ROUNDUP/Kreise: United Technologies und Raytheon vor Fusion

NEW YORK - Die Flugzeug- und Rüstungsindustrie könnte demnächst einen neuen Giganten bekommen. Die US-Konzerne United Technologies <US9130171096> und Raytheon <US7551115071> sprechen der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge über einen Zusammenschluss. Die komplett über Aktien laufenden Transaktion werde möglicherweise bereits in den kommenden Tagen veröffentlicht, berichtete das "Wall Street Journal" am Wochenende. An der Börse ist Unted Technologies derzeit 114 Milliarden US-Dollar und Raytheon 52 Milliarden Dollar wert. Ein United-Sprecher wollte keine Stellung nehmen, Raytheon reagierte zunächst nicht auf eine entsprechende Anfrage.

BASF rechnet mit milliardenschwerem Buchgewinn durch Wintershall/Dea-Deal

FRANKFURT - Der Chemiekonzern BASF <DE000BASF111> kann sich im zweiten Quartal auf einen ordentlichen Zufluss freuen. Das Unternehmen rechnet aus der Zusammenführung des Öl- und Gasgeschäfts der Tochter Wintershall mit dem Rivalen Dea mit einem Buchgewinn in einem "einstelligen Milliardenbetrag", wie Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe) sagte. Die Nettoverschuldung des Chemiekonzerns werde sich um einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag verringern, nachdem die fusionierte Wintershall Dea ihre Finanzierung auf eigene Beine gestellt habe.

Milliardenauftrag für Siemens-Zugsparte aus Russland

MÜNCHEN - Die Russische Eisenbahn (RZD) hat bei Siemens <DE0007236101> weitere 13 Hochgeschwindigkeitszüge bestellt. Das Auftragsvolumen betrage 1,1 Milliarden Euro und umfasse auch die Instandhaltung der Züge für 30 Jahre, teilte Siemens am Freitag in München mit. Ein Großteil der Züge soll in Krefeld gebaut werden. Die zehnteiligen Velaro-Züge - sie ähneln den deutschen ICE-Zügen - sollen auf der 650 Kilometer langen Strecke zwischen Moskau und Sankt Peterburg verkehren. Die russische Bahn hatte ab 2006 bereits 16 Velaro-Züge bei Siemens bestellt.

VW-Rechtsvorstand: Aufarbeitung des Diesel-Skandals dauert noch Jahre

WOLFSBURG - Die Aufarbeitung des Diesel-Skandals bei Volkswagen <DE0007664039> und der angestrebte Wandel der Unternehmenskultur wird nach Einschätzung von VW-Rechtsvorstand Hiltrud Werner noch lange Zeit in Anspruch nehmen. "Persönlich denke ich da eher in Zeiträumen von sechs bis acht Jahren", sagte die im Konzern für den Bereich "Integrität und Recht" zuständige Managerin der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag).

ProsiebenSat.1-Chef sieht blickt optimistisch nach vorn

BERLIN - Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 <DE000PSM7770> hat nach Einschätzung seines Chefs die Talsohle durchschritten. "Wir sind deutlich über den Tiefpunkt hinaus", sagte Max Conze "Welt am Sonntag". Der Aktienkurs des Unternehmens hatte sich in den vergangenen zwölf Monaten zwischenzeitlich nahezu halbiert. Vor der Hauptversammlung des Unternehmens am 12. Juni skizzierte Conze eine Strategie, die abnehmende lineare Fernsehreichweite durch eine steigende Digitalreichweite auszugleichen.

Heidelberger Druck möglicherweise bald mit weiterem strategischen Investor

MÜNCHEN - Beim Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck <DE0007314007> könnte demnächst ein weiterer strategischer Investor auftauchen. "Ich würde gerne noch einen weiteren strategischen Investor haben", sagte Vorstandschef Rainer Hundsdörfer "Euro am Sonntag". Es gebe Interessenten. Mehr wolle er "jetzt noch nicht sagen".

Fedex geht auf Distanz zu Amazon - US-Vertrag nicht verlängert

MEMPHIS - Der Paketdienstleister Fedex <US31428X1063> wird seinen US-Luftfrachtvertrag mit dem weltgrößten Onlinehändler Amazon <US0231351067> nicht verlängern. Fedex begründete die Entscheidung in einer Mitteilung vom Freitag damit, sich auf den "breiteren E-Commerce-Markt" konzentrieren zu wollen. Zugleich stellte der Konzern klar, dass es nur um das US-Geschäft der Luftfrachtsparte Fedex Express gehe und er mit Amazon weniger als 1,3 Prozent seines Gesamtumsatzes mache.

Presse: Häufiger Lieferengpässe bei Medikamenten

DÜSSELDORF - In Deutschland häufen sich nach einem Zeitungsbericht im Vergleich zu früheren Jahren Lieferengpässe bei Medikamenten. "Derzeit liegen 226 Meldungen vor, bei denen eine eingeschränkte Verfügbarkeit oder ein Lieferengpass mitgeteilt wurde", sagte eine Sprecherin des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag). Im Jahr 2013 wurden dem in Bonn ansässigen Bundesinstitut demnach nur 40 Mittel mit Lieferproblemen neu gemeldet, 2018 waren es 264. Betroffen sind auch Klassiker wie das Schmerzmittel Ibuprofen.

'BamS': Bahn zieht erste Konsequenzen bei Beraterverträgen

BERLIN - Nach möglichen Ungereimtheiten bei Beraterverträgen hat die Deutsche Bahn laut "Bild am Sonntag" erste Konsequenzen gezogen. Demnach dürfen frühere Vorstände den Konzern nur noch gegen Geld beraten, wenn der Aufsichtsrat das vorher genehmigt. Eine Sprecherin der Bahn wollte den Bericht am Sonntag nicht kommentieren und verwies auf die geplante Sondersitzung des Aufsichtsrats dazu am Donnerstag (13. Juni).

ROUNDUP: Elektro-Scooter können wohl frühestens ab Juli losrollen

BERLIN - Elektrische Tretroller können wohl frühestens im Juli in deutschen Städten starten. Nach der für Mitte Juni geplanten Zulassung von E-Scootern allgemein sind weitere Vorbereitungen nötig. Die Hersteller müssen für ihre Modelle Allgemeine Betriebserlaubnisse beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) beantragen - wenn die Verordnung mit den Zulassungsregeln in Kraft ist. Das Bearbeiten dauere dann "in der Regel zwei Wochen", sagte ein KBA-Sprecher. Käufer und Vermieter von E-Tretrollern müssen sich außerdem noch Haftpflichtversicherungen besorgen. Auch das könne etwas Zeit in Anspruch nehmen, hieß es beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

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Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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