ROUNDUP: Unternehmensstimmung im Euroraum bessert sich etwas

LONDON - Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im August etwas gebessert. Wie das Institut Markit am Donnerstag in London mitteilte, stieg der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 51,8 Zähler. Analysten hatten dagegen im Mittel mit einem Rückgang auf 51,2 Punkte gerechnet. Sowohl in der stark angeschlagenen Industrie als auch im stabileren Dienstleistungssektor stiegen die Indikatoren an.

Merkel dringt auf Brexit-Lösung vor Ende Oktober

DEN HAAG - Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht beim Brexit noch Chancen für eine Lösung vor dem Austrittsdatum 31. Oktober. Dies bekräftigte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Den Haag. Gleichzeitig relativierte sie ihre Äußerung vom Vortag, dass eine Einigung in der umstrittenen Irland-Frage womöglich binnen 30 Tagen möglich wäre. Das habe sie sinnbildlich gemeint.

ROUNDUP: Italiens Sozialdemokraten wollen Regierung 'nicht um jeden Preis'

ROM - In der Regierungskrise in Italien machen die Sozialdemokraten (PD) Druck auf die populistische Fünf-Sterne-Bewegung. Man wolle keine Allianz "um jeden Preis", sagte PD-Chef Nicola Zingaretti am Donnerstag nach Beratungen beim Staatspräsidenten.

USA: Frühindikatoren steigen überraschend deutlich

WASHINGTON - In den USA hat der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im Juli überraschend deutlich zugelegt. Er sei um 0,5 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet.

ROUNDUP/G7-Gipfel in Biarritz: EU schaut mit Besorgnis nach Frankreich

BRÜSSEL - Nicht ohne Sorgen schaut die EU auf das bevorstehende Treffen großer Wirtschaftsmächte im französischen Biarritz. Ein ranghoher EU-Beamter verwies am Donnerstag in Brüssel unter anderem auf jüngste Vorstöße von US-Präsident Donald Trump auf Twitter, die nicht unbedingt freundlich zu EU-Staaten gewesen seien. "Wir sind die Familie der westlichen Demokratien und wenn wir die Welt in die von uns gewünschte Richtung entwickeln wollen, sollten wir zusammenarbeiten", erklärte er. Konflikte zwischen den G7-Staaten und transatlantische Spannungen "dienen weder den USA noch der EU."

Eurozone: Verbrauchervertrauen trübt sich ein

LUXEMBURG - Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone hat sich im August eingetrübt. Der entsprechende Indikator sei im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf minus 7,1 Punkte gefallen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf minus 7,0 Punkte gerechnet.

ROUNDUP: Häfen in Deutschland müssen harten Brexit nicht fürchten

OSNABRÜCK/BREMERHAVEN/HAMBURG - Die deutschen Häfen an der Nordsee sehen sich für einen möglichen harten Brexit Ende Oktober gut gerüstet. "Das Personal vor Ort ist entsprechend geschult. Es wurden Pufferflächen geschaffen. Wenn es einen Rückstau von Waren geben sollte, hätten wir keine Probleme, dies abzufangen", sagte der Geschäftsführer der Marketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen, Timo Schön, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag).

ROUNDUP: Maas sieht keine Grundlage für Aufweichung der Russland-Sanktionen

BERLIN - Trotz wachsender Kritik in Deutschland an den EU-Sanktionen gegen Russland sieht Bundesaußenminister Heiko weiter keine Grundlage für eine Aufweichung der Strafmaßnahmen. Bei einem Besuch in Moskau bekräftigte er, dass sich Russland dafür im Ukrainekonflikt bewegen müsse. "Bisher ist das nicht möglich gewesen. Und solange das der Fall ist, wird das auch schwierig werden, über die EU-Sanktionen zu sprechen", sagte der SPD-Politiker.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gesunken. In der vergangenen Woche ging sie um 12 000 auf 209 000 zurück, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 216 000 Erstanträgen gerechnet.

ROUNDUP 3: Politik will Strafzinsen für Kleinsparer einen Riegel vorschieben

FRANKFURT/BERLIN - Die Bundesregierung lotet ein mögliches Verbot von Strafzinsen für Kleinsparer aus. Das Finanzministerium habe eine Prüfung veranlasst, "ob es der Bundesregierung rechtlich überhaupt möglich ist, Kleinsparer vor solchen Negativzinsen zu schützen", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) der Funke Mediengruppe (Donnerstag). "Diese Prüfung ist aber kompliziert und wird etwas dauern." Zweifel an der Sinnhaftigkeit gibt es bereits.

Asselborn skeptisch über baldigen Durchbruch im Brexit-Streit

LUXEMBURG - Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat sich skeptisch gezeigt über Hoffnungen, der Streit zwischen London und Brüssel über den sogenannten Backstop könne innerhalb der kommenden Wochen gelöst werden. "Wunder sind nie auszuschließen, aber ich bin schon skeptisch, dass man da aus der Luft etwas rausgreift, wo wir dann eine Garantie haben, dass Irland keine harte Grenze hat und dass aber die EU eine Kontrolle hat, was in den Markt hineinkommt", sagte Asselborn in einem SWR-Interview am Donnerstag.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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