ROUNDUP 2: Cryan unter Druck - Sucht die Deutsche Bank schon einen Nachfolger?

FRANKFURT/LONDON - Der Druck auf Deutsche-Bank-Chef John Cryan nimmt zu. Schon länger stellen Investoren mehr oder weniger offensiv die Frage, ob der im Sommer 2015 als Sanierer angetretene Brite noch der richtige Mann an der Spitze des größten deutschen Geldhauses ist. Drei Verlustjahre in Folge und ein Kursrutsch der Aktie strapazieren die Geduld der Anleger. Nun berichtet die britische Zeitung "The Times", der Dax -Konzern sei bereits auf der Suche nach einem Nachfolger für Cryan.

Deutsche Bank zieht sich aus Privatkundengeschäft in Portugal zurück

FRANKFURT - Die Deutsche Bank dampft ihr Geschäft in Portugal kräftig ein. Das Privat- und Firmenkundengeschäft in dem Land gehe an die spanische Regionalbank Abanca, teilte die Deutsche Bank am Dienstag in Frankfurt mit. Laut einer Banksprecherin geht es um 41 Filialen mit 330 Mitarbeitern. Ein Preis wurde nicht genannt.

ROUNDUP/Milliardendeal: Novartis steigt aus Joint Venture mit GSK aus

BASEL/LONDON - Der Schweizer Pharmakonzern Novartis steigt aus seinem Gemeinschaftsunternehmen mit dem britischen Rivalen GlaxoSmithKline (GSK) aus. Die Briten wollen für 13 Milliarden US-Dollar (10,5 Mrd Euro) in bar Novartis' 36,5-prozentige Beteiligung an dem Joint Venture für rezeptfreie Medikamente übernehmen, wie die Gesellschaften am Dienstag in Basel und London mitteilten. Erst vor wenigen Tagen war GSK aus dem Bieterrennen um eine Tochter des US-Pharmariesen Pfizer ausgestiegen.

ROUNDUP: Akzo Nobel verkauft Spezialchemie an Finanzinvestoren

AMSTERDAM - Der niederländische Farbenhersteller Akzo Nobel hat Käufer für sein Spezialchemiegeschäft gefunden. Die Sparte soll für eine Bewertung von 10,1 Milliarden Euro inklusive Schulden an die Finanzinvestoren Carlyle und GIC gehen, wie Akzo Nobel am Dienstag in Amsterdam mitteilte. Davon erhalten die Niederländer zunächst 8,9 Milliarden Euro in bar, am Ende sollen nach Abzug von Kosten für Trennung und Verkauf rund 7,5 Milliarden Euro übrig bleiben. Den Großteil davon will der Konzern seinen Aktionären zukommen lassen. Bis Ende des Jahres soll der Verkauf vollzogen sein.

ROUNDUP: Nordex hofft auf Ende der Flaute im deutschen Windgeschäft ab 2020

FRANKFURT/HAMBURG - Der Windturbinenbauer Nordex hat seinen Aktionären für 2020 ein Ende der jüngsten Flaute in Aussicht gestellt. Ab da erwarte er eine Erholung des wichtigen deutschen Marktes, sagte Konzernchef José Luis Blanco am Dienstag bei der Bilanzvorlage in Frankfurt. Die Jahre davor sieht er als "Übergangsjahre". Vor allem 2018 werde "nicht einfach". Der Manager erwartet im laufenden Jahr wegen des harten Preiskampfes daher erneut deutlich weniger Umsatz und Profitabilität. Unter dem Strich dürfte sogar ein Verlust stehen.

ROUNDUP: Opel bietet Mitarbeitern weitere Abfindungen an

RÜSSELSHEIM - Der Autobauer Opel will bei seiner Sanierung noch mehr Mitarbeiter mit Hilfe von Abfindungen loswerden. Das mit dem Betriebsrat abgestimmte neue Programm richtet sich an Beschäftigte, die bislang nicht für den bereits im November erweiterten Vorruhestand oder die Altersteilzeit in Frage gekommen sind. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Rüsselsheim mit.

