AKTIEN IM FOKUS 2

Rüstungspapiere bleiben im Höhenflug - Superzyklus in Branche 18.02.2025, 12:44 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Rheinmetall 1.883,25 EUR -0,23 % Lang & Schwarz

(neu: Kurse, internationale Werte und Experten)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der starke Lauf von Rüstungsaktien und Papieren mit Bezug zur Branche hat sich am Dienstag fortgesetzt. Einige kletterten in neue Rekordhöhen, so etwa Rheinmetall , Airbus , Hensoldt , Thales und Leonardo .

"Tektonische Verschiebungen" in der europäischen Verteidigungspolitik sorgten für weiteres Potenzial, schrieb Analyst Alexander Neuberger vom Bankhaus Metzler mit Blick auf Rheinmetall. Er erhöhte am Morgen das Kursziel für den Rüstungskonzern und Autozulieferer von 800 auf 1.085 Euro. Damit hat Neuberger das höchste Kursziel am Markt, nachdem tags zuvor die Investmentbank Stifel ihres auf 1.037 Euro und die DZ Bank den fairen Wert auf 1.080 Euro angehoben hatten.

Die Experten der drei Banken handelten im Nachgang der Münchener Sicherheitskonferenz und verwiesen auf den hohen Druck, den die USA auf Europa ausübe. Europa stehe vor drei großen Herausforderungen, schreibt Neuberger. Die Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf drei Prozent der Wirtschaftsleistung, die Finanzierung des Wiederaufbaus der ukrainischen Armee und die Bereitstellung militärischer Unterstützung für die Ukraine nach einem Waffenstillstand oder einem Friedensabkommen. "Die neue Qualität der Beziehungen zwischen Europa und Amerika lässt wenig Zweifel daran, dass Europa liefern muss - und zwar so schnell wie möglich."

Das trieb im Dax Rheinmetall um 2 Prozent auf 950 Euro nach oben. Die 1.000-Euro-Marke rückt immer näher. Im laufenden Jahr haben die Aktien 55 Prozent gewonnen, nach 114 Prozent im Jahr zuvor. Rheinmetall gilt laut DZ-Bank-Analyst Holger Schmidt mit seinem Portfolio von Panzern bis Munition, als "einer der Hauptauftragnehmer" in der "Zeitenwende 2.0".

Airbus stiegen am Dienstag um 1,2 Prozent auf 172,48 Euro, nachdem sie am Morgen bei knapp unter 173 Euro eine neue Bestmarke erreicht hatten.

Im MDax gewannen die Papiere des Rüstungselektronik-Spezialisten Hensoldt 4 Prozent auf 48,14 Euro und erreichten ein Rekordhoch. Thyssenkrupp stiegen um 4,2 Prozent auf ein 13-Monats-Hoch von 5,85 Euro. Beide Aktien sind mit Blick auf ihre Kursgewinne seit Jahresbeginn zudem die Favoriten der Anleger, mit einem Plus von fast 50 Prozent für Thyssenkrupp und fast 40 Prozent für Hensoldt.

ThyssenKrupp dürften wie schon am Vortag von einer optimistischen Studie der Bank of America profitieren. Analyst Jason Fairclough sieht in Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) eine verborgene Rüstungssparte, die mit einem Wert von etwa 1,45 Milliarden Euro beim geplanten Börsengang rund die Hälfte des gesamten Konzernwerts abdecken könnte. Er hatte auf den hohen Auftragsbestand des Spezialisten für U-Boote und Fregatten hingewiesen.

Renk stachen wie schon am Vortag im Nebenwerte-Index SDax heraus, diesmal mit plus 7,5 Prozent auf 31,38 Euro. Das bedeutet ein Kursplus von etwas mehr als 70 Prozent im laufenden Jahr. Die Aktie des Zulieferers für die Rüstungsindustrie sei eine attraktive Investmentchance, um vom Superzyklus im Verteidigungsbereich zu profitieren, schrieb Analyst Christian Cohrs von Warburg Research und nahm die Aktie mit "Buy" und einem Kursziel von 36 Euro in seine Bewertung auf.

In Rekordhöhen kletterten auch Safran und Thales in Paris sowie Leonardo in Mailand. Auch ihre Gewinne im noch jungen Jahr sind mit 20 bis 35 Prozent beträchtlich.

Unterdessen hat in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad das erste Treffen zwischen dem US-Außenminister Marco Rubio und seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow begonnen - und zwar ohne die Europäer und auch ohne die Ukraine. Das Treffen soll nach Moskauer Angaben als Vorbereitung dienen für mögliche Verhandlungen zur Lösung des Ukraine-Konflikts sowie für ein Treffen von US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin. Termine dafür stehen aber noch nicht fest.

In der Europäischen Union geht es derweil um die Frage, wie höhere Ausgaben für Rüstung zu bewerkstelligen sind. Im Gespräch sind Sonderregelungen zu den EU-Schuldenregeln, um mehr in die Verteidigung investieren zu können. Schätzungen der EU-Kommission zufolge sind in den nächsten zehn Jahren zusätzliche Ausgaben in Höhe von rund 500 Milliarden Euro erforderlich. Als mögliche EU-Projekte gelten etwa ein europäisches Luftverteidigungssystem und eine verstärkte Sicherung der östlichen Landgrenze der Union.

Laut Metzler-Analyst Neuberger könnte der Nato-Gipfel im Sommer die Plattform sein, auf der Europa feste finanzielle Zusagen präsentieren könnte sowie auch solche über die Bereitstellung von Material und Personal, um den zukünftigen Frieden in der Ukraine zu stützen. "Das Krisentreffen der führenden europäischen Vertreter in dieser Woche wird sicher nicht das letzte Treffen seiner Art sein, bei dem eine gemeinsame Antwort auf bevorstehende Herausforderungen beschlossen werden dürfte."/ck/bek/jha/

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 8,31
Hebel: 20
mit starkem Hebel
Ask: 32,19
Hebel: 5
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MM8L23 MK9GMM. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer