ROUNDUP 2: Daimler-Chef Zetsche übergibt 2019 an Entwicklungschef Källenius

STUTTGART - Daimler-Chef Dieter Zetsche gibt seinen Posten an der Spitze des Autobauers 2019 nach mehr als 13 Jahren ab. Neuer Vorstandsvorsitzender soll dann Entwicklungschef Ola Källenius werden, wie der Aufsichtsrat des Dax-Konzerns am Mittwoch entschied. Der 49-jährige Schwede galt schon länger als potenzieller Nachfolger. Zetsche wiederum soll nach einer zweijährigen "Abkühlphase" 2021 in den Aufsichtsrat wechseln und dort als Nachfolger von Manfred Bischoff den Vorsitz übernehmen.

ROUNDUP 2/Scholz zieht rote Linie: Konzerne sollen Diesel-Umrüstungen zahlen

BERLIN - Vor der Entscheidung über teure Nachrüstungen für Dieselautos hat Finanzminister Olaf Scholz (SPD) klargemacht, dass die Hersteller nicht auf Staatshilfe hoffen können. "Ich glaube nicht, dass das ein Thema ist für öffentliches Geld", sagte der Vizekanzler der Deutschen Presse-Agentur. Mit Blick auf die ebenfalls diskutierten Umtauschprämien für neuere und weniger umweltbelastende Autos ergänzte Scholz: "Die meisten von uns können sich ja gar keinen Neuwagen leisten, sondern die kaufen ein gebrauchtes Fahrzeug."

Streit von BMW mit Händlern eskaliert - Verkaufsstopp absehbar?

MÜNCHEN - Die deutschen BMW-Händler drohen dem Konzern mit einem Verkaufsstopp ab Montag (1. Oktober). Ihr Verband teilte am Mittwoch mit, nach dem Auslaufen der bestehenden Verträge an diesem Wochenende könnten die privaten BMW-Autohäuser keine Neufahrzeuge und Ersatzteile mehr bestellen. Die vom Unternehmen vorgelegten neuen Verträge "werden wir so nicht unterschreiben", sagte der Verbandspräsident und Memminger BMW-Händler Peter Reisacher. BMW lehne weitere Verhandlungen über den Entwurf ab. Von dem Münchner Autobauer war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

BMW beruft neuen Einkaufsvorstand

MÜNCHEN - Der BMW-Aufsichtsrat hat den Leiter des Werks in Dingolfing, Andreas Wendt, zum neuen Einkaufsvorstand berufen. Das teilte der Autobauer am Mittwoch in München mit. Der bisherige Einkaufschef Markus Duesmann hatte im Juli seinen Wechsel in den Volkswagen-Konzern angekündigt und war seither von BMW beurlaubt.

ROUNDUP: Großbank Santander holt Fusionsexperten an die Spitze

MADRID - Die spanische Großbank Santander tauscht überraschend ihren Chef aus. Andrea Orcel von der schweizerischen Großbank UBS soll Anfang 2019 den bisherigen Santander-Chef Jose Antonio Alvarez ablösen. Die Personalie könnte die Diskussion über mögliche Bankfusionen in Europa weiter befördern. Der Italiener Orcel gilt als ein Anhänger von Zusammenschlüssen im Bankensektor. In der Führung der UBS zeichnete er seit 2014 für die Investmentbank verantwortlich.

Nike meldet kräftige Gewinn- und Umsatzzuwächse

BEAVERTON - Beim US-Sportartikelriesen Nike liefen die Geschäfte im Sommer rund. In den drei Monaten bis Ende August legten die Erlöse im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 9,95 Milliarden Dollar (8,46 Mrd Euro) zu, wie der Adidas -Rivale am Dienstag nach US-Börsenschluss am Konzernsitz in Beaverton (Oregon) mitteilte. Der Nettogewinn stieg um 15 Prozent auf 1,09 Milliarden Dollar.

Scout24 holt neuen Chef von Hellofresh

MÜNCHEN - Der Internetportalbetreiber Scout24 hat einen neuen Chef gefunden. Tobias Hartmann werde zum 1. Januar 2019 oder früher seinen Posten antreten, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Er ist derzeit Vorstandsmitglied und President North America der Hellofresh SE. Der amtierende Scout24-Chef Gregory Ellis hatte Ende August mitgeteilt, das Amt aus persönlichen Gründen niederlegen zu wollen.

ROUNDUP: Qualcomm heizt Streit mit Apple mit neuen Vorwürfen an

SAN DIEGO - Der Chip-Spezialist Qualcomm erhebt in seinem Dauerstreit mit Apple neue brisante Vorwürfe gegen den iPhone-Konzern. In einer aktualisierten Klage in Kalifornien heißt es, Apple habe vertrauliche Informationen von Qualcomm wie etwa Software-Code an den Konkurrenten Intel weitergegeben. Kommunikations-Chips von Intel haben in neueren iPhones inmitten des Streits entsprechende Technik von Qualcomm ersetzt. Apple kommentierte die Vorwürfe zunächst nicht.

Presse: Japanischer Autobauer Suzuki räumt weitere Probleme mit Abgastests ein

TOKIO/HAMAMATSU - Die Probleme des japanischen Autobauers Suzuki rund um manipulierte Abgasdaten weiten sich einem Pressebericht zufolge aus. Das Unternehmen habe dem japanischen Verkehrsministerium zusätzliche Fälle problematischer Abgastests mitgeteilt, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Mittwoch. Bereits am 9. August hatte das Unternehmen Fälle gemeldet, wonach Fahrzeuge mit mangelhaften Testergebnissen dennoch eine Prüfplakette erhalten hätten.

CDU kämpft im Europaparlament gegen scharfe CO2-Vorgaben für Autos

BRÜSSEL - Wegen möglicher Jobverluste in der Autoindustrie kämpfen die Christdemokraten im Europaparlament gegen scharfe Klimavorgaben für Neuwagen. Eine Woche vor einer Abstimmung im Plenum übte der CDU-Politiker Jens Gieseke am Mittwoch scharfe Kritik am Vorschlag des Umweltausschusses, dass Neuwagen 2030 mindestens 45 Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen sollen als 2021. Noch wird nach seinen Worten hinter den Kulissen um einen Kompromiss gerungen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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