ROUNDUP 2: Corona-Warn-App bekommt Update

BERLIN - Nach technischen Problemen auf verschiedenen Smartphones hat die vielgenutzte deutsche Corona-Warn-App ein Update bekommen. Mit der neuesten Version sollen technische Schwierigkeiten auf dem iPhone von Apple beseitigt werden, wie der Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom mitteilten. Die App soll helfen, die weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden. Seit dem Start Mitte Juni wurde sie von mehr als 16 Millionen Nutzern heruntergeladen.

ROUNDUP: Spitzel-Affäre bei VW - Unternehmen sucht Maulwurf

WOLFSBURG - Eine Spitzel-Affäre sorgt beim weltgrößten Autobauer Volkswagen für Unruhe. Offenbar systematisch und über eine längere Zeit schnitt ein Unbekannter die Gespräche einer internen Arbeitsgruppe mit. Details wurden nun in die Öffentlichkeit getragen. Von fast 50 Stunden Audiomitschnitten aus den Jahren 2017 und 2018 schreibt das Online-Wirtschaftsmagazin "Business Insider", das am Wochenende Auszüge bekanntmachte.

ROUNDUP 2/Corona-Impfung: Karliczek erwartet keine Engpässe - Experte skeptisch

BERLIN/HAMBURG - Die Bundesregierung will jedem Bürger eine Impfung gegen das Coronavirus ermöglichen, sobald ein Impfstoff gefunden ist. "Wir sind dabei, die Produktionskapazitäten in Deutschland zu erhöhen", sagte Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) der "Bild am Sonntag". "Wenn ein Impfstoff gefunden ist, wird jeder Deutsche, der es will, auch geimpft werden können. Das müssen wir schaffen und das werden wir schaffen."

ROUNDUP 3: Kostenlose Corona-Tests an Flughäfen - Spahn prüft Pflicht

BERLIN/LONDON - Rückkehrer aus dem Auslandsurlaub können sich seit dem Wochenende auf mehreren Flughäfen in Deutschland kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Die Airports in München, Nürnberg, Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund bieten seit Samstag erstmals kostenfreie Untersuchungen an. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) prüft "auch eine rechtliche Verpflichtung" für solche Tests.

Tui streicht Flüge von Großbritannien aufs spanische Festland

HANNOVER - Der Reiseveranstalter Tui streicht wegen der Quarantänepflicht von Montag an seine Flüge von Großbritannien aufs spanische Festland. Die Kanarischen Inseln und die Balearen würden aber weiter angeflogen, sagte ein Tui-Sprecher am Sonntag der dpa in Hannover. Die Flüge von Großbritannien aufs spanische Festland würden voraussichtlich bis zum 9. August gestrichen. Es handele sich um sieben bis acht Flüge pro Woche. "Rückflüge von Spanien nach Großbritannien finden ganz normal statt", sagte der Sprecher. Für deutsche Reisende gebe es keine Auswirkungen.

ROUNDUP: Scharfe Regeln für Schlachthöfe - Heil will andere Branchen prüfen

BERLIN - Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will nach den nun geplanten strengen Vorschriften gegen Missstände in der Fleischindustrie auch andere Branchen überprüfen. "Wir werden uns Branche für Branche angucken und dann für die jeweilige Branche geeignete Maßnahmen ergreifen, wenn es nötig ist", sagte Heil der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Deutschlands Arbeitgeber warnen bereits davor, Werkverträge allgemein einzuschränken.

ROUNDUP: Hurrikan 'Hanna' trifft in Texas auf Land - Warnung vor Sturmfluten

WASHINGTON - Der erste Hurrikan der diesjährigen Saison über dem Atlantik ist im US-Bundesstaats Texas auf Land gestoßen. Hurrikan "Hanna" traf am Samstagabend (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern auf die Insel Padre Island unmittelbar vor der Küste, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum der US-Klimabehörde NOAA mitteilte. Der Tropensturm war am Samstagmorgen zum Hurrikan der niedrigsten Stufe eins hochgestuft worden. Für den Küstenabschnitt von Port Mansfield bis Sargent wurde eine Sturmflut-Warnung erlassen.

IPO: Corona-Impfstoff-Entwickler Curevac stellt Weichen für US-Börsengang

NEW YORK/WASHINGTON - Das deutsche Biotech-Unternehmen Curevac, das an einem Corona-Impfstoff forscht, treibt seine Pläne für einen Börsengang in den USA voran. Die Tübinger Firma reichte am Freitag einen entsprechenden Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Dem vorläufigen Wertpapierprospekt zufolge sollen die Aktien unter dem Tickerkürzel "CVAC" an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq gelistet werden. Zum konkreten Zeitplan und Volumen des Börsengangs gab es noch keine Angaben. Als Emissionserlös wurde bislang lediglich ein Platzhalterbetrag von 100 Millionen Dollar eingetragen.

Wirecard: 77 Interessenten für Kerngeschäft

MÜNCHEN - Der vorläufige Insolvenzverwalter des in einen milliardenschweren Betrugsskandal verwickelten Dax -Konzerns Wirecard meldet Fortschritte bei der Investorensuche: Für das Kerngeschäft hätten 77 Interessenten Vertraulichkeitsvereinbarungen unterzeichnet, teilte Rechtsanwalt Michael Jaffé am Freitag mit. "Wir sind zuversichtlich, einen Investor für das Kerngeschäft zu finden, das erhebliche unternehmerische Chancen in einem enorm wachsenden Markt für einen Investor bietet." Der Geschäftsbetrieb soll fortgesetzt werden.

ROUNDUP/Webasto-Chef zu Corona-Ausbruch: Waren eine Art Probefall

STOCKDORF - Vor einem halben Jahr schaute ganz Deutschland auf Stockdorf bei München: Dort, in der Firmenzentrale des Automobilzulieferers Webasto, gab es die ersten bekannten Corona-Fälle in Deutschland. Eine chinesische Mitarbeiterin hatte das Virus auf einer Dienstreise mitgebracht. Die Nachricht von ihrem positiven Test erreichte Firmenchef Holger Engelmann am Montagmorgen zu Hause, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagt.

Förderung für Wind- und Solaranlagen endet: Branche fordert Hilfe

BERLIN - Für Tausende Windräder und Solaranlagen endet mit dem Jahreswechsel nach 20 Jahren die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz - die Branche fordert politischen Beistand, um Anlagen am Netz zu halten. "Der überwiegende Teil der Ü-20-Betreiber wird sich nur dann für einen Weiterbetrieb der Solarstromanlagen begeistern lassen, wenn dieser zumindest weitgehend kostendeckend möglich ist", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, Carsten Körnig, der Deutschen Presse-Agentur. "Einer Anschlussförderung bedarf es dafür nicht, aber eines Abbaus von Marktbarrieren."

ROUNDUP: Kerosin-Ersatz fräße viel Strom - Linke: Energiepolitischer Alptraum

BERLIN - Um Flugzeuge in Deutschland mit klimafreundlichen synthetische Kraftstoffen statt mit Kerosin anzutreiben, wäre derzeit mehr Strom notwendig, als deutsche Ökostrom-Anlagen produzieren. Das geht aus der Antwort des Bundesumweltministeriums auf Fragen des Linke-Verkehrspolitikers Jörg Cezanne hervor. Demnach brauchte man heute "mindestens rund 270 Terawattstunden Strom", um rund 10,2 Millionen Tonnen fossilen Flugturbinenkraftstoff zu ersetzen. Das Ministerium geht dabei für die Herstellung strombasierter Kraftstoffe von Wirkungsgraden von rund 45 Prozent aus.

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