ROUNDUP 2/Diesel und andere Sorgen: Daimler dämpft Erwartungen noch weiter

STUTTGART - Die Serie der schlechten Nachrichten für Daimler <DE0007100000> und seinen neuen Vorstandschef Ola Källenius reißt nicht ab. Zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Wochen muss der Autobauer seine Erwartungen für 2019 nach unten korrigieren. Die Verkaufszahlen bleiben mau, die diversen Probleme unter anderem mit dem Diesel, die den Konzern schon lange plagen, werden nun wohl noch viel teurer als gedacht. Daimler legt weitere Milliarden auf die hohe Kante, um sich gegen Risiken zu wappnen. Und das hat Folgen: Im operativen Geschäft wird am Ende des Jahres noch weniger Gewinn übrig bleiben als 2018, wie Daimler am Freitag ankündigte.

ROUNDUP 2: VW und Ford beginnen Allianz bei Elektro- und Roboterautos

NEW YORK - Volkswagen <DE0007664039> und Ford <US3453708600> <US3453708600> wollen künftig auch bei Elektrofahrzeugen und Roboterautos die Kräfte bündeln. Das verkündeten VW <DE0007664039>-Konzernchef Herbert Diess und Ford-Chef Jim Hackett am Freitag in New York. Im Rahmen der erweiterten Allianz wird VW Milliarden in Fords Tochter Argo AI für selbstfahrende Autos stecken. Die Amerikaner wollen im Gegenzug Hunderttausende Fahrzeuge für den europäischen Markt auf der E-Auto-Plattform MEB von VW fertigen.

ROUNDUP 2: Chinesen greifen nach Thomas Cook - Condor-Verkauf auf Eis

LONDON - Der angeschlagene Touristikkonzern Thomas Cook <GB00B1VYCH82> steht vor einer mehrheitlichen Übernahme durch den chinesischen Mischkonzern Fosun. Man befinde sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit der Gruppe und den beteiligten Banken über eine Kapitalspritze von 750 Millionen britischen Pfund (rund 834 Millionen Euro), teilte Thomas Cook am Freitag in London mit.

ROUNDUP: Ufo startet Urabstimmung bei Eurowings - Streiks noch im August?

FRANKFURT - Die Flugbegleiter der Eurowings sollen ab kommenden Dienstag (16. Juli) über einen möglichen Streik bei der Lufthansa <DE0008232125>-Tochter Eurowings abstimmen. Die Spartengewerkschaft Ufo hat ihre Mitglieder aufgerufen, innerhalb von drei Wochen über einen Arbeitskampf zu entscheiden. Das Ende der Urabstimmung ist für den 8. August geplant. Streiks seien damit noch im August möglich. Auch die Flugbegleiter der Teilgesellschaft Germanwings sollen über einen Streik abstimmen. Die Beschäftigten des Mutterkonzerns Lufthansa würden mit "etwas Abstand" folgen, wie Ufo am Freitag mitteilte.

ROUNDUP: Volkswagen profitiert bei Juni-Auslieferungen von starken China-Zahlen

WOLFSBURG - Deutliche Zuwächse im wichtigsten Einzelmarkt China haben dem Autobauer Volkswagen <DE0007664039> im Juni ein Verkaufsplus beschert. Die weltweiten Auslieferungen des Dax<DE0008469008>-Konzerns stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,6 Prozent auf 974 400 Fahrzeuge, wie VW <DE0007664039> am Freitag in Wolfsburg mitteilte. Der Zuwachs von 15 Prozent im chinesischen Markt habe vor allem mit der dort seit 1. Juli 2019 geltenden neuen Abgasnorm C6 zu tun, die zu vorgezogenen Käufen im Juni geführt habe, hieß es weiter.

Frankfurter Flughafen mit neuem Tagesrekord - Wachstum hält an

FRANKFURT - Am Frankfurter Flughafen ist im vergangenen Monat ein neuer Tagesrekord abgefertigter Passagiere erreicht worden. Am 30. Juni, dem ersten Sonntag in den Sommerferien von Hessen und Rheinland-Pfalz, haben 241 228 Menschen den größten deutschen Flughafen genutzt und damit die bisherige Bestmarke von knapp 238 000 vom 29. Juli 2018 übertroffen.

IPO/Kreise: Brauer AB Inbev könnte Börsengang der Asien-Sparte verschieben

HONGKONG/LEUVEN - Der weltgrößte Bierbrauer AB Inbev <BE0003793107> stößt beim geplanten Börsengang seines Asien-Geschäfts Insidern zufolge auf eine maue Nachfrage. Die beteiligten Banken hätten Schwierigkeiten, innerhalb der angestrebten Preisspanne von 40 bis 47 Hongkong Dollar (4,54 bis 5,33 Euro) je Aktie ausreichend Interessenten zu finden, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. AB Inbev denke nun darüber nach, den Börsengang zu verschieben und die Konditionen anzupassen. Die Aktie des Konzerns verlor am Freitagvormittag mehr als 2 Prozent.

'WSJ': T-Mobile US und Sprint wollen sich für Fusion mehr Zeit nehmen

NEW YORK/BELLEVUE/OVERLAND PARK - Die fusionswilligen US-Telekomfirmen T-Mobile US und Sprint wollen sich einem Pressebericht zufolge für den Abschluss des Deals mehr Zeit nehmen. Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom und die vom japanischen Softbank-Konzern kontrollierte Sprint planten, die Fusionsvereinbarung über den 29. Juli hinaus zu verlängern, berichtete das "Wall Street Journal" ("WSJ") am Donnerstag unter Berufung auf einen Insider. Bereits vor über einem Jahr hatten T-Mobile US und Sprint ihre Absicht verkündet, zusammenzugehen. Aktien von T-Mobile verloren bis zu gut 2 Prozent, Sprint mehr als 3 Prozent.

ROUNDUP 2/Sewing: Substanzieller Jobabbau bei Deutscher Bank auch im Inland

FRANKFURT - Der radikale Konzernumbau bei der Deutschen Bank wird auch eine größere Zahl von Mitarbeitern im Inland ihren Job kosten. "Natürlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl an Stellen wegfallen", sagte Vorstandschef Christian Sewing dem "Handelsblatt" (Freitag). Wie viele es sein werden, sagte er nicht. Als "respektlos" bezeichnete Sewing das Verhalten von Mitarbeitern in der Londoner Niederlassung Anfang der Woche. Sie hatten einen Maßschneider bestellt, während Kollegen über ihre Kündigung informiert wurden.

Axel Springer empfiehlt Annahme von KKR-Übernahmeangebot

BERLIN - Vorstand und Aufsichtsrat des Medienkonzerns Axel Springer ("Bild", "Die Welt") haben sich für das Übernahmeangebot des US-Finanzinvestors KKR für mindestens 20 Prozent der Aktien im Streubesitz ausgesprochen. Mit 63 Euro pro Aktie sei das Angebot fair und biete eine attraktive Prämie für die Aktionäre, erklärte Axel Springer am Donnerstag in Berlin. Damit liege der Preis pro Aktie knapp 40 Prozent über dem unbeeinflussten Börsenschlusskurs von 45,10 Euro vom 29. Mai.

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Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst. /mis