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WIFO: Noch keine Aussicht auf Konjunkturaufhellung 11.02.2025, 09:06 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Wien (APA-ots) - Die Wirtschaftslage bleibt sowohl in Österreich als auch

im Euro-Raum

insgesamt herausfordernd. Ein baldiger Aufschwung ist nicht zu

erwarten. Die allmähliche Lockerung der Geldpolitik durch die

Europäische Zentralbank hat der Investitionsnachfrage bislang kaum

Schwung verliehen. Zudem trübt die Zolldrohung der USA den Ausblick.

"Die weltweite Industrieproduktion und der Welthandel folgen seit

Mitte 2023 einem Aufwärtstrend. Importzölle durch die USA und

allfällige Gegenreaktionen der betroffenen Handelspartner gefährden

diese positive Dynamik", so der Autor des aktuellen WIFO-

Konjunkturberichtes Marcus Scheiblecker.

Nach Rückgängen im II. und III. Quartal 2024 dürfte Österreichs

Wirtschaftsleistung im IV. Quartal stagniert haben (gemäß WIFO-

Schnellschätzung). Während die Konsum- und die Investitionsnachfrage

etwas lebhafter ausfielen als in der Vorperiode, ließ der Export

weiter nach. Die Industrie verzeichnete auch im IV. Quartal

Produktionseinbußen.

Die Erwartungen der Industrieunternehmen lassen weder in der EU

insgesamt noch in Österreich eine baldige Konjunkturbelebung

erwarten. Die Stimmung bleibt auch aufgrund der Zolldrohungen der USA

gedämpft. Lichtblicke sind lediglich die schrittweise Lockerung der

Geldpolitik im Euro-Raum und die Schwäche des Euro im Vergleich zum

Dollar, welche die Exportwirtschaft stützen sollte.

In den USA verlief die Konjunktur bislang schwungvoll. Eine

Erhöhung der Einfuhrzölle dürfte allerdings den

Verbraucherpreisauftrieb verstärken und damit den privaten Konsum,

der bisher das Wirtschaftswachstum in den USA antreibt, dämpfen.

Zudem dürfte die Federal Reserve Bank im Falle eines

Inflationsanstieges keine neuerlichen Leitzinssenkungen vornehmen,

nachdem sie ihre Geldpolitik bereits im Jänner nicht mehr weiter

gelockert hat.

Im Euro-Raum erlitt die Wirtschaft zuletzt einen Rückschlag; das

BIP stagnierte im IV. Quartal 2024 gegenüber der Vorperiode, nachdem

es im Vorquartal noch um 0,4% gewachsen war. Eine rasche

Beschleunigung der Konjunktur ist gemäß den schwachen

Vorlaufindikatoren unwahrscheinlich.

Die Inflationsrate in Österreich erhöhte sich zu Jahresbeginn

2025 wieder deutlich auf voraussichtlich 3,3%. Ende 2024 waren noch

Werte von unter 2% gemessen worden.

Der Arbeitsmarkt leidet zunehmend unter der anhaltenden

Konjunkturschwäche. Die Zahl der beim AMS gemeldeten Arbeitslosen

stieg zuletzt sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch gegenüber dem

Vormonat. Zugleich sank die Zahl der offenen Stellen. Die

Arbeitslosenquote betrug im Jänner 2025 nach vorläufigen Berechnungen

8,6%.

Abbildung 1: Schwungvoller Welthandel gefährdet - auf der WIFO-

Website

Zu den Definitionen siehe " Methodische Hinweise und Kurzglossar

".

Rückfragehinweis:

Rückfragen bitte am Dienstag, dem 11. Februar 2025, zwischen 9 und 15

Uhr, an Mag. Dr. Marcus Scheiblecker, Tel. (1) 798 26 01 - 245,

marcus.scheiblecker@wifo.ac.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/235/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER

INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0017 2025-02-11/09:00

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