ROUNDUP: Hugo Boss wird nach Sanierungsfortschritten optimistischer

METZINGEN - Der Modekonzern Hugo Boss macht bei der Sanierung Fortschritte. Mehr Besucher und steigende Umsätze in den eigenen Läden sorgen bei den Schwaben zum Jahresende hin für mehr Zuversicht. "Wir sind auf einem guten Weg, unsere Ziele für 2017 zu erreichen oder in Teilen sogar zu übertreffen", sagte Boss-Chef Mark Langer am Donnerstag bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal. Insbesondere in Großbritannien und China laufe es gut, erstmals seit zwei Jahren trage auch in den USA der eigene Einzelhandel wieder zum Wachstum bei.

Teva kappt wegen Preiskampf in USA erneut die Prognose - Aktie bricht ein

JERUSALEM - Der weltgrößte Generika-Hersteller Teva kappt nach einem unerwartet schwachen dritten Quartal abermals seine Ziele - bereits zum dritten Mal in diesem Jahr. Die Mutter des deutschen Herstellers Ratiopharm peilt nun aufs Jahr gesehen Erlöse in Höhe von 22,2 bis 22,3 Milliarden Dollar an, wie der Konzern am Donnerstag am Firmensitz in Jerusalem mitteilte. Das ist schlimmstenfalls 1 Milliarde Dollar weniger als zuvor anvisiert worden war. Beim bereinigten Gewinn je Aktie werden nun 3,77 bis 3,87 Dollar erwartet - zuvor waren noch bis zu 4,50 Dollar in Aussicht gestellt worden.

ROUNDUP 2: Starker Reisesommer hält Fraport auf Kurs - Air Berlin kratzt kaum

FRANKFURT - Die starke Nachfrage nach Flugreisen hat den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport im Sommer auf Wachstumskurs gehalten. Umsatz und Gewinn stiegen überraschend deutlich, und auch im Oktober ging es im Passagiergeschäft weiter aufwärts. Vorstandschef Stefan Schulte zeigte sich am Donnerstag sicher, dass der Konzern 2017 seine gesetzten Gewinnziele erreicht. Die Zahl der Fluggäste soll mit einem weiteren Schub zum Jahresende sogar um etwas mehr als fünf Prozent auf dann rund 64 Millionen steigen. Für 2018 peilt Schulte 66 bis 67 Millionen Passagiere an. Die Pleite von Air Berlin kratzt Fraport dabei kaum.

ROUNDUP: Fresenius auf dem Weg zu weiterem Rekordjahr

BAD HOMBURG - Der Medizinkonzern Fresenius SE sieht sich nach weiterem Gewinnwachstum im dritten Quartal auf gutem Weg zum 14. Rekordjahr in Folge. "Die Aussichten für unsere Geschäfte bleiben ausgezeichnet. Deswegen bestätigen wir unsere Ziele", sagte Konzernchef Stephan Sturm am Donnerstag in Bad Homburg. An der zuletzt bei einigen Beobachtern in die Kritik gekommenen Übernahme des US-Generikaherstellers Akorn will Fresenius festhalten.

Südzucker kauft Pizzabäcker in den USA

MANNHEIM - Südzucker verstärkt sein Geschäft mit Tiefkühlware durch einen Zukauf in den USA. Die Tochter Freiberger erwirbt den US-amerikanischen Pizzaproduzenten Richelieu, wie der Zucker- und Lebensmittelhersteller am Donnerstag mitteilte. Das Geschäft hat einen Wert von 435 Millionen US-Dollar. Die Behörden müssen aber noch zustimmen.

IPO: Immobilienkonzern Emaar will mit Tochter 1,5 Milliarden Dollar erzielen

DUBAI - Das Immobilienunternehmen Emaar Properties PJSC mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten bringt sein Projektentwicklungsgeschäft an die Börse und will damit 1,5 Milliarden US-Dollar einnehmen. Das wäre der größte Börsengang in dem Land seit 2014. Der Entwickler des Burj Khalifa in Dubai, des höchsten Wolkenkratzers der Welt, will 800 Millionen Aktien der Tochter mit einer Preisspanne von 5,7 bis 6,9 Dirham (1,33 bis 1,61 Euro) je Anteilsschein verkaufen. Insgesamt sollen 20 Prozent der Projektentwicklungstochter abgegeben werden, wie Emaar am Donnerstag der Börse mitteilte.

ROUNDUP: Commerzbank-Tochter Comdirect profitiert von Neukunden

QUICKBORN/FRANKFURT - Die Onlinebank Comdirect hat ein von Niedrigzinsen und ruhigen Finanzmärkten geprägtes Jahresviertel gemeistert. Die Commerzbank-Tochter erwirtschaftete im dritten Quartal mehr Gewinn und sieht sich auf Kurs zu ihren Jahreszielen. Zehntausende neue Kunden, die unter anderem mit der Übernahme des Onlinebrokers Onvista zur Comdirect gekommen waren, sorgten für steigende Einnahmen im Wertpapierhandel. Dagegen fiel das Zinsergebnis erneut schwach aus und die Kosten stiegen an.

