Historisches Hilfspaket in Corona-Krise beschlossen

BERLIN - Der Bundestag hat ein beispielloses, milliardenschweres Hilfspaket in der Corona-Krise beschlossen. Es umfasst Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Der Bundesrat muss am Freitag noch zustimmen.

VIRUS/ROUNDUP 2: Einigung auf Billionen-Konjunkturpaket in USA

WASHINGTON - In den USA ist der Weg frei für ein gewaltiges Konjunkturpaket zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie. Republikaner und Demokraten einigten sich nach tagelangen Verhandlungen in der Nacht zu Mittwoch auf billionenschwere Hilfen, wie der republikanische Mehrheitsführer im US-Senat, Mitch McConnell, und der führende Demokrat in der Kammer, Chuck Schumer, am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) mitteilten. Der Senat wie auch das Repräsentantenhaus müssen das Paket noch verabschieden. Es soll nach US-Medienberichten einen Umfang von 2 Billionen US-Dollar haben.

Deutschland: Ifo-Geschäftsklima signalisiert massiven Konjunktureinbruch

MÜNCHEN - Das Ifo-Geschäftsklima ist wegen der Corona-Krise in einem bisher beispiellosen Maß eingebrochen. Im März sei der Indexwert auf 86,1 Punkte gefallen, nach 96,0 Punkten im Monat zuvor, teilte das Ifo-Institut am Mittwoch nach einer zweiten Veröffentlichung der Umfrageergebnisse in München mit. Dies sei der stärkste Rückgang des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers seit der deutschen Wiedervereinigung und der niedrigste Wert seit Juli 2009, hieß es weiter.

ROUNDUP 2: Neun EU-Länder fordern gemeinsame Schulden im Kampf gegen Corona

BRÜSSEL - In der Coronavirus-Krise verlangen Frankreich, Italien, Spanien und sechs weitere Länder die gemeinsame Aufnahme von Schulden als Zeichen der Solidarität in der Europäischen Union. Dies geht aus einem Brief der neun Staaten an Ratschef Charles Michel vor dem EU-Videogipfel am Donnerstag hervor. Deutschland ist strikt gegen solche gemeinsamen Anleihen - bekannt als Corona-Bonds. Mehr Chancen hat die Nutzung des Eurorettungsschirms ESM im Kampf gegen die dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie.

VIRUS: Regierung stimmt Franzosen auf lange Krise ein

PARIS - Frankreichs Regierung hat die Bürgerinnen und Bürger angesichts der Coronavirus-Krise auf eine "lange Anstrengung" eingeschworen. "Es ist der Gesundheitsnotstand, der uns heute alle beschäftigt, (...) aber es ist auch - und wird es immer mehr werden - ein wirtschaftlicher und sozialer Schock", sagte Premier Édouard Philippe am Mittwoch nach der Regierungssitzung unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron. "Wir sind erst am Anfang der Krise", so Philippe. Alle müssten sich nun gemeinsam den Anstrengungen stellen, um die Auswirkungen der Krise aufzufangen.

ROUNDUP: Bundestag zieht bei Rettungsfonds 'Boni-Bremse' für Topmanager ein

BERLIN - Der Bundestag hat eine "Boni-Bremse" für Vorstände großer Unternehmen eingezogen, falls diese in der Corona-Krise Mittel aus einem Rettungsfonds erhalten. Die Änderung hatten Haushaltspolitiker beantragt. "Wir kämpfen hier um den Erhalt von Arbeitsplätzen in Deutschland. Es geht also um die einfachen Angestellten und nicht die Konzernbosse", sagte der SPD-Haushaltspolitiker Johannes Kahrs am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur: "Wenn Konzerne und Unternehmen unter den Rettungsschirm des Wirtschaftsstabilisierungsfonds schlüpfen, darf es für die Zeit keine Dividenden, Boni, Aktienpakete oder andere Sonderbezahlungen für die Vorstände und Manager im Unternehmen geben."

Belgien: Geschäftsklima fällt auf den tiefsten Stand seit über sechs Jahren

BRÜSSEL - In Belgien ist das Geschäftsklima im März auf den tiefsten Stand seit über sechs Jahren gefallen. Belastet durch die Corona-Krise fiel der Indikator um 8,2 Punkte auf minus 10,9 Zähler, wie die belgische Notenbank (BNB) am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Dies ist der stärkste jemals ermittelte Rückgang innerhalb eines Monats. Volkswirte hatten im Schnitt eine Abschwächung auf minus 11,0 Prozent erwartet.

USA: Aufträge für langlebige Güter steigen - Aufträge für Kapitalgüter fallen

WASHINGTON - In den USA sind die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im Februar überraschend gestiegen. Der Auftragseingang erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten dagegen im Mittel einen Rückgang um 0,9 Prozent erwartet. Zudem fiel die Entwicklung im Vormonat etwas besser aus als bisher bekannt.

USA: Häuserpreise steigen im Januar weniger als erwartet - FHFA

NEW YORK - In den USA sind die Häuserpreise im Januar etwas weniger gestiegen als erwartet. Der FHFA-Hauspreisindex legte zum Vormonat um 0,3 Prozent zu, wie die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Mittwoch in New York mitteilte. Analysten hatten im Mittel mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet.

VIRUS/Bundesregierung: Vorerst keine Lockerung von Corona-Krisenmaßnahmen

BERLIN - Die Bundesregierung sieht vorerst keinen Anlass für Lockerungen der umfassenden Corona-Krisenmaßnahmen. "Wir befinden uns immer noch am Anfang einer Epidemie", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin. Auch wenn sich ein leichtes Abflachen der Kurve andeute, gebe es weiterhin eine hohe Zahl an Neuinfektionen und keinen Grund für Entwarnung. Es sei daher davor zu warnen, jetzt bereits von einer "Exitstrategie" zu sprechen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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