Autozulieferer ElringKlinger richtet sich weiter auf E-Mobilität aus

STUTTGART - Der Autozulieferer ElringKlinger krempelt sein Geschäft weiter um und richtet sich noch stärker auf die Bereiche Leichtbau und Elektromobilität aus. Im Jahr 2030 soll das bisherige Kerngeschäft mit Komponenten für den Automobilbau nur noch gut 50 Prozent des Umsatzes ausmachen, wie Vorstandschef Stefan Wolf am Dienstag in Stuttgart sagte. Im vergangenen Jahr waren es noch mehr als 80 Prozent. ElringKlinger stellt zum Beispiel Dichtungen und Hitze- und Akustikschilde für Autos her.

ROUNDUP: Hohe Rabatte lassen Gewinn bei H&M einbrechen - Aktie sackt ab

STOCKHOLM - Ladenhüter und hohe Rabatte haben dem schwedischen Moderiesen H&M den Start ins Jahr verdorben. Der Gewinn brach im ersten Geschäftsquartal bis Ende Februar um fast die Hälfte ein. Unter dem Strich blieben 1,37 Milliarden schwedische Kronen (134 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in Stockholm mitteilte. "Der Jahresbeginn war hart", sagte H&M-Chef Karl-Johan Persson. Er kündigte an, der Konzern werde sich künftig wieder mehr auf die Kernmarke H&M konzentrieren und dafür auch neue Ladenkonzepte ausprobieren.

CA Immo schmückt sich weiter für Investoren

WIEN - Die börsennotierte österreichische CA Immo schmückt sich mit Rekordergebnissen und hochfliegenden Zukunftsplänen weiter als Braut, weiß aber noch nicht genau für welchen Bräutigam. Über das internationale Interesse an einem Einstieg zeigte sich der Vorstand am Dienstag erfreut, will sich aber zum avisierten 26-Prozent-Angebot des US-Investors Starwood erst äußern, sofern ein definitives Offert vorliegt.

ROUNDUP: Ströer will Dividende deutlich anheben - Aktie legt zu

KÖLN - Der Werbe- und Medienkonzern Ströer will die Dividende nach dem Gewinnsprung im vergangenen Jahr deutlich anheben. Die Ausschüttung je Aktie soll um 18 Prozent auf 1,30 Euro steigen. Das Unternehmen, das sein Geld etwa mit Außen- und Onlinewerbung, Telefonmarketing und Nachrichtenportalen im Internet verdient, hatte im vergangenen Jahr mit 99 Millionen Euro rund die Hälfte mehr Gewinn gemacht. Experten hatten im Schnitt mit 1,29 Euro Dividende gerechnet.

Siemens gründet Gemeinschaftsunternehmen zur Wartung von Lokomotiven

BERLIN - Der Industriekonzern Siemens und das Leasing- und Serviceunternehmen Mitsui Rail Capital Europe wollen künftig gemeinsam Lokomotiven warten. Dazu haben die beiden ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, an dem die Partner jeweils 50 Prozent halten, wie die Siemens-Zugsparte am Dienstag in Berlin mitteilte. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Mit einem Abschluss wird in der ersten Jahreshälfte gerechnet.

Finanzkonzern W&W verkauft seine Bank an Bremer Kreditbank

STUTTGART - Der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (Wüstenrot & Württembergische ) verkauft seine Tochtergesellschaft Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank an die Bremer Kreditbank AG (BKB). Das teilte W&W am Dienstag mit. Mit der Pfandbriefbank sei unter dem neuen Eigner eine Vertriebskooperation vereinbart worden, so dass W&W über das Institut weiterhin Finanzprodukte anbieten kann.

Neue Korruptionsvorwürfe gegen SAP in Südafrika

JOHANNESBURG - Südafrikas Anti-Korruptionsbehörde prüft einen millionenschweren Auftrag eines Ministeriums an den deutschen Softwarehersteller SAP auf mögliche Unregelmäßigkeiten. Einem anonymen Tipp zufolge soll Südafrikas Wasserministerium Software-Lizenzen von SAP unter Missachtung der vorgeschriebenen "geregelten Abläufe" gekauft haben, wie ein Sprecher der Behörde am Dienstag erklärte. Örtlichen Medienberichten zufolge geht es um Geschäfte im Wert von derzeit umgerechnet 47 Millionen Euro. SAP begrüßte die Prüfung des Vertrags und erklärte, mit den Behörden zusammenarbeiten zu wollen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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