Euro-Finanzminister mahnen Italien wegen überbordender Verschuldung

LUXEMBURG - Die Euro-Finanzminister haben Italien wegen seiner zunehmenden Verschuldung ermahnt. Es sei von äußerster Bedeutung für das Wirtschaftswachstum und die Stabilität der Eurozone, dass Italien den Stabilitäts- und Wachstumspakt einhalte, sagte Eurogruppen-Chef Mario Centeno am Donnerstag in Luxemburg.

Frankreichs Finanzminister dringt auf Einigung zum Eurozonenbudget

LUXEMBURG - Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire hat die übrigen Euro-Staaten zu einer Einigung auf das umstrittene Eurozonenbudget aufgefordert. "Dies würde eine historische Stärkung der Eurozone bedeuten", sagte Le Maire am Donnerstag beim Treffen der Euro-Finanzminister in Luxemburg. Er erwarte von jedem Staat, äußerste Anstrengungen zu unternehmen, um eine Einigung zu erreichen.

ROUNDUP 3: Zwischenfälle vor Irans Küste - Tanker von deutscher Reederei in Not

MANAMA - Inmitten der Spannungen mit dem Iran ist es nahe der Küste des Landes zu schweren Zwischenfällen mit Handelsschiffen von Reedereien aus Deutschland und Norwegen gekommen. Im Golf von Oman geriet der Öltanker "Front Altair" der norwegischen Reederei Frontline am Donnerstagmorgen nach einem Angriff in Brand, wie die norwegische Seefahrtsbehörde erklärte. Die deutsche Reederei Bernhard Schulte Shipmanagement (BSM) in Singapur teilte zudem mit, es seien 21 Seeleute von ihrem mit Methanol beladenen Frachter "Kokuka Courageous" gebracht worden. Das Schiff sei am Morgen beschädigt und ein Crewmitglied leicht verletzt worden. Die Hintergründe der Vorfälle waren zunächst unklar.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen überraschend

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gestiegen. In der vergangenen Woche habe die Zahl der Anträge um 3000 auf 222 000 zugelegt, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten im Schnitt hingegen mit einem Rückgang auf 215 000 Anträge gerechnet.

USA: Einfuhrpreise fallen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Preise von importierten Gütern im Mai stärker gefallen als erwartet. Gegenüber dem Vorjahresmonat sei das Preisniveau um 1,5 Prozent gesunken, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang um 1,2 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Einfuhrpreise um revidiert 0,3 (zunächst 0,2) Prozent gefallen.

EZB: Euro baut seine Rolle als Reservewährung etwas aus

FRANKFURT - Der Euro hat seine Rolle als zweitwichtigste Weltreservewährung im Jahr 2018 gefestigt. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stieg der Anteil des Euro an den weltweiten Währungsreserven um 1,2 Prozentpunkte auf 20,7 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Der Euro profitierte vor allem von der rückläufigen Nutzung des US-Dollar.

Eurozone: Industrie produziert erneut weniger - Deutschland schwach

LUXEMBURG - Die Industrieunternehmen aus der Eurozone haben im April erneut weniger produziert. Die Herstellung habe 0,5 Prozent unter dem Vormonatsniveau gelegen, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mit. Analysten hatten mehrheitlich mit dem Rückgang gerechnet. Er folgt auf ein Minus von revidiert 0,4 (zunächst 0,3) Prozent im Vormonat. Im Jahresvergleich fiel die Produktion um 0,4 Prozent.

Schweizer Notenbank hält Geldpolitik locker und führt neuen Leitzins ein

ZÜRICH - Die Schweizerische Nationalbank SNB bekräftigt ihre lockere Geldpolitik. Sie führt außerdem einen neuen Leitzins ein und ändert damit ihr geldpolitisches Konzept.

ROUNDUP: Deutsche Verbraucherpreise steigen schwächer

WIESBADEN - Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im Mai deutlich abgeschwächt. Die Verbraucherpreise lagen um 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Von April auf Mai stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent. Die Wiesbadener Behörde bestätigte am Donnerstag ihre vorläufigen Zahlen zur Inflation von Ende Mai.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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