ROUNDUP: Ifo-Geschäftsklima hellt sich trotz Lockdown auf

MÜNCHEN - Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Februar trotz Corona-Beschränkungen aufgehellt. Gegenüber dem Vormonat stieg das Ifo-Geschäftsklima um 2,1 Punkte auf 92,4 Zähler, wie das Ifo-Institut am Montag in München mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Oktober. Analysten hatten zwar mit einer Verbesserung gerechnet, allerdings nur mit einer geringfügigen auf 90,5 Punkte.

ROUNDUP: Merkel will Paketlösung für Öffnungen - Infektionszahlen steigen

BERLIN - Ein Ende des Corona-Lockdowns in Deutschland ist angesichts der weiteren Ausbreitung der ansteckenderen Virusvarianten vorerst nicht in Sicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich für eine Strategie der Öffnung verschiedener Bereiche in Paketen aus und mahnte zugleich zur Vorsicht. Zahlreiche Kitas und Schulen machten in zehn Bundesländern am Montag den Anfang. Zur Absicherung dieses Öffnungsschrittes sollen Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte voraussichtlich in der Impfreihenfolge nach vorne rücken. Zudem sollen vermehrte Tests helfen, das Coronavirus wieder stärker unter Kontrolle zu bringen.

Lagarde: EZB beobachten die langfristigen Anleihen-Renditen genau

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) will laut Aussage von Präsidentin Christine Lagarde die Finanzierungsbedingungen in der Pandemie günstig halten. "Die EZB beobachtet daher die Entwicklung der längerfristigen nominalen Anleiherenditen genau", sagte Lagarde am Montag anlässlich einer Veranstaltung des Europäischen Parlaments. Diese hätten Auswirkung auf die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen und Haushalte. Die Renditen seien ein früher Indikator für die Wirkung der Geldpolitik.

London will bis Ende Juni alle Corona-Maßnahmen aufheben

LONDON - Die britische Regierung will bis zum 21. Juni alle Beschränkungen in der Coronavirus-Pandemie in England aufheben. Das sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Montag bei der Vorstellung seines Lockdown-Fahrplans im britischen Unterhaus in London.

USA: Frühindikatoren setzen Erholung fort

WASHINGTON - Die konjunkturellen Aussichten in den USA haben sich im Januar erneut verbessert. Der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren stieg um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Montag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet. Zudem wurde der Anstieg im Dezember von zunächst 0,3 Prozent auf 0,4 Prozent nach oben revidiert.

Belgien: Geschäftsklima hellt sich überraschend deutlich auf

BRÜSSEL - In Belgien hat sich das Geschäftsklima im Februar überraschend deutlich aufgehellt. Der Indikator stieg von minus 7,5 Punkten im Januar auf minus 4,4 Zähler, wie die belgische Notenbank (BNB) am Montag in Brüssel mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf minus 7,0 Punkte gerechnet. Es ist der dritte Anstieg des Frühindikators in Folge.

ROUNDUP/Bundesbank: Immer mehr Kreditinstitute verlangen Negativzinsen

FRANKFURT - Eine wachsende Zahl von Kreditinstituten gibt die Strafzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) an Kunden weiter. "Der Anteil der Banken in Deutschland, die ihre Kundeneinlagen im Durchschnitt negativ verzinsen, nahm 2020 weiter zu", heißt es im am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Deutschen Bundesbank.

Bundesbank: Wirtschaft ab Frühjahr zurück auf Erholungskurs

FRANKFURT - Nach einem Rückschlag zu Jahresbeginn dürfte die deutsche Wirtschaft aus Sicht der Bundesbank in diesem Frühjahr wieder Fahrt aufnehmen. "Mit sinkenden Infektionszahlen, der breiteren Verfügbarkeit von Impfstoffen und sukzessiven Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen sollten die gegenwärtigen Bremsfaktoren ... nach und nach entfallen", heißt es im Monatsbericht Februar, den die Notenbank am Montag veröffentlichte. "Die Wirtschaft dürfte daher wohl ab dem Frühjahr wieder auf ein deutlich höheres Leistungsniveau zurückkehren und ihren Erholungskurs wieder aufnehmen."

Söder sieht wachsende Gefahr einer dritten Corona-Welle

MÜNCHEN - CSU-Chef Markus Söder sieht die wachsende Gefahr einer dritten Corona-Welle in Deutschland. Wenn die als deutlich ansteckender geltende britsche Virusvariante die dominante werde, dann werde es immer schwieriger, die richtige Balance zu bekommen, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Seit Jahresbeginn habe sich der Anteil der nachgewiesenen britischen Virusmutationen im Freistaat von 5 auf 28 Prozent erhöht. Noch vor einer Woche habe der Anteil bei 20 Prozent gelegen.

2/ROUNDUP/DIW-Chef: Konjunkturerholung mit Schuldenbremse nicht vereinbar

BERLIN - DIW-Chef Marcel Fratzscher sieht im Anstieg der Staatsschulden in der Corona-Krise keinen Grund zur Sorge. "Da die Zinsen noch auf längere Sicht niedrig bleiben werden, kostet die Bedienung der Corona-Kredite den Staat praktisch nichts oder bringt sogar im Falle von negativen Zinsen Zinseinnahmen", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der Deutschen Presse-Agentur.

Kupferpreis steigt auf höchsten Stand seit zehn Jahren

LONDON - Der Höhenflug vieler Metallpreise setzt sich fort. Am Montag stieg der Preis für eine Tonne Kupfer an der Rohstoffbörse in London bis auf rund 9270 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit etwa zehn Jahren. Das Rekordhoch aus dem Jahr 2011 von knapp 10 200 Dollar gerät damit zunehmend in Reichweite. Der Nickelpreis übersprang erstmals seit etwa sieben Jahren die Marke von 20 000 Dollar je Tonne.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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