EU und Großbritannien starten neue Verhandlungsrunde im Brexit-Streit

BRÜSSEL - Nach unerwarteten Fortschritten im Brexit-Streit sieht die Europäische Union neue Einigungschancen und startet eine weitere intensive Verhandlungsrunde mit Großbritannien. Entsprechende Berichte bestätigten Diplomaten am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

ROUNDUP: Handelsgespräche mit China gehen weiter - Trump verbreitet Optimismus

WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat vorsichtige Hoffnungen auf eine Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China geweckt. Am Freitag setzten ranghohe Vertreter beider Seiten eine Runde neuer Gespräche in Washington fort. Die Verhandlungen liefen "wirklich gut", hatte Trump nach dem Auftakt am Donnerstag gesagt. Mit Spannung wurde ein geplantes Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Delegationsleiter, Vizepremier Liu He, am Nachmittag (Ortszeit) im Weißen Haus erwartet.

USA: Michigan-Konsumstimmung steigt überraschend

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Oktober überraschend und deutlich aufgehellt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg um 2,8 Punkte auf 96,0 Zähler, wie die Universität am Freitag laut einer ersten Schätzung mitteilte. Analysten hatten im Mittel mit einem Rückgang auf 92,0 Punkte gerechnet.

USA: Einfuhrpreise sinken weniger stark als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Preise von importierten Gütern im September nicht so stark wie erwartet gefallen. Gegenüber dem Vorjahresmonat seien die Einfuhrpreise um 1,6 Prozent gesunken, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang um 2,1 Prozent erwartet.

ROUNDUP: Krankenkassenbeitrag könnte 2020 etwas steigen - Aber hohe Reserven

BERLIN - Die Zusatzbeiträge für die gesetzliche Krankenversicherung dürften zwar im nächsten Jahr steigen. Dennoch könnten die Gesamtbeiträge aufgrund der hohen Reserven der Krankenkassen sinken. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag, der jährlich neu errechnet wird, wird wohl leicht von derzeit 0,9 Prozent um 0,2 Prozentpunkte oder 0,3 Prozentpunkte zunehmen. Das geht aus dem am Freitag bekannt gewordenen Ergebnis des Schätzerkreises von Gesundheitsministerium, Bundesversicherungsamt und Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hervor.

Studie: Neue Vorschriften für Schifffahrt gefährden Weltkonjunktur

STUTTGART/FRANKFURT - Neue Treibstoffvorschriften für die Containerschifffahrt sind nach Einschätzung von Ökonomen der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) eine Gefahr für die Weltwirtschaft. Wenige Monate vor dem faktischen Verbot von Schweröl zugunsten schwefeldioxidärmerer Schiffstreibstoffe warnt Analyst Per-Ola Hellgren: "Als Konsequenz könnte das Weltwirtschaftswachstum 2020 spürbar geringer ausfallen, da mehr als 80 Prozent des Welthandels über die Schifffahrt abgewickelt werden." Er verweist auf die hohen Kosten der Umstellung und eine mangelhafte Vorbereitung der Reedereien.

Wirtschaftsnobelpreis: Top-Ökonomen favorisieren US-Amerikaner

FRANKFURT - Für den Wirtschaftsnobelpreis sind nach Einschätzung von Top-Ökonomen erneut vor allem US-Forscher die Favoriten. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Amerikaner dominieren die lange Historie der Auszeichnung, die 2018 an William Nordhaus und Paul Romer ging. Am Montag (14.10.) gibt die Schwedische Reichsbank den Gewinner in Stockholm bekannt.

IEA senkt Prognose für Rohöl-Nachfrage

PARIS - Die Internationale Energieagentur (IEA) hat wegen der Flaute in der Weltwirtschaft ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Rohöl gesenkt. Für das laufende und das kommende Jahr werde die Prognose um jeweils 100 000 Barrel pro Tag nach unten geschraubt, wie aus dem Freitag veröffentlichten Monatsbericht der IEA hervorgeht. Demnach gehen die Experten des Interessenverbandes der Industriestaaten davon aus, dass die tägliche Nachfrage 2019 nur noch um 1,0 Millionen Barrel und 2020 um 1,2 Millionen Barrel steigen werde.

ROUNDUP: Deutsche Inflation auf niedrigstem Stand seit Februar 2018

WIESBADEN - Gesunkene Energiepreise haben die Teuerungsrate in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit Februar 2018 gedrückt. Die Verbraucherpreise stiegen im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,2 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit und bestätigte damit vorläufige Angaben. Im August hatte die Rate noch bei 1,4 Prozent gelegen. Vor allem für Energie (minus 1,1 Prozent) mussten die Menschen weniger ausgeben als noch ein Jahr zuvor. Gegenüber August 2019 blieben die Verbraucherpreise im September unverändert.

Spanien: Inflationsrate fällt auf tiefsten Stand seit drei Jahren

MADRID - In Spanien hat sich die Inflation erneut abgeschwächt und die Teuerungsrate liegt nur noch knapp über der Nullmarke. Die nach europäischer Rechnung erhobenen Verbraucherpreise (HVPI) lagen im September 0,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt INE am Freitag nach einer zweiten Schätzung in Madrid mitteilte.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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