DAVOS: Trump fordert mehr Optimismus - Gegen Schwarzseher und Skeptiker

DAVOS - US-Präsident Donald Trump hat trotz der anstehenden weltweiten Herausforderungen eine positivere Einstellung von Politik und Wirtschaft verlangt. Angst und Zweifel seien nicht gut, man sollte optimistischer nach vorne schauen, sagte Trump am Dienstag zur Eröffnung der 50. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, ohne das Wort Klimawandel in den Mund zu nehmen. Es gebe ja immer Schwarzseher, die sehen wollten, wie man scheitere. Es dürfe aber nicht zuviel Skepsis geben. Die USA hätten Wachstum, Kreativität und die Bereitschaft, jeder Herausforderung zu begegnen.

DAVOS: US-Präsident Trump lobt Beziehungen zu China - 'Wir lieben uns'

DAVOS - US-Präsident Donald Trump hat die Beziehungen zu China nach Abschluss eines ersten Handelsdeals gelobt. "Unsere Beziehungen zu China sind besser als je zuvor", sagte Trump am Dienstag in einer Rede zur Eröffnung der 50. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. "Er ist für China, ich bin für die Vereinigten Staaten. Aber ansonsten lieben wir uns", sagte Trump mit Blick auf Chinas Präsident Xi Jinping, den er als einen guten Freund bezeichnete.

Protest gegen Rentenreform - Stromausfall bei Paris

PARIS - Aus Protest gegen die Rentenreform hat eine Gewerkschaft den Strom südlich von Paris abgestellt. Gegen 6 Uhr morgens habe jemand mutwillig Schaden an einer Umspannstation angerichtet, teilte der Netzbetreiber Enedis am Dienstagvormittag mit. Rund 35 000 Kunden seien zeitweise ohne Strom gewesen. Betroffen waren vor allen Dingen die Orte Orly, Rungis, Fresnes, Thiais, Wissous und Antony, wie der Sender Franceinfo berichtete. Auch der Flughafenzug Orlyval war unterbrochen. Der Flughafen Orly selbst war nicht betroffen, weil er an einer eigenen Stromversorgung hängt.

Lindner unterstützt Scholz im Konflikt um EU-Haushalt

BRÜSSEL - FDP-Chef Christian Lindner unterstützt die Position von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in den laufenden Verhandlungen um den künftigen EU-Haushalt. "Die schwarze Null sollte Olaf Scholz auf jeden Fall verteidigen", sagte Lindner am Dienstag in Brüssel. Der deutsche Sparkurs sei derzeit keine Gefahr für die Erfüllung von EU-Aufgaben. "Einen Konflikt zum EU-Haushalt sehen wir vorerst noch nicht", erklärte der FDP-Chef.

Großbritannien: Arbeitslosenquote stabil - Beschäftigung steigt stark

LONDON - Der britische Arbeitsmarkt hat sich im November weiter überaus robust gezeigt. Die Arbeitslosenquote verharrte in den drei Monaten bis November bei 3,8 Prozent und damit auf dem tiefsten Stand seit etwa 40 Jahren, wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte. Analysten waren davon ausgegangen, dass die Quote auf dem tiefsten Niveau seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts verharrt.

CDU-Wirtschaftsrat: Finanztransaktionssteuer beschädigt Aktienkultur

BERLIN - Die Finanztransaktionssteuer beschädigt nach Ansicht des CDU-Wirtschaftsrates die Aktienkultur in Europa und Deutschland schwer. "Eine schlechte Idee wird nicht dadurch besser, dass noch mehr Länder in Europa mitmachen", sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger der Deutschen Presse-Agentur. Er argumentierte weiter: "So wie die Finanztransaktionssteuer jetzt ausgestaltet ist, ist sie eine reine Aktiensteuer, die die einzig verbliebene rentable Altersvorsorgemöglichkeit in der Niedrigzinsphase belastet."

Studie: BIP könnte mit Künstlicher Intelligenz um 13 Prozent wachsen

BERLIN - Technologien und Anwendungen auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) könnten die Wirtschaftsleistung in Deutschland laut einer Studie enorm anwachsen lassen. Sollte in deutschen Unternehmen KI flächendeckend eingesetzt werden, sei ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von über 13 Prozent bis 2025 (im Vergleich zu 2019) realistisch, ergab eine gemeinsame Studie des Verbands der Internetwirtschaft (eco) und der Unternehmensberatung Arthur D. Little, die am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde.

IfW: US-Handelsabkommen mit China belastet Industriebetriebe in der EU

KIEL - Das Teilabkommen zwischen den USA und China zur Entschärfung des Handelskonflikts der beiden größten Volkswirtschaften wird nach Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) spürbare negative Folgen für die europäische Exportwirtschaft haben. "Die von China zugesagten zusätzlichen Importe von US-Gütern werden Importe aus anderen Ländern verdrängen", warnt Gabriel Felbermayr, Präsident des Kiel Forschungsinstituts. Seiner Einschätzung nach sind die betroffenen Industrien vor allem in Deutschland beheimatet. Aber auch Frankreich sei erheblich betroffen, sagte Felbermayr.

Bank von Japan hält an Geldpolitik fest - Wachstumsprognose angehoben

TOKIO - Die japanische Zentralbank hält angesichts hartnäckig niedriger Inflation an ihrer extrem lockeren Geldpolitik unverändert fest. Das beschloss die Bank of Japan (BoJ) am Dienstag nach zweitägigen Beratungen. Japanische Geschäftsbanken können sich damit weiter so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen. Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen billig bleiben. Hintergrund ist die in Japan weiterhin niedrige Inflation. Von ihrem Inflationsziel von zwei Prozent ist die BoJ weit entfernt.

Zahl der Toten durch Lungenkrankheit in China steigt auf sechs

PEKING - Die neue Lungenkrankheit in China hat zwei weitere Patienten das Leben gekostet. Das teilte die Gesundheitsbehörde der zentralchinesischen Metropole Wuhan am Dienstag mit. Damit sind nun sechs Todesfälle seit dem Ausbruch der Krankheit im Dezember bestätigt. Wie der staatliche Sender CCTV berichtete, stieg die Zahl der bestätigten Infektionen um 77 Patienten auf 291.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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