ROUNDUP: Italienischer Konzern Leonardo steigt bei Rüstungskonzern Hensoldt ein

TAUFKIRCHEN/ROM - Der italienische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Leonardo hat das Rennen um einen Einstieg beim deutschen Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt gemacht. Der US-Finanzinvestor KKR verkauft ein Aktienpaket von 25,1 Prozent an die Italiener, wie Hensoldt am Samstag in Taufkirchen bei München mitteilte. Darüber sei ein entsprechender Kaufvertrag geschlossen worden. Leonardo zahlt je Aktie 23 Euro und damit rund 606 Millionen Euro insgesamt, wie die Italiener mitteilten. Hensoldt hatte bereits unter der Woche KKR-Gespräche mit mehreren Interessenten für das Anteilspaket bestätigt. Behörden müssen dem Geschäft noch zustimmen.

VW-Tochter Porsche will Batteriezellfabrik in Tübingen bauen

FRANKFURT/STUTTGART - Der Volkswagen -Konzern kommt mit seinem geplanten Netz aus sechs europäischen Batteriezellfabriken offenbar schnell voran. Die Sportwagentochter Porsche will eine Batteriefabrik für Hochleistungszellen in Tübingen bauen, wie Porsche-Chef Oliver Blume im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ("FAS") sagte. "Die Batteriezellen sind eine Kerntechnologie für die deutsche Autoindustrie, die wir auch im eigenen Land haben müssen", sagte Blume.

Chef von VW-Tochter Seat: Wohl noch größere Chipprobleme im zweiten Quartal

LONDON/MARTORELL - Der Volkswagen -Konzern befürchtet wegen der anhaltenden Flaute bei der Versorgung mit Elektronikchips noch größere Schwierigkeiten im jetzt laufenden Quartal. "Von Zulieferern und auch aus der Volkswagen-Gruppe selbst heraus wird uns gesagt, dass wir im zweiten Quartal vor erheblichen Herausforderungen stehen, wahrscheinlich noch herausfordernder als im ersten Quartal", sagte Seat-Chef Wayne Griffiths im Interview der "Financial Times" ("FT"/Online). Der VW-Konzern hatte bereits davon gesprochen, dass im ersten Quartal rund 100 000 Autos wegen Chipmangels nicht wie geplant hätten produziert werden können - und das sei im Jahresverlauf wohl auch nicht mehr wettzumachen.

ROUNDUP 2/VW-Dieselaffäre: Strafverfolger klagen 15 weitere Führungskräfte an

BRAUNSCHWEIG - Ermittler in der Dieselaffäre bei Volkswagen haben erneut mehr als 1500 Seiten mit Vorwürfen an das Landgericht Braunschweig geschickt. Angeschuldigt sind 15 weitere Führungskräfte des VW -Konzerns und eines Zulieferbetriebes, wie Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe der Deutschen Presse-Agentur in Braunschweig sagte. Ihnen wird Beihilfe zum Betrug in Tateinheit mit Steuerhinterziehung, Beihilfe zu mittelbarer Falschbeurkundung und strafbare Werbung vorgeworfen. Namen nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

ROUNDUP: VW-Tochter Moia tut sich schwer - Wegen Corona Betrieb unterbrochen

HAMBURG - Zwei Jahre nach dem Start des Sammeltaxi-Anbieters Moia in Hamburg tut sich die VW -Tochter wegen der Corona-Pandemie extrem schwer. Nachdem die Elektro-Kleinbusse bereits vor einem Jahr im April und Mai 2020 coronabedingt den Betrieb einstellen mussten, fiel nun auch der zweite Geburtstag ins Wasser. Bereits seit Weihnachten vergangenen Jahres stehen die meisten Fahrzeuge wieder ungenutzt in der Garage. Moia bietet derzeit im Auftrag der Stadt nur Fahrten zwischen 0.00 und 6.00 Uhr als Ersatz für den eingestellten HVV-Nachtbetrieb an. Dabei wurden im April bislang gut 17 000 Fahrgäste befördert, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Erstmals Malaria-Impfstoff mit wohl hoher Wirksamkeit entwickelt

