USA: 1,3 Millionen neue Anträge auf Arbeitslosenhilfe

WASHINGTON - Der US-Arbeitsmarkt steht wegen der Corona-Pandemie weiter unter Druck. In der Woche bis 4. Juli stellten 1,314 Millionen Menschen erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Im Vergleich zur Vorwoche sank die Zahl um 99 000 Anträge. Analysten hatten eine etwas höhere Anzahl an Neuanträgen erwartet.

ROUNDUP: Wechsel an der Spitze der Eurogruppe

BRÜSSEL - Mitten in der dramatischen Corona-Rezession wechselt der Vorsitz der Eurogruppe. Die Wirtschafts- und Finanzminister der 19 Länder des Gemeinschaftswährung trafen sich am Donnerstag per Videokonferenz zur Wahl eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin für den Portugiesen Mario Centeno. Beworben haben sich die Spanierin Nadia Calviño, der Ire Paschal Donohoe und der Luxemburger Pierre Gramegna. Ein Ergebnis wird für den frühen Abend erwartet.

Klagen gegen Unternehmensanleihenkäufe der EZB inhaltlich zu dünn

Über das Programm kaufen Zentralbanken im Euroraum seit Juni 2016 Unternehmensanleihen auf dem Primär- und Sekundärmarkt - also direkt oder etwa über Geschäftsbanken. Auch die Bundesbank macht mit. Bis Mai 2020 wurden knapp 210 Milliarden Euro in solche Papiere gesteckt. Verglichen mit dem Gesamtvolumen sämtlicher Anleihekäufe der EZB von mehr als 2,8 Billionen Euro macht das CSPP damit nur einen kleineren Teil aus.

EU-Wiederaufbaufonds: Italienischer Premier Conte besucht Den Haag

DEN HAAG - Nach seinem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wird der niederländische Premier Mark Rutte auch mit den Regierungschefs Italiens, Spaniens und Portugals zusammentreffen. Am Freitagabend werde Ministerpräsident Giuseppe Conte in den Niederlanden erwartet, teilte ein Regierungssprecher am Donnerstag in Den Haag mit. Conte und Rutte würden bei einem Arbeitsessen auch über den geplanten umstrittenen EU-Wiederaufbaufonds in der Corona-Pandemie beraten. Der Fonds mit Milliardenhilfsgeldern steht auch im Mittelpunkt der Gespräche in Berlin am Donnerstagabend.

Umfrage: Mehrheit der Maschinenbauer erwartet 2021 bessere Geschäfte

FRANKFURT - Die Stimmung im deutschen Maschinenbau hat sich trotz der anhaltenden Auftragsflaute etwas aufgehellt. Die Mehrheit der Unternehmen erwartet im kommenden Jahr wieder steigende Erlöse, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Branchenverbandes VDMA hervorgeht. "60 Prozent unserer Mitglieder rechnen damit, 2021 nominale Umsatzsteigerungen zu erzielen", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Bis das Umsatzniveau von 2019 wieder erreicht sei, sei es aber noch ein langer und steiniger Weg.

ROUNDUP 2: Deutscher Außenhandel erholt sich etwas von Corona-Einbruch

WIESBADEN - Der deutsche Außenhandel hat sich im Mai etwas von dem Einbruch in der Corona-Krise erholt. Die Exporte stiegen gegenüber dem Vormonat um 9,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Die Importe erhöhten sich gegenüber April um 3,5 Prozent. Die Verbesserungen blieben aber hinter den Erwartungen der Experten zurück. Analysten hatten im Schnitt mit 14,0 Prozent mehr Ausfuhren und 12,4 Prozent mehr Einfuhren gerechnet.

China: Preisdaten signalisieren Fortsetzung der allmählichen Erholung

PEKING - Die Preisentwicklung in China im Juni deutet auf eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung hin. Die Erzeugerpreise sind nicht mehr ganz so stark gefallen wie noch im Vormonat und die Verbraucherpreise zogen leicht an. Wie das Statistikamt am Donnerstag in Peking mitteilte, sind die Erzeugerpreise im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Prozent gesunken. Der Rückgang der Preise auf Erzeugerebene schwächte sich damit überraschend deutlich ab. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 3,2 Prozent gerechnet.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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