Osram-Übernahme gescheitert - Zukunft ungewiss

MÜNCHEN - Die geplante Übernahme des Beleuchtungsherstellers Osram <DE000LED4000> ist geplatzt. Der österreichische Sensorhersteller AMS <AT0000A18XM4> hat das selbst gesetzte Ziel verfehlt, 62,5 Prozent der Osram-Anteile unter seine Kontrolle zu bringen, wie das Unternehmen aus der Steiermark am Freitagabend mitteilte. AMS-Vorstandschef Alexander Everke brachte lediglich die Eigentümer von etwas mehr als der Hälfte der Osram-Aktien auf seine Seite, die die Offerte von 41 Euro je Aktie annahmen. Der Kurs der Osram-Aktie rutschte im außerbörslichen Handel ab und erholte sich anschließend wieder etwas. Aktuell liegt die Aktie bei 39 Euro und damit gut 3 Prozent schwächer als der Xetra-Schlusskurs.

Bayer-Mediator: Nächster US-Glyphosat-Prozess wird verschoben

DÜSSELDORF - Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer <DE000BAY0017> muss sich nun doch nicht schon in der übernächsten Woche in den nächsten US-Prozess um den Unkrautvernichter Glyphosat stürzen. "Nach Vereinbarung beider Seiten wird der Prozess auf ein Datum Anfang 2020 vertagt werden", sagte der Chef-Verhandler im Mediationsverfahren zwischen Bayer und den Klägeranwälten, Kenneth Feinberg, dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Bisher war geplant, dass sich beide Seiten ab dem 15. Oktober vor einem Gericht in St. Louis/US-Bundesstaat Missouri ein weiteres Gefecht um das glyphosathaltige Mittel Roundup von Monsanto liefern werden.

Aufsicht prüft Abgas-Manipulationsverdacht bei Daimler-Transportern

STUTTGART - Ein weiteres Dieselfahrzeug von Daimler <DE0007100000> steht nach einem Bericht von "Bild am Sonntag" im Verdacht, mit illegaler Abgastechnik zu fahren. Betroffen sind demzufolge 260 000 Transporter des Modells Sprinter in Europa, davon 100 000 in Deutschland. Die Wagen mit der Abgasnorm Euro 5, die bis 2016 hergestellt wurden, sollen nach einem Schreiben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) an Daimler vom 25. September eine "unzulässige Abschaltvorrichtung" verwenden, wie die Zeitung berichtete.

Novartis-Tochter AveXis stellt positive Studiendaten zu Zolgensma vor

BASEL - Die Novartis <CH0012005267>-Tochter AveXis hat beim Jahrestreffen der Welt-Muskel-Gesellschaft (World Muscle Society, WMS) neue Studiendaten zu ihrer Genersatztherapie Zolgensma (AVXS-101) vorgestellt. So konnten Patienten mit spinaler Muskelatrophie (SMA) Typ 2 ihre motorischen Funktionen nach einer einmaligen Verabreichung von Zolgensma in das Nervenwasser im Bereich des Rückenmarks (Intrathekale Verabreichung) verbessern.

'FT': HSBC könnte bis zu 10 000 Stellen zusätzlich streichen

LONDON - Der britischen Großbank HSBC <GB0005405286> steht laut einem Pressebericht womöglich ein weiterer Stellenabbau ins Haus. Im Rahmen eines neuen Sparprogramms des Interimschefs Noel Quinn könnten bis zu 10 000 Stellen wegfallen, berichtet die "Financial Times" am Montag unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen. Dabei könnte vor allem Europa betroffen sein. So stelle sich der Bank die Frage, warum sie in Europa so viele Leute beschäftige, während doch Teile Asiens zweistellige Renditen erzielten, hieß es von einer der Personen. Betroffen sein könnten dem Bericht zufolge hochbezahlte Stellen.

FDP: Condor darf Staatskredit nicht für Billigflüge zweckentfremden

BERLIN - Die FDP hat vor einer Zweckentfremdung des staatlichen Überbrückungskredits von 380 Millionen Euro für den Ferienflieger Condor gewarnt, nachdem das Unternehmen inzwischen Sonderangebote macht. Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Kampfpreise und Marktgewinnungsstrategien mit Steuergeld zu machen, ist ein Unding." Condor soll angesichts der Insolvenz seines Mutterkonzerns Thomas Cook vom Bund und dem Land Hessen einen Überbrückungskredit von fast 400 Millionen Euro bekommen.

EU-Kommission hat Bedenken gegen Boeing-Embraer-Zusammenschluss

BRÜSSEL - Die EU-Wettbewerbshüter haben Bedenken gegen den geplanten Zusammenschluss des US-Flugzeugbauers Boeing <US0970231058> und des brasilianischen Herstellers Embraer. Eine vertiefte Prüfung werde eingeleitet, teilte die EU-Kommission am Freitagabend in Brüssel mit.

Post-Chef rechnet mit hohem Verlust für Streetscooter

FRANKFURT - Deutsche-Post-Vorstandschef Frank Appel erwartet für das Geschäft mit Elektrotransportern 2019 erneut einen deutlichen Verlust. "Ein signifikanter zweistelliger Millionenbetrag wird es auch dieses Jahr werden", sagte Appel zum voraussichtlichen Jahresergebnis der Tochter Streetscooter der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Das eigens entwickelte Lieferfahrzeug mit Elektroantrieb sei dennoch "eine tolle Erfolgsgeschichte für den Konzern". "Wir haben damit vor fünf Jahren angefangen, weil es kein Angebot aus der Industrie gab. Heute haben wir selbst 10 000 Streetscooter auf der Straße." Die Post wolle aber kein Autohersteller werden, bekräftigte Appel. Deshalb spreche der Konzern mit potenziellen Partnern und mit Kaufinteressenten.

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Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst. /mis