USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf niedrigstem Stand seit 1969

WASHINGTON - In den USA sind die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf den niedrigsten Stand seit 1969 gefallen. Die Zahl der Hilfsanträge fiel in der vergangenen Woche um 43 000 auf 184 000 Anträge, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Der Rückgang war stärker als erwartet. Analysten hatten im Schnitt mit 220 000 Anträgen gerechnet.

ROUNDUP 2: Deutscher Export wächst kräftig

WIESBADEN - Der deutsche Export hat sich im Oktober trotz Lieferengpässen unerwartet kräftig zurückgemeldet. Nach zwei schwachen Monaten in Folge stiegen die Ausfuhren gegenüber September kalender- und saisonbereinigt um 4,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit deutlich weniger gerechnet. Das Vorkrisenniveau vom Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Corona-Einschränkungen wurde nach einer Delle im September, wieder überschritten.

ROUNDUP 2: Baerbock beschwört Europa und deutsch-französische Einigkeit

PARIS/BRÜSSEL - Die neue deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat die europäische Einigkeit und die deutsch-französische Freundschaft beschworen. Europa sei "Dreh- und Angelpunkt der deutschen Außenpolitik", sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag bei einem gemeinsamen Auftritt mit ihrem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian während ihres Antrittsbesuchs in Paris. "Dafür braucht ein starkes Europa starke deutsch-französische Impulse." In der sich zuspitzenden Ukraine-Krise warnte sie Russland vor gravierenden Folgen bei einer weiteren Eskalation.

Borrell warnt Russland nach Gespräch mit Baerbock vor Ukraine-Angriff

BRÜSSEL - Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat Russland nach einem Gespräch mit der neuen deutschen Außenministerin Annalena Baerbock vor einem Angriff auf die Ukraine gewarnt. Zur Unterstützung der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine sei man bereit, "alle zur Verfügung stehenden Instrumente" einzusetzen, sagte Borrell am Donnerstag bei einem gemeinsamen Pressetermin mit der Grünen-Politikerin. Man prüfe auch Möglichkeiten, die Widerstandsfähigkeit der Ukraine zu stärken.

Deutsche Unternehmen in Russland sehen Ukraine-Konflikt mit Sorge

MOSKAU - Deutsche Unternehmen in Russland blicken mit Sorge auf eine mögliche Eskalation im Ukraine-Konflikt. Mit zunehmenden Spannungen wachse auch die Gefahr weiterer Sanktionen gegen Russland, die auch die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen belasten würden, sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Oliver Hermes, am Donnerstag. "Insofern sollte es im Interesse aller Beteiligten sein zu deeskalieren", betonte Hermes bei der Vorstellung der neuen Geschäftsklima-Umfrage Russland.

WHO: Omikron führt in Südafrika wohl seltener zu schweren Verläufen

BRAZZAVILLE - Ersten Erkenntnissen aus Südafrika zufolge scheint eine Infektion mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron nicht so häufig zu schwereren Krankheitsverläufen zu führen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO vom Donnerstag lag die Intensivbettenbelegung in Südafrika zwischen dem 14. November und 4. Dezember bei 6,3 Prozent. Dies sei relativ niedrig im Vergleich zu der dritten Welle im Juli, die in Südafrika von der Delta-Variante dominiert wurde, so die WHO.

Kieler IfW kritisiert Subventionen des Bundes auf Rekordhöhe

KIEL - Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat stark steigende Unternehmenssubventionen des Bundes im Zuge der Corona-Krise kritisiert. Laut Haushaltsplanung erreichten die Finanzhilfen 2021 mit 87,2 Milliarden Euro einen Höchststand. "Das bedeutet einen Anstieg um über 50 Prozent gegenüber den Finanzhilfen, die 2019 geflossen sind", schreibt das IfW in einem am Donnerstag veröffentlichten Subventionsbericht. Erstmals würden damit die bisherigen Finanzhilfe-Rekorde während der Finanzkrise überschritten, so die Kieler Ökonomen. Treibend wirkten vor allem die Ausgaben des Zukunftspakets, das der Bund im Zuge der Corona-Krise aufgelegt hat.

ROUNDUP: Chinas Regierung will Immobilienriesen nicht retten - Herabstufung

PEKING - Die hoch verschuldeten chinesischen Immobilienkonzerne Evergrande und Kaisa geraten weiter unter Druck. Chinas Regierung will nicht zur Rettung beitragen - und die Ratingagentur Fitch stufte die Kreditwürdigkeit der Konzerne am Donnerstag herunter und warnte vor einem Zahlungsausfall. Die Bonitätswächter verwiesen auf Berichte, wonach beide Konzerne jüngste Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllt hätten. Evergrande hat Schulden von mehr als 300 Milliarden US-Dollar (etwa 265,29 Mrd Euro). Wegen der Unsicherheiten wurde die Aktie von Kaisa an der Hongkonger Börse weiter vom Handel ausgesetzt.

Deutsche Arbeitskosten wieder gestiegen

WIESBADEN - Im dritten Quartal dieses Jahres sind die Kosten für Arbeit in Deutschland wieder gestiegen. Im saison- und kalenderbereinigten Vergleich zum Vorquartal ergab sich ein Zuwachs von 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Zum gleichen Quartal des Vorjahres betrug das Plus damit 2,6 Prozent. Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttolohnkosten (+2,5 Prozent zum Vorjahresquartal) und den Lohnnebenkosten (+3,0 Prozent) zusammen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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