GESAMT-ROUNDUP: Scholz sieht Putin gescheitert - Schweden weist Vorwürfe zurück

KIEW - Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich überzeugt gezeigt, dass der russische Präsident Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine nicht gewinnen wird. Eine Einnahme der gesamten Ukraine durch Russland scheine heute weiter entfernt als noch zu Beginn des Krieges, sagte Scholz am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz. In Aachen erhielten die aus dem mit Russland verbündeten Belarus stammenden Karlspreisträgerinnen großen Applaus für ihren demokratiepolitischen Einsatz. Eine deutsche Fregatte hilft, die Nordflanke der Nato zu sichern.

USA: Schwebende Hausverkäufe gehen stärker als erwartet zurück

WASHINGTON - Die steigenden Hypothekenzinsen lasten offenbar zunehmend auf dem US-Immobilienmarkt. Im April ging die Zahl der noch nicht ganz abgeschlossenen Hausverkäufe zum sechsten Mal in Folge zurück. Sie sanken zum Vormonat um 3,9 Prozent, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (Nar) am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang um 2,1 Prozent gerechnet.

USA: Wirtschaft schrumpft im Winter stärker als erwartet

WASHINGTON - Die US-Wirtschaft ist im Winter stärker als erwartet geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel im ersten Quartal annualisiert um 1,5 Prozent, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington laut einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung war ein Rückgang von 1,4 Prozent ermittelt worden. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Revision auf einen Rückgang von 1,3 Prozent gerechnet.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fallen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker als erwartet gefallen. Die Zahl sei um 8000 auf 210 000 gesunken, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt mit 215 000 Anträgen gerechnet. Das Niveau der Hilfsanträge bleibt damit im längeren Vergleich niedrig.

Türkische Notenbank belässt Leitzins trotz sehr hoher Inflation bei 14 Prozent

ANKARA - Die türkische Notenbank hat die Zinsen trotz einer extrem hohen Inflation nicht angetastet. Der Leitzins bleibe bei 14 Prozent, teilte die Zentralbank am Donnerstag in Ankara mit. Volkswirte hatten im Schnitt mit der Entscheidung gerechnet. Seit Januar halten die Währungshüter den Zins stabil.

Russische Notenbank senkt Leitzins erneut deutlich

MOSKAU - Die russische Notenbank hat ihre Geldpolitik trotz der anhaltenden Sanktionen gegen das Land erneut gelockert. Der Leitzins werde um 3,0 Prozentpunkte auf 11,0 Prozent reduziert, teilte die Zentralbank am Donnerstag in Moskau mit. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einer Zinssenkung auf 11,5 Prozent gerechnet. Die Notenbank stellte weitere Senkungen in diesem Jahr in Aussicht. Es ist die dritte Zinssenkung in Folge.

ROUNDUP 2/Habeck: Dürfen Klima- und Energiekrise nicht gegeneinander ausspielen

BERLIN - Die G7-Staaten müssen nach Ansicht von Klimaschutz- und Wirtschaftsminister Robert Habeck als starke Industrienationen ihren Beitrag leisten, um den Ausstieg aus der Kohleverstromung und die Verkehrswende voranzubringen. Wie sie dahingehend auch "eine gewisse Vorreiterrolle" einnehmen könnten, werde beim Treffen der G7-Energie-, Umwelt- und Klimaminister in Berlin diskutiert, sagte Habeck am Donnerstag. Die Minister beraten bis Freitag über Klimaschutz, Energiesicherheit und die Bewahrung der Artenvielfalt. Umweltaktivisten forderten deutliche Fortschritte beim internationalen Klimaschutz.

IWF-Chefin warnt vor Rückkehr zur Schuldenbremse um jeden Preis

BERLIN - IWF-Chefin Kristalina Georgiewa hat die Bundesregierung vor einer verfrühten Rückkehr zur Schuldenbremse gewarnt. Bei steigenden Energiepreisen "wäre es klüger von Deutschland, weiter die Konjunktur zu stützen", sagte die Chefin des Internationalen Währungsfonds dem "Spiegel" (Donnerstag). "Wenn es schlecht läuft, sollte Deutschland den Zeitpunkt der Rückkehr zur Schuldenbremse überdenken."

ROUNDUP: USA wollen schärfere Sanktionen gegen Nordkorea erzwingen

NEW YORK - Nach erneuten nordkoreanischen Tests mit atomwaffenfähigen Raketen wollen die USA schärfere Sanktionen gegen Pjöngjang erzwingen. Eine entsprechende Resolution solle "in den kommenden Tagen" von den Amerikanern im UN-Sicherheitsrat zur Abstimmung gebracht werden, sagte ein US-Regierungsbeamter am Mittwoch. Das Land solle mit Strafmaßnahmen geschwächt werden, "die die Fähigkeit Nordkoreas weiter einschränkt, seine rechtswidrigen Programme für Massenvernichtungswaffen und ballistische Flugkörper voranzutreiben". Bei einer Abstimmung vor dem mächtigsten UN-Gremium drohen allerdings Vetos von China und Russland. Diplomaten zufolge soll die Abstimmung an diesem Donnerstag erfolgen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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