ROUNDUP/USA: Privater Konsum beflügelt Wirtschaftswachstum

WASHINGTON - Der Private Konsum hat das Wirtschaftswachstum in den USA im Winter beflügelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 6,4 Prozent höher als im Vorquartal, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington nach einer ersten Schätzung mitteilte. Das Wachstum blieb etwas hinter den Erwartungen zurück. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Wachstum von 6,7 Prozent gerechnet.

ROUNDUP/OECD: Belastung von Arbeitseinkommen in Deutschland leicht gesunken

PARIS/BERLIN - Die Belastung von Arbeitseinkommen mit Steuern und Sozialabgaben ist in Deutschland der OECD zufolge leicht gesunken. Europas größte Volkswirtschaft liegt im internationalen Vergleich aber weiter in der Spitzengruppe. Bei kinderlosen Alleinstehenden mit einem durchschnittlichen Einkommen wurde im vergangenen Jahr im Schnitt 49 Prozent einbehalten. Das war im Jahresvergleich ein Rückgang von 0,3 Punkten, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Donnerstag in Paris mitteilte. Bei der Berechnung ist der Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben inbegriffen.

USA: Schwebende Hausverkäufe steigen nur leicht

WASHINGTON - In den USA sind die noch nicht ganz abgeschlossenen Hausverkäufe im März nur leicht gestiegen. Die Zahl kletterte gegenüber dem Vormonat um 1,9 Prozent, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem deutlicheren Zuwachs um 4,4 Prozent gerechnet.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken weiter

WASHINGTON - In den USA hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt etwas verbessert. In der Woche zum 24. April ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erneut gesunken, allerdings nur noch vergleichsweise leicht. Die Zahl der Hilfsanträge fiel um 13 000 auf 553 000, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Es ist der dritte Rückgang in Folge.

Deutschland: Verbraucherpreise weiter gestiegen - Inflation bei 2,0 Prozent

WIESBADEN - Das Niveau der Verbraucherpreise in Deutschland hat im April weiter angezogen. Das Statistische Bundesamt errechnete für den Monat anhand vorläufiger Daten eine jährliche Teuerungsrate von 2,0 Prozent, wie die Wiesbadener Behörde am Donnerstag mitteilte. Seit Jahresbeginn ist die Inflation stetig gestiegen. Im Januar lag die Teuerungsrate bei 1,0 Prozent, im Februar waren es 1,3 Prozent und für März 2021 hatten die Statistiker 1,7 Prozent errechnet.

Scholz: Altmaier steht beim Klimaschutz auf der Bremse

BERLIN - Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vorgeworfen, beim Klimaschutz an vielen Stellen auf der Bremse zu stehen. "Immer blinken für große Klimaziele, aber niemals real handeln, sondern immer ganz hart auf der Bremse stehen"

RKI über Indien: Geschehnisse dort nicht einfach nachzuvollziehen

BERLIN - Angesichts der verheerenden Corona-Lage in Indien hat der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) vor vorschnellen Schlüssen im Zusammenhang mit der Virusvariante B.1.617 gewarnt. "Wir können momentan noch gar nicht endgültig belegen, ob das Virus schneller verbreitet wird", sagte der Mikrobiologe und Tiermediziner Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Auch andere Corona-Varianten spielten in Indien eine Rolle, es gebe aber wenige Daten. Über die Variante gebe es erste Laboruntersuchungen, "allerdings sind die nicht so, dass wir da sehr, sehr beunruhigt sind", sagte Wieler.

ROUNDUP 2: Deutscher Arbeitsmarkt weiter stabil - viele Langzeitarbeitslose

NÜRNBERG - Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich auch im April stabil gezeigt. Die Zahl der Arbeitslosen ist wieder gesunken, im Vergleich zum März um 56 000 auf 2,771 Millionen. Doch beim zweiten Blick auf die Statistik, die die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg vorgelegt hat, werden die von der Corona-Pandemie aufgeworfenen Probleme immer offensichtlicher. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen setzt sich knapp über der Millionen-Grenze fest und liegt um 42 Prozent über dem Wert von vor einem Jahr. Die Kurzarbeit steigt wieder deutlich und wird allmählich auch zu einem finanziellen Problem. Für die April-Statistik wurden Daten bis zum 13. April berücksichtigt.

OECD: Belastung von Arbeitseinkommen in Deutschland leicht gesunken

PARIS - Die Belastung von Arbeitseinkommen mit Steuern und Sozialabgaben ist in Deutschland der OECD zufolge leicht gesunken. Europas größte Volkswirtschaft liegt im internationalen Vergleich aber weiter in der Spitzengruppe. Bei kinderlosen Alleinstehenden mit einem durchschnittlichen Einkommen wurde im vergangenen Jahr im Schnitt 49 Prozent einbehalten. Das war im Jahresvergleich ein Rückgang von 0,3 Punkten, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Donnerstag in Paris mitteilte. Bei der Berechnung ist der Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben inbegriffen.

Eurozone: Wirtschaftsstimmung hellt sich stark auf

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im April stark aufgehellt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg zum Vormonat um 9,4 Punkte auf 110,3 Zähler, wie die Europäische Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem wesentlich schwächeren Zuwachs auf lediglich 102,2 Punkte gerechnet. In der Europäischen Union (EU) fiel die Entwicklung ähnlich aus.

Eurozone: Wachstum der Geldmenge schwächt sich deutlich ab

FRANKFURT - Das Geldmengenwachstum in der Eurozone hat sich im März deutlich verlangsamt. Im Jahresvergleich legte die breit gefasste Geldmenge M3 um 10,1 Prozent zu, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Im Februar war das Wachstum mit revidiert 12,2 Prozent (zuvor 12,3 Prozent) noch deutlich stärker ausgefallen, nachdem die Wachstumsrate zu Jahresbeginn ein langjähriges Hoch bei 12,5 Prozent erreicht hatte.

Spanien: Preisauftrieb verstärkt sich deutlich

MADRID - In Spanien hat sich der allgemeine Preisauftrieb im April weiter verstärkt. Die nach europäischer Methode erfassten Verbraucherpreise (HVPI) seien zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt INE am Donnerstag in Madrid mit. Analysten hatten im Schnitt mit einer Beschleunigung auf 1,7 Prozent gerechnet. Im März hatte die Jahresrate lediglich 1,2 Prozent betragen. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Lebenshaltungskosten im April um 1,1 Prozent.

Deutschland: Einfuhrpreise legen stark zu - Teure Importe von Energie und Metall

WIESBADEN - Nach Deutschland importierte Güter haben sich im März stark verteuert. Im Jahresvergleich seien die Einfuhrpreise um 6,9 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Analysten hatten im Schnitt mit einer hohen Jahresrate gerechnet, waren aber nur von einem Anstieg um 6,0 Prozent ausgegangen. Im Februar waren die Importpreise im Jahresvergleich deutlich schwächer gestiegen, und zwar nur um 1,4 Prozent. Im Januar und in den Monaten zuvor waren die Preise für nach Deutschland importierte Waren noch gesunken.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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