor allem die schwache Auslandsnachfrage von außerhalb der Eurozone belastete. Gegenüber dem pandemiebedingt extrem schwachen Vorjahresmonat stiegen die Aufträge um gut 54 Prozent.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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