OXFORD - Ein von der Universität Oxford entwickelter Malaria-Impfstoff hat erstmals in einer klinischen Studie die von der Weltgesundheitsorganisation ausgegebene Marke von 75 Prozent Wirksamkeit erreicht. Das Präparat mit dem Namen "R21/Matrix-M" habe in einer Phase-II-Studie das Risiko einer Erkrankung um 77 Prozent verringert, heißt es in einer Mitteilung der Hochschule. Die Studie war allerdings recht klein: Einbezogen wurden insgesamt 450 Kinder von 5 bis 17 Monaten in Burkina Faso.

Champions League vor Augen: Dortmund rückt an Wolfsburg heran

WOLFSBURG - Das zweite Tor von Erling Haaland war geradezu sinnbildlich für die große Champions-League-Aufholjagd von Borussia Dortmund. Ein Verteidiger des VfL Wolfsburg spielte einen Fehlpass, Mahmoud Dahoud nahm ihn auf. Der BVB-Profi passte den Ball direkt zu Haaland weiter - und der sprintete damit über mehr als die Hälfte des Spielfelds auf das Tor zu.

UEFA-Chef: Nächste Woche Gespräche über Strafe für Super-League-Teams

NYON - UEFA-Präsident Alexander Ceferin hat für kommende Woche weitere Debatten über mögliche Bestrafungen der verbliebenen Mitgründer der Super League angekündigt. "Wir warten noch auf rechtliche Einschätzungen und dann werden wir dies sagen. Aber jeder muss die Konsequenzen für seine Entscheidungen tragen und sie wissen das", sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union UEFA in einem Interview der Nachrichtenagentur AP.

'WSJ': Nestle verhandelt über Kauf von US-Vitaminhersteller Bountiful

ZÜRICH - Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé will sich im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel offenbar mit einem milliardenschweren Zukauf verstärken. Der Konzern führe Gespräche über den Kauf des US-Vitaminherstellers Bountiful, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen dem "Wall Street Journal" (WSJ). Ein Deal im Volumen eines mittleren einstelligen Milliardenbetrags könnte kommende Woche unter Dach und Fach sein, sagten die Insider gemäß dem am Freitagabend veröffentlichten Bericht weiter.

Bund hat über 100 Millionen Euro an Thomas-Cook-Geschädigte gezahlt

BERLIN - Eineinhalb Jahre nach dem Zusammenbruch des Reisekonzerns Thomas Cook hat der Bund nach eigenen Angaben bislang etwa 103 Millionen Euro an geschädigte Kunden ausgezahlt. Die Summe verteilt sich auf rund 74 000 Fälle, wie ein Sprecher des Justizministeriums am Sonntag in Berlin mitteilte. Demnach steht bei 32 000 weiteren die Zahlung noch aus (Stand: 20. April). Dem Ministerium zufolge dürften Betroffene, die sich auf einem speziellen Portal registriert haben, das Geld im Wesentlichen bis zum 30. Juni bekommen. Über die Zahlen hatte zuvor der "Mannheimer Morgen" berichtet.

Vertrag von Ams-Chef Everke um drei Jahre verlängert

GRAZ - Der Vertrag des Chefs des österreichischen Sensorherstellers Ams Alexander Everke ist um weitere drei Jahre verlängert worden. Diese Aufsichtsratsentscheidung hat das börsennotierte Unternehmen am Freitagabend bekanntgegeben. Für den erweiterten Aufsichtsrat hat das Gremium für die kommende Hauptversammlung die frühere Siemens -Österreich-Chefin Brigitte Ederer sowie Margarete Haase als Kandidatinnen nominiert. Haase ist Mitglied des Aufsichtsrats der seit kurzem der Ams gehörenden Osram AG.

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