ROUNDUP 2: SAP bekommt Handelskrieg zu spüren - Aktie verliert kräftig

WALLDORF - Europas größter Softwarehersteller SAP <DE0007164600> hat im zweiten Quartal die Handelsstreitigkeiten auf der Welt zu spüren bekommen und im laufenden Geschäft deutlich schwächer abgeschnitten als erwartet. Zwar wächst das Geschäft mit der Software zur Miete weiter kräftig und wurde sogar wie von Investoren ersehnt deutlich rentabler, doch aktuell drückt bei den Walldorfern woanders der Schuh. Abfindungen und höhere Kosten für aktienbasierte Vergütungen schmälerten den Gewinn, in Asien schwächelte der Lizenzverkauf.

IBM-Umsatz fällt erneut deutlich - Gewinn aber über Erwartungen

ARMONK - Das Computer-Urgestein IBM <US4592001014> hat im zweiten Quartal wegen der anhalten Schwäche im IT-Kerngeschäft erneut starke Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Verglichen mit dem Vorjahreswert sanken die Erlöse um 4,2 Prozent auf 19,2 Milliarden Dollar (17,1 Mrd Euro), wie der Konzern am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Dennoch konnte IBM den Gewinn unter anderem dank geringerer Kosten um vier Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar und damit stärker als von Finanzexperten erwartet steigern.

ROUNDUP 2: Schwache Abozahlen: Gerät Streaming-König Netflix ins Straucheln?

LOS GATOS - Für die Gruselserie "Stranger Things" erhält Netflix <US64110L1061>derzeit viel Zuspruch, das kann vom jüngsten Quartalsbericht des Online-Videodienstes nicht behauptet werden. Zumindest aus Sicht der Anleger ist das Zahlenwerk auch zum Fürchten, aber in diesem Fall ist das alles andere als positiv. Die schwache Entwicklung ist zwar auch höheren Preisen geschuldet, kommt aber höchst ungelegen. Denn ausgerechnet jetzt blasen das Hollywood-Imperium und die Tech-Hochburg Silicon Valley zur Jagd auf den Streaming-Marktführer.

US-Bank Morgan Stanley leidet weiter unter Handelsflaute

NEW YORK - Einbußen im Finanzmarkthandel und im Investmentbanking haben den Gewinn von Morgan Stanley <US6174464486> im zweiten Quartal weiter sinken lassen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel der Überschuss um zehn Prozent auf 2,2 Milliarden US-Dollar (2,0 Mrd Euro), wie der Goldman-Sachs-Rivale am Donnerstag in New York mitteilte.

ROUNDUP: Aktie von Heidelberger Druck taumelt nach Senkung der Gewinnprognose

HEIDELBERG - Auch der Maschinenbau bekommt die konjunkturelle Eintrübung zu spüren: Der Druckmaschinenbauer Heidelberger Druck <DE0007314007> klagt über eine zunehmende Investitionszurückhaltung seiner Kunden. Im ersten Quartal (per 30. Juni) verdoppelte sich der Nettoverlust, deshalb senkte der Konzern nun seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2019/20. Lediglich eine schwarze Null soll noch erreicht werden. Die Aktie brach am Vormittag um bis zu 17 Prozent ein. Mit einem Kurs von gut 1,12 Euro fehlt nicht mehr viel bis zum "Pennystock".

Naturex-Übernahme treibt Givaudan-Wachstum an und drückt auf die Marge

VERNIER - Der weltgrößte Aromen- und Dufthersteller Givaudan <CH0010645932> hat im ersten Halbjahr unter anderem wegen der Folgen einer Übernahme weniger verdient als von Analysten erwartet. Besser als von Experten prognostiziert fiel dagegen das Umsatzwachstum aus. Der Umsatz sei in den ersten sechs Monaten um knapp 16 Prozent auf rund 3,1 Milliarden Franken (2,8 Mrd Euro) gestiegen, teilte der Symrise-Konkurrent <DE000SYM9999> am Donnerstag in Vernier mit. Bereinigt um Währungs- und Übernahmeeffekte habe das Wachstum bei etwas mehr als sechs Prozent gelegen.

ROUNDUP: Easyjet verspürt Auftrieb - Billigflieger kann Tickets teurer verkaufen

LUTON - Nach schwierigen Monaten kommt der Billigflieger Easyjet <GB00B7KR2P84> langsam wieder in Schwung. Dank einem starken Ostergeschäft, dem Tritt auf die Kostenbremse und einem Anstieg bei den späten Sommerbuchungen konnten die Briten im dritten Quartal dem Preiswettbewerb in der Branche trotzen - und für ihre Tickets zuletzt sogar mehr verlangen, wie die Airline in Luton mitteilte.

Hohe Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen hält UnitedHealth auf Trab

NEW YORK - Die Geschäfte des US-Gesundheitsdienstleisters und Krankenversicherers UnitedHealth <US91324P1021> laufen weiter rund. Ein Treiber ist dabei die immer weiter steigende Nachfrage von Senioren nach Angeboten rund um Gesundheitsdienstleistungen. Im zweiten Quartal zog der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 60,6 Milliarden Dollar (54 Mrd Euro) an, wie das Unternehmen am Donnerstag in New York mitteilte. Der Gewinn stieg um 13 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Damit übertraf UnitedHealth die Erwartungen der von Bloomberg befragten Experten.

Bayer hofft auf neues Einsatzfeld für Krebsmedikament Stivarga

BERLIN - Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer <DE000BAY0017> lotet gemeinsam mit Partnern das Potenzial einer neuen Darmkrebs-Kombinationstherapie aus. Bayer, der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb und die japanische Ono Pharmaceutical untersuchten gemeinsam eine Kombination des Krebsmittels Stivarga (Regorafenib) von Bayer und des immuno-onkologischen Therapeutikums Opdivo (Nivolumab) von Bristol-Myers Squibb/Ono bei Patienten mit einem bestimmten Darmkrebs, wie Bayer am Donnerstag in Berlin mitteilte. In einer Frühphasenstudie in Japan habe die Kombination von Regorafenib und Nivolumab bereits vielversprechende vorläufige Ergebnisse bei der Wirksamkeit gezeigt.

ROUNDUP: Gericht zweifelt Ufo-Vorstandswahl an - Folgen für Streiks unklar

DARMSTADT/MÖRFELDEN-WALLDORF - Mitten in den Vorbereitungen für Streiks im Lufthansa <DE0008232125>-Konzern wachsen die Zweifel am Vorstand der Flugbegleitergewerkschaft Ufo. Das Amtsgericht Darmstadt hat die Wahl der aktuell amtierenden Gewerkschaftsspitze wie auch des Vorgängergremiums wegen möglicher Formfehler für "schwebend ungültig" erklärt, wie die Justiz am Donnerstag bestätigte. In der Sache sei aber noch keine endgültige Entscheidung gefallen, erläuterte eine Gerichtssprecherin. Der Ufo werde nun Gelegenheit gegeben, sich zu den Sachverhalten zu äußern. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

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Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst. /mis