ROUNDUP 2: Osram-Übernahme gescheitert - Zukunft ungewiss

MÜNCHEN - Die geplante Übernahme des Beleuchtungsherstellers Osram <DE000LED4000> ist geplatzt. Der österreichische Sensorhersteller AMS <AT0000A18XM4> hat das selbst gesetzte Ziel verfehlt, 62,5 Prozent der Osram-Anteile unter seine Kontrolle zu bringen, wie das Unternehmen aus der Steiermark am Freitagabend mitteilte. AMS-Vorstandschef Alexander Everke brachte lediglich die Eigentümer von etwas mehr als der Hälfte der Osram-Aktien auf seine Seite, die die Offerte von 41 Euro je Aktie annahmen. Der Kurs der Osram-Aktie rutschte im außerbörslichen Handel ab und erholte sich anschließend wieder etwas. Aktuell liegt die Aktie bei 39 Euro und damit gut 3 Prozent schwächer als der Xetra-Schlusskurs.

Aufsicht prüft Abgas-Manipulationsverdacht bei Daimler-Transportern

STUTTGART - Ein weiteres Dieselfahrzeug von Daimler <DE0007100000> steht nach einem Bericht von "Bild am Sonntag" im Verdacht, mit illegaler Abgastechnik zu fahren. Betroffen sind demzufolge 260 000 Transporter des Modells Sprinter in Europa, davon 100 000 in Deutschland. Die Wagen mit der Abgasnorm Euro 5, die bis 2016 hergestellt wurden, sollen nach einem Schreiben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) an Daimler vom 25. September eine "unzulässige Abschaltvorrichtung" verwenden, wie die Zeitung berichtete.

Bayer-Mediator: Nächster US-Glyphosat-Prozess wird verschoben

DÜSSELDORF - Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer <DE000BAY0017> muss sich nun doch nicht schon in der übernächsten Woche in den nächsten US-Prozess um den Unkrautvernichter Glyphosat stürzen. "Nach Vereinbarung beider Seiten wird der Prozess auf ein Datum Anfang 2020 vertagt werden", sagte der Chef-Verhandler im Mediationsverfahren zwischen Bayer und den Klägeranwälten, Kenneth Feinberg, dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Bisher war geplant, dass sich beide Seiten ab dem 15. Oktober vor einem Gericht in St. Louis/US-Bundesstaat Missouri ein weiteres Gefecht um das glyphosathaltige Mittel Roundup von Monsanto liefern werden.

EU-Kommission hat Bedenken gegen Boeing-Embraer-Zusammenschluss

BRÜSSEL - Die EU-Wettbewerbshüter haben Bedenken gegen den geplanten Zusammenschluss des US-Flugzeugbauers Boeing <US0970231058> und des brasilianischen Herstellers Embraer. Eine vertiefte Prüfung werde eingeleitet, teilte die EU-Kommission am Freitagabend in Brüssel mit.

Post-Chef rechnet mit hohem Verlust für Streetscooter

FRANKFURT - Deutsche-Post-Vorstandschef Frank Appel erwartet für das Geschäft mit Elektrotransportern 2019 erneut einen deutlichen Verlust. "Ein signifikanter zweistelliger Millionenbetrag wird es auch dieses Jahr werden", sagte Appel zum voraussichtlichen Jahresergebnis der Tochter Streetscooter der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Das eigens entwickelte Lieferfahrzeug mit Elektroantrieb sei dennoch "eine tolle Erfolgsgeschichte für den Konzern". "Wir haben damit vor fünf Jahren angefangen, weil es kein Angebot aus der Industrie gab. Heute haben wir selbst 10 000 Streetscooter auf der Straße." Die Post wolle aber kein Autohersteller werden, bekräftigte Appel. Deshalb spreche der Konzern mit potenziellen Partnern und mit Kaufinteressenten.

Paypal kehrt Facebooks Libra-Projekt den Rücken

SAN JOSE - Mit dem Online-Bezahldienst Paypal steigt der erste namhafte Partner bei Facebooks geplanter Digitalwährung Libra aus. Paypal bestätigte die Entscheidung am Freitag nach US-Börsenschluss in einem Statement. Zuvor hatte es verschiedene Medienberichte über angebliche Bedenken angesichts der schweren Kritik an dem von Facebook <US30303M1027> initiierten Projekt gegeben. Zu den Beweggründen hielt Paypal sich in der Mitteilung jedoch bedeckt. Man wolle sich auf die bisherigen Aufgaben und geschäftlichen Prioritäten fokussieren.

Ministerpräsident Conte: Lage bei Alitalia 'kompliziert'

ROM - Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte hat die Lage der nationalen Fluggesellschaft Alitalia als "kompliziert" bezeichnet. Zugleich äußerte er sich am Freitag zu Berichten, seine Regierung werde von einem der Investoren erpresst, die für die Sanierung der insolventen Airline vorgesehen sind.

Rabattstudie: Auf einmal wird der e-Golf von VW ganz billig

ESSEN - Vor der großen Elektro-Offensive räumt der Autobauer VW <DE0007664039> offensichtlich noch sein Lager der älteren E-Modelle. Der jüngsten Rabattstudie des CAR-Instituts der Universität Essen-Duisburg zufolge wird der batteriegetriebene e-Golf derzeit mit hohen Abschlägen in den Markt gedrückt. Bei Internet-Händlern haben die Marktbeobachter nach eigenen Angaben mehrere Angebote gefunden, die mit der staatlichen Förderung auf einen Verbraucher-Endpreis von knapp mehr als 20 000 Euro kommen. Das bislang für 31 900 Euro angebotene Elektroauto liege damit aktuell unter dem Listenpreis des günstigsten Verbrenner-Golfs.

Österreichs Bahnchef fordert gleiche Chancen für Bahn und Lkw

WIEN - Der Chef der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), Andreas Matthä, hat die weiterhin ungleichen Wettbewerbsbedingungen zwischen Straße und Bahn scharf kritisiert. "Die Kostenwahrheit zwischen Lkw und Bahn ist ein Witz", sagte er der "Wiener Zeitung" (Samstag). Der Transport auf der Straße werde zu einem Drittel von der Allgemeinheit unter anderem durch Lärmschutzmaßnahmen gefördert.

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Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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