Computerspielpreis: "Desperados III" ist "Bestes Deutsches Spiel"

Berlin/München - Das Echtzeit-Taktikspiel "Desperados III" des Münchner Studios Mimimi Games ist beim deutschen Computerspielpreis (DCP) 2021 als "Bestes Deutsches Spiel" ausgezeichnet worden. Die Entwickler nahmen die mit 100 000 Euro dotierte Auszeichnung aufgrund der Corona-Krise am Dienstagabend auf einer digitalen Preisverleihung im Internet entgegen. Der zugeschaltete Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer (CSU), lobte vor allem die real wirkende Spielwelt und die herausfordernden Spielabläufe. "Desperados III" schickt die Spieler auf Zeitreise in den Wilden Westen, um dort Schurken das Handwerk zu legen.

Erstflug von Hubschrauber "Ingenuity" über dem Mars erneut verschoben

Washington - Der erste Hubschrauberflug über einen anderen Planeten ist erneut verschoben worden. In der kommenden Woche solle ein neues Startdatum festgelegt werden für den kleinen Hubschrauber "Ingenuity", der an Bord des Rovers "Perseverance" im Februar auf dem Mars gelandet war, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Zuvor war als frühestmöglicher Starttermin der 11. April genannt worden, dann war wegen technischer Probleme auf den 14. April verschoben worden. Derzeit werde an einer Lösung für Probleme mit der Computer-Software des Hubschraubers gearbeitet, teilte die Nasa mit. Der Helikopter bleibe aber grundsätzlich einsatzbereit und sei in gutem Zustand.

"Promis unter Palmen" provozieren wieder viel Kritik

Berlin - Die Sat.1-Reality-Show "Promis unter Palmen - Für Geld mache ich alles!" hat bereits zum Auftakt der neuen Staffel Empörung ausgelöst - der Sender distanzierte sich selbst von einem Kandidaten. "Marcus muss die Villa verlassen. Und das ist gut so", kommentierte Sat.1 am Montagabend bei Twitter die Rauswahl von Marcus Prinz von Anhalt (54) durch seine Mitbewerber. Am Abend teilte der Sender in Unterföhring mit, Prinz von Anhalt werde "in Zukunft in keiner Show von Sat.1 mehr stattfinden". Er habe sich in der Show "inakzeptabel homophob geäußert". "Wir haben versucht, diese Aussagen im Umfeld und im Anschluss der Sendung einzuordnen. Aber wir müssen feststellen: Diese Einordnung war so nicht ausreichend. Deswegen haben wir uns entschieden, die Folge online von allen Plattformen zu entfernen."

Bürgermeister: Bitte nicht zu royaler Trauerfeier nach Windsor kommen

Windsor - Der Bürgermeister von Windsor in der Nähe von London hat die Öffentlichkeit gebeten, zur Trauerfeier von Prinz Philip nicht an den Ort des Geschehens zu kommen. "Es ist eine sehr schwierige Zeit und die Menschen haben sehr starke Gefühle", sagte Bürgermeister John Story der britischen Nachrichtenagentur PA. "Aber wir müssen jeden bitten, die eigene Gesundheit und Sicherheit und die von anderen ganz oben auf die Prioritätenliste zu setzen und nicht nach Windsor zu kommen." Die Trauerfeier für den am vergangenen Freitag gestorbenen Herzog von Edinburgh findet am kommenden Samstag im engsten Kreis der königlichen Familie auf Schloss Windsor statt.

EU-Importe verursachen Tropenwald-Abholzung in großem Ausmaß

Brüssel/Berlin - Soja, Rindfleisch, Kaffee: Damit Kunden in europäischen Supermärkten solche Produkte kaufen können, müssen in anderen Weltregionen Wälder weichen. Für EU-Importe wurden zuletzt pro Jahr durchschnittlich Tropenwälder von der vierfachen Größe des Bodensees gerodet. Im Jahr 2017 gingen weltweit 16 Prozent der Abholzung von Tropenwald im Zusammenhang mit Handel auf das Konto von EU-Importen, wie ein am Mittwoch vorgestellter Bericht der Umweltorganisation WWF für die Jahre 2005 bis 2017 feststellt. Die Europäische Union liegt damit hinter China (24 Prozent) und vor Indien (9 Prozent) und den USA (7 Prozent) weltweit auf Platz zwei dieser "Weltrangliste".

Cézanne-Werk könnte bei Auktion in New York Millionen bringen

New York - Werke der französischen Künstler Paul Cézanne und Edgar Degas könnten bei einer Auktion in New York hohe Millionenbeträge einbringen. Das Stillleben "Nature morte: pommes et poires", auf dem Äpfel und Birnen zu sehen sind, werde auf 25 bis 35 Millionen Dollar (etwa 20 bis 30 Millionen Euro) geschätzt, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. Es handele sich dabei um eines der letzten Cézanne-Stillleben dieser Art, das noch in Privatbesitz sei. Das aus dem Besitz des Museum of Fine Arts in Boston stammende Werk "Danseuse" von Degas, das eine Balletttänzerin zeigt, könne bei der Auktion am 12. Mai bis zu 15 Millionen Dollar bringen./n1/DP/zb