ROUNDUP: Ado Properties will Adler Real Estate schlucken - und vielleicht Consus

BERLIN - Auf dem umkämpften deutschen Immobilienmarkt bahnt sich ein großer Deal an: Der Wohnimmobilienkonzern Ado Properties <LU1250154413> will seinen Großaktionär Adler Real Estate <DE0005008007> übernehmen. Dieser war erst vor kurzem durch den Kauf der israelischen Ado-Mutter Ado Group in den Besitz eines Drittels des in Berlin beheimateten Unternehmens gelangt. Nun bietet Ado Properties 0,4164 eigene Aktien für ein Adler-Papier. Der am Sonntag veröffentlichten Pflichtmitteilung zufolge entspricht dies einem impliziten Angebotspreis von 14,55 Euro und damit einer Prämie auf der Basis des Schlusskurses vom Freitag von gut 17 Prozent.

Scout24 bestätigt fortgeschrittene Gespräche zum Verkauf seines Auto-Portals

MÜNCHEN - Der Internetportal-Betreiber Scout24 <DE000A12DM80> nähert sich dem milliardenschweren Verkauf seiner Auto-Verkaufsplattform AutoScout24. Das Unternehmen befinde sich in fortgeschrittenen Verhandlungen mit mehreren Bietern einschließlich des Finanzinvestors Hellman & Friedman, teilte Scout24 am Montag mit. Das Unternehmen bestätigte damit einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Der von Hellman & Friedman gebotene Preis liege aber "erheblich" über den in der Berichterstattung genannten 2,5 Milliarden Euro, führte Scout24 aus.

Südzucker-Tochter Cropenergies hebt Prognose erneut an - Aktien legen zu

MANNHEIM - Die Nachfrage nach klimaschonenden Kraftstoffen beflügelt die Gewinnpläne der Südzucker-Tochter <DE0007297004> Cropenergies <DE000A0LAUP1>. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende Februar 2020 hob der Vorstand daher seine Prognosen für den Umsatz und den operativen Gewinn an, wie das Unternehmen am Montag in Mannheim mitteilte. Die Erlöse für erneuerbares Ethanol lägen weiterhin deutlich höher als im Vorjahr. Die Cropenergies-Aktie sprang nach den Nachrichten um 5,49 Prozent nach oben. Auch der Kurs der Südzucker-Aktie machte einen Sprung nach oben und lag zuletzt mit 0,67 Prozent im Plus.

ROUNDUP: Dupont fusioniert Ernährungssparte mit Symrise-Konkurrenten IFF

NEW YORK - Großer Wurf für den Symrise-Konkurrenten IFF: Der US-Konzern formt gemeinsam mit der Sparte für Nahrungszusatzstoffe des US-Chemiekonzerns Dupont einen der weltweit größten Anbieter von Duftstoffen und Aromen. Das zusammengeschlossene Unternehmen werde insgesamt mit 45,4 Milliarden Dollar (rund 40,8 Milliarden Euro) bewertet, wie Dupont am Sonntag in New York mitteilte. Damit setzt sich IFF gegen den Konkurrenten Kerry Group durch, der dem Vernehmen nach ebenfalls mit Dupont verhandelt hatte. Durch den Zusammenschluss entstehe ein Anbieter von Zusatzstoffen, der in allen wichtigen Märkten die Nummer eins oder zwei sein wird, erklärte Analyst Gunther Zechmann von Bernstein Research. Er hält den Deal für strategisch sinnvoll.

'WSJ': Boeing entscheidet über weitere Produktion von Krisenjet

WASHINGTON - Der US-Flugzeugbauer Boeing <US0970231058> könnte nach einem Medienbericht bereits an diesem Montag eine Entscheidung über die weitere Produktion des Krisenjets 737 Max treffen. Die Unternehmensführung halte eine Produktionspause zusehends für die gangbarste Option, berichtete das "Wall Street Journal" am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf Insider. Die Alternative wäre, die Produktion weiter zu drosseln.

Lufthansa prüft neue Konzernstruktur - Kernmarke eigenständig

FRANKFURT - Der Lufthansa <DE0008232125>-Konzern will sich mit einer neuen Beteiligungsstruktur stärker für ausländische Aktionäre öffnen. Dafür wird aktuell geprüft, das Passagiergeschäft der Marke Lufthansa rechtlich in einer GmbH zu verselbstständigen. Neuer Eigentümer würde dann eine Stiftung unter einer Holding, an der sich dann auch mehrheitlich ausländische Investoren beteiligen könnten. Der Börsenwert könnte steigen. Entsprechende Überlegungen bestätigte das Unternehmen am Freitag in Frankfurt. Die Mitarbeiter hatte Konzernchef Carsten Spohr bereits in einer weltweit übertragenen Botschaft informiert. Zuvor hatte "Der Spiegel" über das Stiftungsmodell berichtet.

