Eurozone: Leistungsbilanz mit höherem Überschuss

FRANKFURT - Die Leistungsbilanz der Eurozone hat ihren Überschuss im Juni deutlich ausgeweitet. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte, stieg der Überschuss gegenüber Mai von rund 11 Milliarden auf etwa 21 Milliarden Euro. Zur Entwicklung trugen die Handels- und die Einkommensbilanzen bei. Der Überschuss der Dienstleistungsbilanz war in etwa stabil.

ROUNDUP: Nur noch jeder Siebte in Kurzarbeit

MÜNCHEN - Nach der Öffnung von Läden und Gaststätten ist die Kurzarbeit in Deutschland im Juli deutlich gesunken, mit 5,6 Millionen Betroffenen aber weiterhin auf sehr hohem Niveau. Wie das ifo-Institut am Mittwoch mitteilte, sinkt die Kurzarbeit in der Industrie nur langsam. Im Maschinenbau und in der Elektroindustrie hat sie im Juli sogar noch zugenommen.

ROUNDUP: Streit um Erdgas im Mittelmeer - erstes Bild einer Kollision

ATHEN - Das türkische Forschungsschiff "Oruc Reis" hat den zehnten Tag in Folge die international umstrittene Suche nach Erdgas vor griechischen Inseln im östlichen Mittelmeer fortgesetzt. Am Mittwochmorgen bewegte sich das Schiff dem Ortungsdienst MarineTraffic zufolge erneut in einem Seegebiet südlich der griechischen Urlaubsinsel Rhodos, das Griechenland als eigene Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) versteht. Nach wie vor halten sich auch zahlreiche türkische und griechische Kriegsschiffe in der Region auf.

Sassoli befürchtet militärische Intervention in Belarus

BRÜSSEL - Angesichts der politischen Krise in Belarus hat der Präsident des Europaparlaments, David Sassoli, vor der Gefahr eines militärischen Eingreifens in den Konflikt gewarnt. "Es gibt allen Grund, eine Eskalation der Repressionen und eine militärische Intervention zu befürchten", sagte der Italiener am Mittwoch zu Beginn des EU-Sondergipfels der Staats- und Regierungschefs in Brüssel.

DIW: Integration Geflüchteter in vielen Bereichen gelungen

BERLIN - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zieht eine weitgehend positive Zwischenbilanz zur frühen Phase der Integration von Geflüchteten. Mit Blick auf vier wissenschaftliche Untersuchungen sagte Katharina Spieß, Ökonomin und Leiterin der Abteilung Bildung und Familie am DIW Berlin am Mittwoch: "Die Studien zeigen, dass in vielen Bereichen die Integration von Geflüchteten bereits gelungen ist." Auch in den nächsten Jahren würden aber weitere Anstrengungen notwendig sein.

GESAMT-ROUNDUP: Corona-Flaute im Luftverkehr hält an/Kritik an Regionalflughäfen

BERLIN/FRANKFURT - Im Luftverkehr von und nach Deutschland dauert die Corona-Flaute weiter an. Die jüngsten Reisewarnungen für das Haupturlaubsland Spanien haben bereits wieder zu Passagier-Rückgängen geführt, wie der Präsident des Branchenverbandes BDL, Peter Gerber, am Mittwoch berichtete. Weil wegen der aktuellen Einreisebeschränkungen immer noch rund 70 Prozent des internationalen Luftverkehrs blockiert seien, müsse nach Wegen gesucht werden, wie auch in Corona-Zeiten sicher geflogen werden kann.

ROUNDUP/Opposition in Belarus: EU sollte Wahl Lukaschenkos nicht anerkennen

BRÜSSEL/MINSK - Die Opposition in Belarus (Weißrussland) erhofft sich vom EU-Sondergipfel ein deutliches Unterstützungssignal: Die Staats- und Regierungschefs sollten die jüngste Wahl von Präsident Alexander Lukaschenko nicht anerkennen. Die Präsidentenkandidatin Swetlana Tichanowskaja sagte in einer am Mittwoch veröffentlichten Videobotschaft, die Abstimmung am 9. August sei illegal gewesen.

Lawrow: Präsidentenwahl in Belarus war nicht ideal

MINSK - Russland hat erstmals auf Mängel bei der umstrittenen Präsidentenwahl im Nachbarland Belarus (Weißrussland) hingewiesen. "Die Wahl war nicht ideal. Natürlich nicht", sagte Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch im russischen Staatsfernsehen. Dafür gebe es nicht wenige Beweise, sagte er. Auch die Führung in Minsk sehe das und versuche, mit den Bürgern einen Dialog aufzubauen. Alle sollten versuchen, die Lage in Ordnung zu bringen.

Japan: Von Corona gebeutelter Außenhandel hält sich etwas besser als zuletzt

TOKIO - Die Corona-Krise bremst den japanischen Außenhandel immer noch stark, der Absturz hat sich aber etwas verlangsamt. Die Ausfuhren der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt gingen im Juli um 19,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück, wie das Finanzministerium am Mittwoch in Tokio mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen etwas stärkeren Rückgang erwartet. Auch fiel das Minus weniger stark aus als im Vormonat, als die Exporte um gut ein Viertel einbrachen.

Eurozone: Inflation zieht leicht an

LUXEMBURG - In der Eurozone hat die allgemeine Teuerung im Juli leicht angezogen. Die Verbraucherpreise seien gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Eine vorläufige Schätzung wurde damit bestätigt. Im Juni hatte die Rate 0,3 Prozent betragen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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