Ferrari will schneller ins Ziel - Prognose angehoben

MAILAND - Der italienische Luxusautobauer Ferrari will nach einem guten Quartal sein mittelfristiges Gewinnziel zwei Jahre früher erreichen als geplant. Die Italiener hoben das Jahresziel für das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) von zuvor über 950 Millionen Euro auf nun rund eine Milliarde Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Diese Marke hatte Ferrari- und Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne seit Jahren angestrebt - eigentlich aber erst für 2019 ausgerufen. Auch beim Umsatz wurde Ferrari etwas zuversichtlicher.

Chinesischer Onlineriese Alibaba erwartet mehr Umsatz

HANGZHOU - Der führende chinesische Onlinehändler Alibaba ist im zweiten Geschäftsquartal weiter auf Wachstumskurs und dank Zukäufen nun auch optimistischer für das Gesamtjahr. Wegen der Konsolidierung des Logistikers Cainiao, dessen Ergebnisse ab Dezember in die Rechnungslegung von Alibaba einfließen, dürfte der Umsatz im Geschäftsjahr 2017/2018 (Ende März) nun um 49 bis 53 Prozent steigen, wie Alibaba am Donnerstag mitteilte. Die frühere Prognose sah eine Steigerung von 45 bis 49 Prozent vor.

DowDuPont kündigt Stellenabbau und Werksschließung an

MIDLAN/WILMINGTON - Der neue US-Chemieriese DowDupont will seine drei Milliarden US-Dollar schweren Sparziele mit einem Stellenabbau und dem Schließen von Standorten erreichen. Ein Großteil des angepeilten Einsparvolumens werde über einen weltweiten Mitarbeiterabbau, dem Schließen von Produktionsstätten und Büros, sowie dem Verkauf von Unternehmensteilen realisiert, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Details, wo und wie viele der Beschäftigten gehen müssen, gab es zunächst nicht.

IPO: Hellofresh verfehlt bei Börsengang Maximalerlös

BERLIN - Der Kochboxenversender Hellofresh muss bei seinem Börsengang kleinere Brötchen backen. Der am Mittwochabend verkündete Preis für die neuen Aktien liegt mit 10,25 Euro nur in der Mitte der zuvor festgelegten Spanne von 9,00 bis 11,50 Euro. Schon diese hatte bei Börsianern mit Blick auf die damit einhergehende Bewertung des Unternehmens für Enttäuschung gesorgt.

Volkswagen prüft auch Billig-Nutzfahrzeug für chinesischen Markt

HANNOVER - Volkswagen prüft neben einem Billig-Pkw für den chinesischen Autokäufer auch den Bau eines günstigen Nutzfahrzeugs für den weltgrößten Automarkt. "Wir überlegen, was wir da am besten anbieten", sagte VW-Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler dem "Manager Magazin" in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. "Der chinesische Markt für leichte Nutzfahrzeuge ist ganz anders als bei uns. Dort sind vor allem kleine, günstige Pickups gefragt", sagte Renschler. Eine Einführung dürfte aber noch dauern: "Das ist in jedem Fall ein Projekt für das nächste Jahrzehnt", ergänzte der für die VW-Nutzfahrzeugholding Truck & Bus zuständige Manager.

Intershop mit schwarzen Zahlen

JENA - Für den Jenaer Softwareanbieter Intershop laufen die Geschäfte besser als im vergangenen Jahr. Nach neun Monaten verbuchte das börsennotierte Unternehmen ein Umsatzplus von sieben Prozent auf 26,4 Millionen Euro, wie der Vorstand der Intershop AG am Donnerstag mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) des auf Software für den Internethandel spezialisierten Unternehmens fiel mit 200 000 Euro leicht positiv aus. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Minus von 2,0 Millionen Euro in den Büchern. Intershop hatte sich nach roten Zahlen im vergangenen Jahr auf Programme für das Onlinegeschäft von Großhandelsunternehmen konzentriert. Die Softwarefirma beschäftigt nach eigenen Angaben etwa 330 Mitarbeiter.

ROUNDUP: Lenovo übernimmt Mehrheit an Fujitsu-Computergeschäft

HONKONG - Der Computer- und Smartphone-Hersteller Lenovo baut sein PC-Geschäft aus. Dazu übernimmt er die Mehrheit an dem PC-Geschäft des japanischen Konzerns Fujitsu, wie das chinesische Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Als Preis werden mindestens 157 Millionen US-Dollar aufgerufen. Nachdem das Geschäft mit klassischen Computern durch die zunehmende Konkurrenz durch mobile Geräte jahrelang geschrumpft war, mehren sich nun die Anzeichen, dass sich der PC-Markt stabilisiert.

ROUNDUP: Sanofi erwartet mehr Gegenwind im Diabetes-Geschäft

PARIS - Der Pharmakonzern Sanofi rechnet mit einer noch trüberen Entwicklung in seinem Diabetes-Geschäft. Vor allem in den USA machte sich zuletzt der Preisdruck und die Konkurrenz durch Nachahmerprodukte noch deutlicher bemerkbar. Gewarnt vor schlechteren Bedingungen hatten die Franzosen bereits im Sommer, jetzt senkten sie die Erwartungen für diese Sparte. Die zum Halbjahr angehobene Konzern-Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde aber bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal bestätigt.

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/oca