Ryanair will im Dezember Börsennotierung in London einstellen

LONDON/DUBLIN - Der irische Billigflieger Ryanair zieht sich von der Londoner Börse zurück. Ein entsprechender Antrag sei bei der britischen Finanzaufsicht FCA gestellt worden, teilte das Unternehmen am Freitag in London mit. Der letzte Handelstag soll demnach der 17. Dezember sein. Die Notierung an der Euronext Dublin bleibe bestehen. Ryanair hatte bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen Anfang November bereits über entsprechende Überlegungen informiert. Im Zuge des Brexits sei das gehandelte Aktienvolumen deutlich zurückgegangen, hieß es da unter anderem zur Begründung.

Unilever verkauft Tee-Sparte an Finanzinvestor CVC

LONDON - Der Konsumgüter-Konzern Unilever verkauft seine Tee-Sparte Ekaterra für eine Milliardensumme an einen Fonds des Finanzinvestors CVC Partners. Der Kaufpreis belaufe sich ohne Schulden und Bankguthaben auf 4,5 Milliarden Euro, teilte das niederländisch-britische Unternehmen am Donnerstag kurz vor Börsenschluss in London mit. Die Sparte umfasst den Angaben zufolge 34 Marken, darunter Lipton, Pukka und Tazo. Im Jahr 2020 erzielte Ekaterra einen Umsatz von etwa 2 Milliarden Euro.

Rohrkonzern Vallourec will deutsche Tochter verkaufen

DÜSSELDORF/MÜLHEIM - Der französische Stahlrohrkonzern Vallourec will seine deutsche Tochtergesellschaft mit zwei Werken in Düsseldorf und Mülheim an der Ruhr verkaufen. Betroffen seien insgesamt rund 2400 Beschäftigte, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mit. In den beiden Werken werden vor allem nahtlose Stahlrohre für den Öl- und Gasmarkt sowie Rohre für den Maschinen- und Stahlbau hergestellt.

BASF verkauft Kaolinmineralien-Geschäft

LUDWIGSHAFEN - Der Chemiekonzern BASF verkauft sein Geschäft mit Kaolinmineralien an das US-Unternehmen KaMin. Der Deal beinhalte das Produktionszentrum mit Standorten in Daveyville, Toddville, Edgar und Gordon sowie die zugehörigen Minen, Vorkommen und Mühlen in Toomsboro und Sandersville im US-Bundesstaat Georgia, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Ludwigshafen mitteilte. Die am gleichen Standort ansässige Raffineriekatalysator-Produktion bleibe bei BASF. Wenn die Kartellbehörden zustimmen, soll der Verkauf in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 vollzogen werden. Über den Kaufpreis machte BASF keine Angaben.

Curevac steigert Umsatz kräftig - Verlust legt ebenfalls deutlich zu

TÜBINGEN - Das Biotechunternehmen Curevac hat im dritten Quartal bei kräftig gestiegenen Umsätzen den Verlust deutlich ausgeweitet. Der Erlös sei zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 463 Prozent auf 29,3 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am späten Donnerstagabend in Tübingen mit. Das Umsatzplus der ersten neun Monate liegt immerhin noch bei 44 Prozent. Der Anstieg sei jeweils hauptsächlich auf höhere Umsätze aus den Kooperationen mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline zurückzuführen, hieß es zur Begründung.

Google schließt Verträge mit Verlagen nach Leistungsschutzrecht

BERLIN - Google hat auf Basis des neuen Leistungsschutzrechts in Deutschland erste Verträge mit deutschen Verlagen abgeschlossen. Zu den Vertragspartnern gehören nach Angaben des Internet-Konzerns unter anderem das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", die Wochenzeitung "Die Zeit" und das Portal Golem. Diese Medienhäuser bestätigten die Angaben von Google.

Weitere Meldungen

-Elf Prozent aller Haushalte wechselten 2020 den Stromlieferanten

-Baywa-Chef Lutz will schnellere Genehmigungsfahren für Windräder

-ROUNDUP: Trotz Lieferengpässen: Der Black Friday lockt die Schnäppchenjäger

-US-Behörde warnt wegen Konflikt in Äthiopien vor Flugzeugbeschuss

-IG Metall ruft zu Protest an Bosch-Standorten auf

-Gastgewerbe bleibt auch im September unter Vorkrisenniveau°

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/mis