ROUNDUP: Unternehmensstimmung in der Eurozone signalisiert Wachstum

LONDON - Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im März unerwartet stark aufgehellt. Der Indexwert des britischen Forschungsinstituts Markit für die Stimmung der Einkaufsmanager stieg auf 53,2 Punkte, nach 48,8 Zählern im Februar, wie Markit am Mittwoch nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In der ersten Erhebung hatte Markit einen Indexwert von 52,5 Punkten gemeldet. Analysten hatten eine Bestätigung der ersten Veröffentlichung erwartet. Der Indexwert stieg damit deutlich über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten und signalisiert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivitäten.

USA: Handelsbilanzdefizit steigt auf Rekordwert

WASHINGTON - Das Handelsbilanzdefizit der USA ist im Februar auf einen Rekordstand gestiegen. Das Defizit sei zum Vormonat um 3,3 Milliarden auf 71,1 Milliarden US-Dollar gewachsen, teilte das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem geringeren Anstieg des Defizits auf 70,5 Milliarden Dollar gerechnet.

EMA: Keine Einschränkung von Astrazeneca-Impfstoff - Risiken gering

AMSTERDAM - Trotz sehr seltener Fälle von Hirnthrombosen empfiehlt die EU-Arzneimittelbehörde EMA uneingeschränkt die Anwendung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca. Der Nutzen des Wirkstoffes sei höher zu bewerten als die Risiken, erklärte die EMA am Mittwoch in Amsterdam.

ROUNDUP: Öffentliche Haushalte mit massivem Defizit

WIESBADEN - Die Corona-Krise hat die öffentlichen Haushalte im Jahr 2020 deutlich belastet und ein klares Finanzierungsdefizit verursacht. So stiegen die Ausgaben des Öffentlichen Gesamthaushalts gegenüber 2019 um 12,1 Prozent auf 1678,6 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Zugleich seien die Einnahmen um 3,5 Prozent auf 1489,4 Milliarden Euro gesunken. Daraus ergebe sich in den Kern- und Extrahaushalten von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung ein Finanzierungsdefizit von 189,2 Milliarden Euro.

ROUNDUP 2: Streit zwischen USA und China über Boykott der Winterspiele in Peking

BERLIN/WASHINGTON - Zwischen China und den USA ist ein heftiger Streit über Forderungen nach einem möglichen Boykott der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking entbrannt. Die Bundesregierung hält sich in der Frage bislang bedeckt. Der Pekinger Außenamtssprecher Zhao Lijian übte am Mittwoch scharfe Kritik an den USA, nachdem der Sprecher des US-Außenministeriums in Washington am Vortag gesagt hatte, dass die USA wegen der Menschenrechtsverletzungen in China mit Verbündeten über einen möglichen Olympia-Boykott sprechen wollten.

ROUNDUP 2: Kritik an Chinas Einreisebedingungen - Firmen bangen um Geschäfte

FRANKFURT/PEKING - Unzureichende Visavergabe, kurzfristige Änderungen von Vorschriften oder Quarantänehotels ohne Fenster: Deutsche Unternehmen beklagen massive und teils geschäftsschädigende Probleme bei der Einreise nach China in der Corona-Pandemie. Das Land habe seine Bedingungen seit Jahresbeginn so verschärft, dass es kaum noch möglich sei, Mitarbeiter für Installation, Reparatur oder Wartung zu annehmbaren Bedingungen zu den Kunden in das Land zu schicken, kritisierte der Maschinenbauverband VDMA am Mittwoch.

Bundesregierung für 'kurzen einheitlichen Lockdown'

BERLIN - Die Bundesregierung ist für ein erneutes deutliches Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland und unterstützt indirekt die Idee eines "Brücken-Lockdowns" von CDU-Chef Armin Laschet. Auf die Frage, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Laschets Vorschlag bewerte, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin, es gebe im Moment bei den Corona-Neuinfektionen keine gute Datenbasis, die Zahl der belegten Intensivbetten spreche aber eine sehr deutliche Sprache. "Deswegen ist auch jede Forderung nach einem kurzen einheitlichen Lockdown richtig. Auch ein gemeinsames bundeseinheitliches Vorgehen wäre hier wichtig."

ROUNDUP: Deutsche Arbeitnehmer sehen eigenen Job vergleichsweise sicher

FRANKFURT - Die Arbeitnehmer in Deutschland halten im internationalen Vergleich ihre Jobs für besonders sicher. Einer am Mittwoch veröffentlichten Arbeitsmarkt-Studie der Beratungsfirma PwC zufolge befürchtete zwar mehr als jeder zweite Befragte (53 Prozent), dass die Automatisierung viele Arbeitsplätze gefährde. Gleichzeitig berichteten aber nur 22 Prozent, dass sie in den kommenden fünf Jahren um ihren Job bangen. Das war nach Großbritannien (19 Prozent) der zweitniedrigste Wert in einem der 20 untersuchten Staaten. In Indien rechneten hingegen 76 Prozent der Umfrageteilnehmer damit, dass ihr Job aus technologischen Gründen überflüssig wird.

Stimmung in britischen Unternehmen hellt sich weiter deutlich auf

LONDON - Die Unternehmensstimmung in Großbritannien hat sich auch im März deutlich verbessert. Der vom Forschungsunternehmen IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex stieg zum Vormonat um 6,8 Punkte auf 56,4 Zähler, wie Markit am Mittwoch in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Erhebung hatte das britische Forschungsinstitut allerdings noch einen etwas höheren Indexwert von 56,6 Punkten gemeldet und Analysten waren von einer Bestätigung ausgegangen.

ROUNDUP: Biden bescheinigt USA 'unglaubliche Fortschritte' beim Impfen

WASHINGTON - Impfen ohne "verwirrende Einschränkungen": In den USA sollen alle Erwachsenen schon in weniger als zwei Wochen einen Termin für eine Corona-Impfung vereinbaren können. "Wir machen unglaubliche Fortschritte", sagte US-Präsident Joe Biden am Dienstag (Ortszeit) im Weißen Haus. "Vom 19. April an ist jeder Erwachsene in jedem Staat, jeder Erwachsene in diesem Land berechtigt, sich in die Schlange zu stellen, um eine Corona-Impfung zu bekommen." Vom Impferfolg der Amerikaner sollen auch andere Länder profitieren, wie Biden deutlich machte. Das dürfte aber erst in einigen Monaten soweit sein. Einen verpflichtenden Impfpass auf Bundesebene schloss das Weiße Haus indes aus.

Ifo-Institut: Zahl der Kurzarbeiter sinkt

MÜNCHEN - In Deutschland ist die Zahl der Kurzarbeiter nach Angaben des Ifo-Instituts gesunken. Im März seien 2,7 Millionen Menschen in Kurzarbeit gewesen, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut am Mittwoch in München mit und berief sich dabei auf eine eigene Schätzung. Im Februar habe die Zahl der Menschen in Kurzarbeit bei revidiert 2,9 Millionen (zuvor 2,8 Millionen) gelegen, hieß es weiter. "Der Rückgang fand in fast allen Wirtschaftszweigen statt, insbesondere in der Industrie", kommentierte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link die Schätzung.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl