FRANKFURT (dpa-AFX) - Fast sechs Monate lang wird die viel befahrene Bahnstrecke Frankfurt-Mannheim kommendes Jahr insgesamt voll gesperrt sein. Als Ersatz will die Deutsche Bahn mehr als 1000 Busfahrten täglich organisieren, wie das Unternehmen am Donnerstag ankündigte. Die 150 Busse sollen von rund 400 Fahrerinnen und Fahrern gesteuert werden, deren Anwerbung laut Bahn europaweit läuft. Genügend Fahrer zu finden, sei eine riesige Herausforderung, erklärte das Unternehmen.

Die Bahnstrecke, die sogenannte Riedbahn, soll generalsaniert werden. Sie wird dafür die ersten drei Wochen des Jahres 2024 und dann erneut für fünf Monate ab Mitte Juli voll gesperrt.

Der Fernverkehr wird auf die parallel laufenden Strecken Mainz - Worms - Mannheim/Ludwigshafen und Frankfurt - Darmstadt - Heidelberg umgeleitet. Daher können dort nicht alle gewohnten Züge fahren, erklärte die Bahn. Als Ersatz sollen Züge mit mehr Waggons ausgestattet werden. ICE und IC müssen langsamer fahren, was deren Fahrzeit um etwa 30 Minuten verlängere.

Die Busse sollen dem am Donnerstag vorgestellten Ersatzkonzept zufolge mindestens alle 5 bis 15 Minuten fahren, so sollen Wartezeiten auch im Fall von vollen Fahrzeugen gering gehalten werden. Auch hier müssten Fahrgäste mit 20 bis 30 Minuten längeren Fahrtzeiten rechnen, erklärte die Bahn. Im Angebot sollen Expressbusse und Busse sein, die an allen Bahnhalten stoppen.

Die Deutsche Bahn will bis 2030 wichtige Teilstrecken "generalsanieren" und sie dafür monatelang komplett sperren. Damit verbunden sind weite Umleitungen für den Zugverkehr, der danach über Jahre ungestört laufen soll. Der Anfang soll an der Riedbahn gemacht werden./isa/DP/men