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Börse Frankfurt-News

Satte Gewinne in diesem Jahr (deutsche Wachstumsaktien) 18.08.2025, 11:46 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Die "Kleinen" sind zurück: Nach einer langen Durststrecke verzeichnen Nebenwerte dieses Jahr wieder hohe Kursgewinne - auch viele Scale-Unternehmen. Beispiele sind Pfisterer, 2G und JDC - und "Deutschlands verrückteste Hotelkette" Tin Inn.

18. August 2025. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Für das Scale-Segment läuft es rund. Am Montagmorgen liegt der Scale-All-Share-Index bei 1.350 Punkten - und damit erneut über dem Vormonatswert. Seit Jahresanfang ergibt sich jetzt ein Plus von 21 Prozent, wie beim DAX und MDAX. Nur der SDAX schneidet mit einem Plus von 23 Prozent noch besser ab.

Ein Grund für die gute Entwicklung: der vom Rüstungsboom getriebene Kursanstieg von Steyr Motors (AT0000A3FW25). Für das erste Halbjahr meldete Steyr Ende Juli nun ein Umsatzplus von 17,1 Prozent und einen Auftragseingang deutlich über Vorjahr. Für das Gesamtjahr prognostiziert das Unternehmen sogar einen Umsatzanstieg von mindestens 40 Prozent. Für die Aktie ging es zuletzt zwar etwas nach unten. Die allgemeine Branchenschwäche aufgrund der leisen Hoffnungen auf ein Ende des Ukraine-Kriegs machte sich bemerkbar. Die Höchstkurse vom März mit in der Spitze 430 Euro bleiben ohnehin weit entfernt. Mit aktuell 52 Euro nach 13,50 Euro zu Jahresanfang hat sich der Kurs dieses Jahr aber immer noch mehr als verdreifacht.

Pfisterer: Mehr als Kursverdopplung

Auch Börsenneuling Pfisterer (DE000PFSE212) gehört zu den Performance-Treibern. Der Stromnetzausrüster war Mitte Mai zu einem Ausgabepreis von 27 Euro an die Börse gegangen, jetzt kostet die Aktie 58,40 Euro - mehr als doppelt so viel. Ein weiterer Neuling, die Tin Inn Holding (DE000A40ZTT8), wird jetzt zu 10,10 Euro gehandelt, ebenfalls klar über dem Ausgabepreis von 6,90 Euro. Tin Inn betreibt Hotels aus recycelten Schiffscontainern. "16 Container, 20 Zimmer: Das ist Deutschlands verrückteste Hotel-Kette", schrieb die Wirtschaftswoche.

Etwas holpriger läuft es für Innoscripta (DE000A40QVM8). Der Börsengang des Münchener Softwareanbieters im Mai erfolgte zu einem Ausgabepreis von 120 Euro. Doch im Juni fiel der Kurs unter 86 Euro, jetzt sind es immerhin wieder 93,60 Euro. Das Unternehmen hat sich auf Software für Forschungs- und Entwicklungsprojekte spezialisiert.

JDC und 2G Energy mit starken Kursgewinnen

Zu den klaren Gewinnern zählt dieses Jahr auch die JDC Group (DE000A0B9N37>) mit einem Kursanstieg von 22 auf über 30 Euro. Steil nach oben geht es zudem für 2G Energy (DE000A0HL8N9), den Anbieter von Großwärmepumpen und Blockheizkraftwerken zur dezentralen Energieversorgung. Die Aktie wurde Ende Dezember noch unter 23 Euro gehandelt und kostet jetzt 38,55 Euro. Nach Einschätzung von SMC-Research ist das immer noch viel zu wenig. Das Analysehaus stuft 2G auf "Buy" mit einem Kursziel von 41,50 Euro. Die deutliche Steigerung des Auftragseingangs im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr dokumentiere die anhaltend hohe Dynamik von 2G, heißt es zur Begründung.

Von der Kursentwicklung auf Zwölfmonatssicht steht 2G Energy aktuell am besten da. Ebenfalls gut entwickelt seit vergangenem Sommer haben sich Daldrup & Söhne (DE0007830572), Swissnet (CH0451123589), Apontis Pharma (DE000A3CMGM5) und Exasol (DE000A0LR9G9) mit Kurszuwächsen zwischen 41 und 84 Prozent.

Trotz guter Zahlen - deutliches Minus für TPG

Seit Juni deutliche Verluste verzeichnet hingegen E-Commerce-Unternehmen The Platform Group (DE000A2QEFA1), kurz TPG. Ende Mai kostete die Aktie fast 13 Euro, jetzt sind es nur noch 8,12 Euro. Dabei geht die Expansion immer weiter: Ende Juli erhöhte TPG die Prognose für 2025. Das Unternehmen erwartet nun einen Umsatz von 715 bis 730 Millionen Euro bei einem bereinigten Ebitda von 54 bis 58 Millionen Euro, vor allem aufgrund von Akquisitionen. Das Manager Magazin hatte allerdings kritisch berichtet: "The Platform Group verspricht glänzende E-Commerce-Margen, doch intern brodelt es: unbezahlte Rechnungen, chaotische Zustände und ein Mehrheitseigentümer, der seine Kontrolle ausbaut", hieß es.

Analysehäuser sehen das anders: First Berlin hat nach den jüngsten Zahlen seine Kaufempfehlung und das Kursziel von 19 Euro bestätigt - das wäre mehr als eine Kursverdopplung. NuWays rät ebenfalls zum Einstieg und nennt ein Kursziel von 18 Euro. TPG liefere in Sachen Akquisitionen, heißt es, das zeigten die Zahlen.

Umsatzstarke Newcomer

Umsatzspitzenreiter im Scale-Segment der Deutschen Börse im Juli war einmal mehr Börsenneuling Pfisterer mit einem Handelsaufkommen von 54 Millionen Euro. Es folgten die üblichen Umsatzrenner Steyr Motors, 2G Energy und Deutsche Rohstoff, dann aber schon Innoscripta als weiterer Neuling. Seit Jahresanfang weisen 2G, Mensch und Maschine, Deutsche Rohstoff, TPG und Verve Group (mittlerweile im General Standard) die höchsten Umsätze auf.

Von Anna-Maria Borse © 18. August 2025, Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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