ROUNDUP: Reckitt Benckiser verkauft chinesisches Babynahrungsgeschäft

LONDON - Der britische Sagrotan-Hersteller Reckitt Benckiser verkauft sein chinesisches Babynahrungsgeschäft an einen lokalen Investor. Die chinesische Primavera Capital Group habe einen Übernahmepreis von 2,2 Milliarden US-Dollar (rund 1,8 Milliarden Euro) akzeptiert, teilten die Briten am Wochenende mit. Den Nettobarmittelzufluss von etwa 1,3 Milliarden Dollar will Reckitt in den Schuldenabbau stecken. Der Konzern behält einen Anteil von acht Prozent an dem Geschäft. Im Zusammenhang mit der Transaktion entsteht ein Nettoverlust von etwa 2,5 Milliarden Pfund (rund 2,91 Milliarden Euro) - vor allem wegen Abschreibungen auf den Firmenwert und immaterielle Anlagegüter.

ROUNDUP: Bahn-Vorstand Seiler sieht vor Tarifrunde 'Lösungsmöglichkeiten'

BERLIN - Deutsche-Bahn-Vorstand Martin Seiler sieht vor der vierten Tarifrunde mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) an diesem Montag "Lösungsmöglichkeiten". "Alle Fakten liegen auf dem Tisch", teilte er am Sonntag mit. Seiler rief die GDL dazu auf, "Drohungen einzustellen und ihre rein organisationspolitischen Interessen fallen zu lassen". Fahrgäste sollten einen ungestörten Reisesommer genießen können. "Es gilt nun, dass alle zu solidarischen Lösungen beitragen - möglich ist es." Der Ton zwischen beiden Seiten bleibt somit rau, Warnstreiks sind alles andere als ausgeschlossen. Zuletzt hatte die GDL der Bahn in einer Pressemitteilung unterstellt, zu "tricksen" und zu "täuschen"

ROUNDUP: Winterkorn-Schadenersatz an VW steht - Chefaufseher Pötsch verlängert

WOLFSBURG - Volkswagen ist sich mit Anwälten und Versicherern mehrerer Ex-Topmanager um den früheren Konzernchef Martin Winterkorn grundsätzlich einig über Schadenersatz wegen des Diesel-Skandals. Ein entsprechender Beschluss stehe jetzt im Kern, hieß es am Sonntag aus Wolfsburg. Die genauen Summen und Modalitäten seien aber Gegenstand letzter ergänzender Gespräche, die man noch nicht komplett beendet habe. Klar ist dagegen, dass Hans Dieter Pötsch den VW -Aufsichtsrat auf Vorschlag seiner Mitkontrolleure weitere fünf Jahre leiten soll.

US-Milliardärsfamilie Mills verkauft Medline-Mehrheit an Privatinvestoren

NEW YORK - Die US-Milliardärsfamilie Mills verkauft die Mehrheit am Medizinbedarfshersteller Medline an eine Gruppe von Privatinvestoren. Das teilte das Konsortium aus Blackrock , Carlyle und Hellmann & Friedman am Wochenende mit. Auch die singapurische GIC Pte werde investieren. Die Transaktion wird der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge mit mehr als 30 Milliarden US-Dollar bewertet.

IPO: Syngenta-Chef hofft Börsengang bis Ende 2021 zu schaffen

BASEL - Dass der Saatguthersteller Syngenta wieder an die Börse will, ist schon längst kein Geheimnis mehr. Offiziell soll ein Börsengang bis Mitte 2022 erfolgen. Doch könnte der Schritt schon früher geschehen.

Businesshemden wenig gefragt: Eterna schreibt Verlust

PASSAU - Der Hemdenhersteller Eterna schreibt rote Zahlen und hat seine Anleihengläubiger um Aussetzung der Zinszahlungen bis Juni 2024 gebeten. Der geschäftsführende Gesellschafter Henning Gerbaulet sagte am Freitag in Passau: "Im laufenden Geschäftsjahr belastet die Pandemie unser Geschäft noch erheblich."

ROUNDUP: Russische Regierung will Nord Stream 2 bis Jahresende fertig haben

MOSKAU - Die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 soll nach russischen Regierungsangaben bis Ende dieses Jahres komplett fertiggestellt sein. Dann solle auch mit der Befüllung der Gasleitung begonnen werden, sagte Vize-Regierungschef Alexander Nowak in einem am Sonntag vom russischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Beitrag. Am Freitag hatte Kremlchef Putin überraschend verkündet, der erste von zwei Strängen sei fertig verlegt. Die Arbeiten am zweiten Strang sollten in den kommenden zwei Monaten abgeschlossen werden, sagte Putin.

Geplatzte EU-Verhandlungen belasten Schweizer Medizintechnik-Branche

ZÜRICH - Nach dem Abbruch der Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und der Schweiz über ein Rahmenabkommen beklagt die Medizintechnik-Branche erste Konsequenzen. Nachdem die Schweiz die Gespräche über einen geplanten Rahmenvertrag einseitig beendet hatte, wurden Schweizer Qualitätszertifikate für den EU-Markt für diese Branche ungültig, berichtete die "NZZ am Sonntag" in Zürich. "Die Existenzgrundlage dieser Firmen ist bedroht", wurde Daniel Delfosse vom Branchenverband Swiss Medtech zitiert. Bereits in der Schweiz zertifizierte Produkte werden in der EU nicht mehr anerkannt. Laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft in Bern laufen mit Brüssel intensive Verhandlungen, um eine Lösung zu finden.

ROUNDUP 2: Trump bleibt bei Facebook bis Anfang 2023 verbannt

MENLO PARK - Ex-Präsident Donald Trump bleibt bei Facebook vorerst noch bis Anfang 2023 gesperrt. Das gab das Online-Netzwerk am Freitag bekannt. Danach werde man mit Hilfe von Experten abwägen, ob es immer noch ein Risiko für die öffentliche Sicherheit durch seine Facebook-Präsenz gebe.

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ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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