ROUNDUP: Isra Vision rechnet Anfang 2020 wieder mit Auftragsbelebung

DARMSTADT - Nach zuletzt schwachen Geschäften hat der Spezialmaschinenbauer Isra Vision <DE0005488100> Hoffnung auf eine Trendwende. Im Laufe des zweiten Quartals des seit Anfang Oktober laufenden Geschäftsjahres 2019/2020 werde eine Erholung der Auftragseingangsdynamik erwartet, teilte das im SDax <DE0009653386> notierte Unternehmen am Montag in Darmstadt mit. Ende November hatte das Unternehmen erklärt, dass die schwierige Lage in vielen Abnehmerbranchen und Regionen zu Verzögerungen bei den Aufträgen geführt habe. Aus diesem Grund hatte das Unternehmen die Umsatzprognose gesenkt. Der Aktienkurs fiel zum Wochenstart deutlich.

Online-Broker Flatex baut Europa-Geschäft mit DeGiro-Übernahme kräftig aus

FRANKFURT - Der Online-Broker Flatex <DE000FTG1111> will den niederländischen Konkurrenten DeGiro für 250 Millionen Euro kaufen. Von dem Kaufpreis sollen 190 Millionen Euro mit eigenen Aktien bezahlt werden, teilte Flatex am Montag in Frankfurt. Dazu soll das Kapital um 7,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 25,33 Euro erhöht werden und an die jetzigen DeGiro-Gesellschafter gehen. Die restlichen 60 Millionen Euro bezahlt Flatex bar. Mit der Kapitalerhöhung steigt die Zahl der Flatex-Anteile um rund 38 Prozent auf etwas mehr als 27 Millionen.

Knorr-Bremse sichert sich Großauftrag für Bremszylinder

MÜNCHEN - Der Bremsenspezialist Knorr-Bremse <DE000KBX1006> hat sich einen Auftrag für Bremszylinder im niedrigen dreistelligen Millionenbereich gesichert. In den kommenden acht Jahren werde ein großer europäischer Kunde im Truck- und Busmarkt mit über drei Millionen Bremszylindern beliefert, teilte das MDax <DE0008467416>-Unternehmen am Montag in München mit. Der Auftrag umfasse neben Federspeicherbremszylindern auch Optimierte Bremszylinder und laufe bis Ende 2027, hieß es weiter. Die Aktie lag am Montagmittag rund 0,8 Prozent im Plus.

T-Mobile-Chef warnt US-Richter vor Scheitern von Sprint-Fusion

NEW YORK - T-Mobile-Chef John Legere <US8725901040> hat beim wichtigen US-Prozess um die kartellrechtlich umstrittene Fusion der Telekom-Tochter <DE0005557508> mit dem kleineren Rivalen Sprint <US8520611000> vor einem Scheitern des Mega-Deals gewarnt. Sollte die Hochzeit untersagt werden, dürfte dies zu Nachteilen für Kunden führen, sagte Legere am Freitag (Ortszeit) bei der Gerichtsverhandlung in New York.

^ Weitere Meldungen

-Amazon-Mitarbeiter in Bad Hersfeld streiken erneut -AT&T steigert Dividende etwas -Fahrdienstvermittler Uber wehrt sich gegen Lizenzentzug in London -BVB mit Zuversicht ins Duell mit Paris und Leipzig -Volkswagen und Staatsfonds von Katar planen autonome E-Bus-Flotte -Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen fast auf Vorjahresniveau -Presse: Credit Suisse verkauft Firmensitz in Genf an Schroders -Deutsche Bahn steckt Milliarden in neue Züge -ROUNDUP: BVB gegen Tuchel - Bayern mit Chance auf Revanche gegen Chelsea -EU-Kommissarin warnt vor riesigem Stromverbrauch des Internets -Entscheidung über Nord-Stream-Bau im Winter noch im Dezember -Novartis sieht Entwicklung von Fevipiprant nach Phase-III-Daten nicht gestützt -Anlegerprozess zur VW-Dieselaffäre: Parteien streiten über Bilanzen -Mobile Bestellungen bei Fotodienstleistern im Trend -ROUNDUP: Attackierter Innogy-Manager sieht Motiv im 'beruflichen Umfeld' -Flughafen Frankfurt: Staus an Passagierkontrollen zu Ferienbeginn erwartet -Modehändler H&M wächst zum Jahresende kräftig -Kartell-Ermittlungen: Vestager wirft Autobauern 'Foul-Spiel' vor -Studie: Deutschen Banken drohen mittelfristig rote Zahlen; Einschnitte nötig -Altmaier bietet Hilfe des Bunds für Tesla-Fabrik in Brandenburg an -Carsharing: Die größten Städte holen auf -Tretroller-Verleih Lime in Deutschland profitabel -Verdi: Tarifverhandlungen bei Karstadt und Kaufhof auf der Kippe -Kurz vor Weihnachten - Verdi will Streiks bei Amazon fortsetzen°

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst. /mis