Beschäftigte der Thyssenkrupp-Aufzugssparte fordern Klarheit

ESSEN - Vor der Konzernzentrale von Thyssenkrupp <DE0007500001> in Essen haben am Mittwoch rund 2500 Mitarbeiter der Aufzugssparte des Industriekonzerns demonstriert. Die Beschäftigten sind beunruhigt, weil Thyssenkrupp sich zumindest von Teilen des profitablen Aufzugsgeschäfts trennen will, um Geld in die leeren Kassen zu bekommen.

Deutschland: Autobauer sehen sich auf steinigem Weg

BERLIN - Die deutschen Autobauer sehen sich angesichts schwachen Wachstums auf wichtigen Märkten in einer schwierigen Lage. Weltweit würden in diesem Jahr von allen Pkw-Herstellern wohl 80,1 Millionen Autos verkauft und damit fünf Prozent weniger als 2018, sagte Bernhard Mattes, der scheidende Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), am Mittwoch in Berlin.

IPO/Bahn will Arriva nächstes Jahr an die Börse bringen

BERLIN - Die Deutsche Bahn will ihre Konzerntochter Arriva im nächsten Jahr an die Börse bringen. Das kündigte Bahnchef Richard Lutz am Mittwoch an. Möglichst von Mai an solle ein Minderheitsanteil angeboten werden, über eine Zeitraum von drei Jahren dann die übrigen Aktien. "Wir wollen auf jeden Fall nächstes Jahr in den Börsengang gehen und dann etwas gestreckter verkaufen", sagte Lutz.

Ørsted findet mit Covestro ersten Kunden für geplanten Windpark vor Borkum

HAMBURG - Der dänische Energieversorger Ørsted hat einen ersten Kunden für seinen geplanten Windpark Borkum Riffgrund 3 vor der niedersächsischen Küste gefunden. Der Chemiekonzern Covestro <DE0006062144> aus Leverkusen werde über zehn Jahre hinweg 100 Megawatt des produzierten Öko-Stroms zu einem zuvor vereinbarten Preis abnehmen, teilte Ørsted am Mittwoch in Hamburg mit. Das sei ein erster Schritt, um stabile Einnahmen für einen Teil der Stromerzeugung aus Borkum Riffgrund 3 zu sichern, sagte Ørsted-Offshore-Chef Martin Neubert.

Ryanair rechnet mit weniger Wachstum im Sommer wegen Boeing 737 Max

DUBLIN - Der irische Billigflieger Ryanair <IE00BYTBXV33> rechnet wegen des Flugverbots für die Boeing <US0970231058>-Maschinen vom Typ 737 Max im kommenden Sommer mit weniger Passagieren. Weil Ryanair nur 10 statt 20 Maschinen bekomme, dürfte das Passagieraufkommen im kommenden Geschäftsjahr 2020/21 (Ende März 2021) statt 157 Millionen nur 156 Millionen Passagiere betragen, hieß es am Mittwoch vom Unternehmen. Das Unternehmen hatte bereits bekanntgegeben, dass die Basis am Flughafen Nürnberg mit 2 Flugzeugen schließen soll, Hamburg war schon zuvor betroffen. Nun soll auch Stockholm mit 4 Flugzeugen im März schließen.

ROUNDUP: Orange vertröstet bei Gewinnsteigerung auf 2021 - Funkturmabspaltung

PARIS - Der französische Telekomkonzern Orange <FR0000133308> hat sich erst für die Zeit nach 2020 wieder Gewinnsteigerungen vorgenommen und will seine Funktürme in eine eigene Firma abspalten. Wachsen will der ehemalige Staatsmonopolist künftig vor allem mit seinem schon bisher gut laufenden Geschäft in Afrika und dem Nahen Osten, zudem sollen Dienstleistungen für Geschäftskunden und das in den vergangenen Jahren gestärkte Bankgeschäft im Mittelpunkt stehen, wie Vorstandschef Stephane Richard am Mittwoch in Paris sagte. An der Börse kamen vor allem seine Pläne für das operative Ergebnis aber nicht gut an.

Tschechische Thomas-Cook-Tochter findet keinen Investor

PRAG - Die tschechische Thomas-Cook-Tochter CK Neckermann hat keinen Investor gefunden und muss zum Jahresende schließen. Das teilte der Reiseveranstalter am Mittwoch in Prag mit. Die Geschäftsaufgabe soll ohne Insolvenz erfolgen. Rund 1500 Kunden, die Buchungen für das nächste Jahr getätigt haben, werden von einem anderen Reisebüro übernommen.

ROUNDUP 3: Google-Gründer übertragen die Macht bei Alphabet an Sundar Pichai

MOUNTAIN VIEW - Google <US02079K1079>-Chef Sundar Pichai übernimmt nach dem Rückzug der beiden Gründer aus dem Tagesgeschäft nun auch die Führung beim Mutterkonzern Alphabet <US02079K3059>. Die Gründer-Ära bei dem Internet-Riesen ist damit aber noch nicht vorbei: Larry Page und Sergey Brin, die Google vor mehr als 20 Jahren gründeten, behalten im Hintergrund das Sagen durch besondere Aktien mit mehr Stimmrechten. Pichai wird sich derweil unter anderem um Wettbewerbsverfahren und chronisch verlustreiche Alphabet-Töchter kümmern müssen. Zugleich zementiert seine Doppelrolle die Dominanz von Google im Alphabet-Firmengeflecht.

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Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst. /nas