Eurozone: Inflation steigt schwächer als erwartet

LUXEMBURG - In der Eurozone hat sich der Preisanstieg im März nicht so stark wie erwartet beschleunigt. Die Verbraucherpreise seien im Jahresvergleich um 1,3 Prozent gestiegen, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch nach einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten Erhebung hatte Eurostat noch eine Inflationsrate von 1,4 Prozent gemeldet. Analysten hatte eine Bestätigung der ersten Schätzung erwartet.

ROUNDUP/Schlag gegen britische Zinserwartungen: Inflation fällt deutlich

LONDON - Die Erwartungen an eine baldige Zinsanhebung durch die britische Notenbank haben am Mittwoch einen Schlag erhalten. Wie die britische Statistikbehörde ONS in London bekanntgab, lag die Inflationsrate im März bei 2,5 Prozent. Das sind nicht nur 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vormonat, es ist auch der tiefste Stand seit einem Jahr. Zudem stiegen die Verbraucherpreise damit schwächer als am Markt erwartet. Zu Jahresbeginn hatte die Inflationsrate noch drei Prozent betragen.

Japans Exporte steigen überraschend schwach

TOKIO - Japans Exporte sind im März deutlich schwächer als erwartet gestiegen. Nach Einschätzung von Analysten wurden die Ausfuhren unter anderem durch die jüngste Kursstärke der japanischen Währung gebremst. Im März seien die Exporte im Jahresvergleich um 2,1 Prozent gestiegen, teilte das Finanzministerium am Mittwoch mit. Damit ist der Anstieg zwar stärker als im Vormonat ausgefallen, als die Ausfuhren um 1,8 Prozent zugelegt hatten. Analysten waren aber von einem Zuwachs um 5,2 Prozent ausgegangen.

Devisen: Türkische Lira steigt nach Ankündigung vorgezogener Wahlen

ISTANBUL - Die türkische Landeswährung Lira hat am Mittwoch nach der Ankündigung vorgezogener Parlaments- und Präsidentschaftswahlen zugelegt. In einer ersten Reaktion stieg der Wert der Währung am Nachmittag sowohl zum Euro als auch zum US-Dollar um jeweils knapp ein Prozent. Zuletzt mussten für einen Euro 5,03 Lira und für einen Dollar 4,06 Lira gezahlt werden.

ROUNDUP: Schweizer Franken erstmals seit Kursfreigabe wieder auf altem Niveau

FRANKFURT - Der starke Euro, eine beharrliche Negativzinspolitik und womöglich gar die jüngsten US-Sanktionen gegen Russland lassen die Währungshüter in der Schweiz aufatmen: Erstmals seit der überraschenden Freigabe des Wechselkurses vor gut drei Jahren ist der Schweizer Franken wieder auf sein damaliges Niveau zurückgefallen. Am Mittwoch mussten für einen Euro knapp 1,20 Franken gezahlt werden. Noch Anfang März waren es nur 1,15 Franken. Zurückzuführen ist die Schwäche der international gefragten Währung vor allem auf den starken Euro, der zuletzt wegen der Erwartung einer weniger lockeren Geldpolitik im Euroraum Aufwind bekommen hat.

ROUNDUP/Trump: Direkte Gespräche mit Nordkorea - Pompeo traf Machthaber Kim

MAR-A-LAGO/SEOUL - In dem höchsten Kontakt zwischen den USA und Nordkorea seit fast zwei Jahrzehnten ist der CIA-Direktor und designierte US-Außenminister Mike Pompeo nach US-Medienberichten in Nordkorea mit Machthaber Kim Jong Un zusammengetroffen. Die geheim gehaltene Visite in Pjöngjang erfolgte über das Osterwochenende um den 1. April, um den geplanten Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Führer vorzubereiten, wie die "Washington Post" und die "New York Times" berichteten.

Beschäftigte des öffentlichen Diensts bekommen 7,5 Prozent mehr

POTSDAM - Die 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen bekommen eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent bei 30 Monaten Laufzeit. Die Erhöhung solle in drei Stufen erfolgen, teilte der Verhandlungsführer des Bundes, Innenminister Horst Seehofer (CSU), am frühen Mittwochmorgen in Potsdam mit. Der öffentliche Dienst sei in Zukunft wettbewerbsfähig. Seehofer zeigte sich ebenso zufrieden wie der kommunale Arbeitgeberpräsident Thomas Böhle und Verdi-Chef Frank Bsirske. "Es ist das beste Ergebnis seit vielen Jahren", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende.

EU schließt Entgegenkommen in Streit um US-Zölle aus

STRASSBURG - Die EU ist im Streit um die neuen US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumerzeugnisse zu keinerlei Zugeständnissen bereit. "Wir haben den USA nichts angeboten und wir werden ihnen auch nichts anbieten", sagte die zuständige EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Europaparlament in Straßburg. Bei den US-Zöllen handele es sich um "Protektionismus pur". Die EU erwarte, ohne jegliche Bedingungen unbefristet von ihnen ausgenommen zu werden. Erst wenn dies von US-Präsident Donald Trump bestätigt werde, seien Verhandlungen über Handelserleichterungen und andere Dinge möglich.

Merkel will Rolle der Wirtschaftsminister in der EU stärken

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Rolle der Wirtschaftsminister in Brüssel stärken. Merkel habe schon häufig betont, wie wichtig für sie die Stärkung des wirtschaftlichen Aspekts beim Funktionieren der Wirtschafts- und Währungsunion sei, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. "Eine wichtige Rolle spielen dabei ganz selbstverständlich die Finanzminister." Aber auch der Wirtschaftsminister sollte sich gemeinsam mit den Finanzministern verstärkt austauschen über die Kompetenzen zur Strukturreform, zur Produktivität und zur Wettbewerbsfähigkeit.

ROUNDUP: IWF warnt vor zu hoher Staatsverschuldung und Inflationsgefahren

WASHINGTON - Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor einer Gefährdung des aktuell starken Wirtschaftswachstums durch zu hohe Schuldenstände. In fast allen entwickelten Volkswirtschaften dürften die Schuldenquoten - also das Verhältnis von Verschuldung zu Wirtschaftsleistung - in den kommenden Jahren zwar fallen, wie IWF-Fiskalchef Vitor Gaspar am Mittwoch in Washington sagte. Nur in einem Land sei das allerdings nicht der Fall: in den USA, kritisierte er bei der Vorlage des Fiskalmonitors. Danach sinkt die Staatsverschuldung in den kommenden Jahren in zwei Dritteln der Länder - gesetzt den Fall, sie halten sich an ihre Zusagen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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