ROUNDUP: Boeing verliert nach 737-Max-Abstürzen Milliardenauftrag

JAKARTA - Wegen der Abstürze von zwei Passagierflugzeugen mit mehr als 340 Toten hat der US-Konzern Boeing einen Auftrag in Milliardenhöhe verloren. Indonesiens staatliche Fluggesellschaft Garuda machte eine Bestellung über 49 Maschinen des Typs Boeing 737 Max rückgängig. Die Fluglinie begründete dies am Freitag ausdrücklich damit, dass ihre Passagiere nur noch wenig Vertrauen in dieses Flugzeug hätten. Der Wert der jetzt stornierten Bestellung liegt nach Listenpreis bei mehr als vier Milliarden Euro.

ROUNDUP: Nike mit Milliardengewinn und Umsatzsprung - Aktie fällt trotzdem

BEAVERTON - Der US-Sportartikelriese Nike hat angetrieben von starken Online-Verkäufen ein weiteres Quartal mit glänzenden Ergebnissen abgeliefert. In den drei Monaten bis Ende Februar kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um starke sieben Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar (8,4 Mrd Euro), wie der Adidas-Rivale am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Das war mehr als am Markt erwartet, dennoch Anleger negativ auf die Zahlen.

ROUNDUP: Hohe Abfindung für Ex-Deutsche-Bank-Chef Cryan

FRANKFURT - Der nicht einmal drei Jahre an der Spitze der Deutsche Bank stehende Brite John Cryan hat für seinen unfreiwilligen Abschied viel Geld bekommen. Die Abfindung beläuft sich auf knapp 8,7 Millionen Euro, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht der Deutschen Bank, die derzeit mit der Commerzbank über eine Fusion verhandelt, hervorgeht. Sein Nachfolger Christian Sewing bekam für seine Arbeit im vergangenen Jahr insgesamt 7 (2017: 2,9) Millionen Euro. Knapp 3,3 Millionen Euro waren Fixgehalt - der Rest geht auf variable Vergütungen, die zum Teil auch erst später ausgezahlte werden, zurück.

Deutsche Bank bestätigt Renditeziel für 2019 - Verbesserte Marktbedingungen

FRANKFURT - Die Deutsche Bank sieht in den für sie sehr wichtigen Kapitalmärkten wieder etwas bessere Bedingungen als zuletzt. "Im Wertpapierhandel (Sales & Trading) haben sich die Marktbedingungen im ersten Quartal im Vergleich zu dem turbulenten Umfeld im vierten Quartal verbessert", schrieb der seit knapp einem Jahr amtierende Vorstandschef Christian Sewing in dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht.

ROUNDUP: Stahlhersteller Salzgitter erhöht Dividende

SALZGITTER - Dank des besten Geschäftsjahres der vergangenen zehn Jahre will der Stahlhersteller Salzgitter seine Dividende deutlich erhöhen. Auf der Hauptversammlung im Mai soll eine um 20 Prozent auf 0,55 Euro gesteigerte Ausschüttung pro Aktie vorgeschlagen werden, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Seit Ende Februar war bereits bekannt, dass der Stahlproduzent angesichts guter Geschäfte mit Flachstahl sowie mit Grobblech und Profilstahl ein vorläufiges Vorsteuerergebnis von 347,3 Millionen Euro erreichte.

Uniper verkauft Anteil an italienischem Flüssiggas-Terminal

DÜSSELDORF - Der Energiekonzern Uniper verkauft seinen Anteil am italienischen Flüssiggas-Terminal OLT Offshore LNG Toscana. Der Kaufpreis für die rund 48-prozentige Beteiligung liege in Summe bei rund 400 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Käufer ist der Gasinfrastruktur-Investor First State Investments. Angepasst um bereits erfolgte Ausschüttungen an Uniper geht das Unternehmen von einem Mittelzufluss von etwa 340 Millionen Euro nach Vollzug der Transaktion im Laufe des Jahres aus.

ROUNDUP: Hapag-Lloyd erwartet steigende Gewinne - Marktumfeld deutlich besser

HAMBURG - Trotz einiger Unsicherheiten geht die Container-Reederei Hapag-Lloyd mit Zuversicht in das Jahr und erwartet steigende Gewinne. "Die Marktbedingungen haben sich über die vergangenen Jahre hinweg graduell verbessert", sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen am Freitag in Hamburg. Nach den Vorhersagen der meisten Experten werde sich der Containertransport auf den Weltmeeren in diesem Jahr um vier bis fünf Prozent erhöhen. Die Aktien legten am frühen Nachmittag in einem insgesamt schwachen Marktumfeld um 1,65 Prozent auf 25,90 Euro zu.

Kreise: Bahn-Aufsichtsrat will Verkauf der Tochter Arriva vorbereiten

BERLIN - Die Pläne der Deutschen Bahn für einen Verkauf ihrer Auslandstochter Arriva werden konkreter. Ziel ist mehr Geld für Investitionen in die Eisenbahn in Deutschland. Der Aufsichtsrat wolle im September endgültig über einen Verkauf entscheiden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Kreisen des Gremiums. Zuvor will das Kontrollorgan den Vorstand an diesem Mittwoch beauftragen, einen Investor zu finden. Darüber berichteten "Der Spiegel" und HR Info.

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ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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