Boomender Börsenhandel beflügelt Goldman Sachs zum Jahresende

NEW YORK - Dank des florierenden Wertpapierhandels in der Corona-Krise und sprudelnder Einnahmen im Investmentbanking hat der US-Finanzkonzern Goldman Sachs den Gewinn im Schlussquartal kräftig gesteigert. Unterm Strich verdiente das Unternehmen in den drei Monaten bis Ende Dezember laut Mitteilung vom Dienstag 4,5 Milliarden Dollar (3,7 Mrd Euro) und damit 135 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zahlen übertrafen die Markterwartungen klar, die Aktie reagierte vorbörslich zunächst mit deutlichen Kursaufschlägen.

Bank of America verdient deutlich weniger

CHARLOTTE - Niedrige Zinsen und höhere Kosten aufgrund der Corona-Krise haben die Bank of America zum Jahresende belastet. Im Schlussquartal fiel das Nettoergebnis verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um gut ein Fünftel auf 5,5 Milliarden Dollar (4,5 Mrd Euro), wie das Geldhaus am Dienstag in Charlotte mitteilte. Die Erträge sanken um zehn Prozent auf 20,1 Milliarden Dollar. Bankchef Brian Moynihan zeigte sich dennoch zufrieden - das Unternehmen erhole sich weiter von den "dramatischen Folgen" der Pandemie.

ROUNDUP 2/Telefonica Deutschland: Funkmast-Erlöse investieren - mehr Dividende

MÜNCHEN - Der Telekommunikationskonzern Telefonica Deutschland (O2) will die Erlöse aus seinem Funkmasten-Deal mit der spanischen Telxius in die Infrastruktur und ins Geschäft investieren. Dafür wolle der Vorstand einen "erheblichen Teil" der erzielten Summe von 1,5 Milliarden Euro aufwenden, teilte Telefonica am Dienstag anlässlich eines Strategie-Updates in München mit. Zudem solle die Dividende für das abgelaufene Jahr um einen Cent auf 18 Cent pro Aktie steigen. Dies sei auch die Dividendenuntergrenze für die Jahre 2021 bis 2023. Der Vorstand wolle auf der Hauptversammlung im Mai einen entsprechenden Vorschlag machen.

IPO: SAP-Tochter Qualtrics erwartet Platzierungspreis zwischen 22 und 26 Dollar

WALLDORF/PROVO - Der Börsengang der SAP-Tochter Qualtrics nimmt konkrete Züge an. Das US-Unternehmen geht von einem Platzierungspreis zwischen 22 und 26 US-Dollar aus, wie am Dienstag aus bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlegen hervorging. Insgesamt sollen demnach etwas mehr als 49,2 Millionen Aktien angeboten werden, so dass sich Einnahmen von bis zu 1,28 Milliarden US-Dollar (1,06 Mrd Euro) ergeben. SAP wird weiterhin die überwiegende Mehrheit an dem Anbieter von Marktforschungssoftware halten.

ROUNDUP: Carl Zeiss steigert operativen Gewinn - Aktie auf Rekordhoch

JENA - Nach einem schwierigen Corona-Jahr 2020 kommt die Erholung beim Medizintechnikhersteller Carl Zeiss Meditec schneller in Gang als gedacht. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres hinkte der Umsatz beim MDax -Konzern zwar noch leicht dem Vorjahr hinterher, das operative Ergebnis aber erhöhte sich deutlich. An der Börse reagierten die Anleger am Dienstag erfreut, das Papier schoss auf ein Rekordhoch.

ROUNDUP: EU-Flugaufsicht will Boeing 737 Max nächste Woche wieder zulassen

KÖLN - Boeings Krisenjet 737 Max soll nach fast zwei Jahren Flugverbot auch in Europa demnächst wieder starten dürfen. Er erwarte die Wiederzulassung in der nächsten Woche, sagte der Chef der europäischen Luftfahrtbehörde EASA, Patrick Ky, am Dienstag in einer Online-Veranstaltung mit dem deutschen Luftfahrt-Presse-Club. Nach Ansicht der Behörde erfüllten die Verbesserungen an dem Flugzeugtyp die Anforderungen an die Flugsicherheit.

ROUNDUP: IT-Dienstleister S&T legt Ausblick 2021 vor - Aktie steigt deutlich

LINZ - Der österreichische IT-Dienstleister S&T will im neuen Jahr weiter wachsen. Der Umsatz soll um mehr als 15 Prozent auf mindestens 1,4 Milliarden Euro steigen, wie das im SDax notierte Unternehmen am Dienstag in Linz mitteilte. Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sollen 2021 mindestens 140 Millionen Euro erreicht werden. Die Mittelfrist-Planung bis 2023 bestätigte S&T.

ACEA: Neuzulassungen auf EU-Automarkt im Corona-Jahr mit Rekord-Einbruch

BRÜSSEL - Das Corona-Jahr war für den europäischen Automarkt das schlimmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Neuzulassungen für Passagierautos im Jahr 2020 um fast 24 Prozent auf 9,42 Millionen Fahrzeuge, wie der europäische Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte. Die zwei Corona-Wellen mit Lockdown-Phasen im abgelaufenen Jahr haben starke Bremsspuren in der Statistik hinterlassen. Zudem sorgte die große Verunsicherung der Kunden durch die schweren wirtschaftlichen Folgen für eine klare Kaufzurückhaltung. In Deutschland brach der Markt im Jahresvergleich um knapp ein Fünftel ein.

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ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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