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Nordsee im Sommer überdurchschnittlich warm 02.09.2025, 09:29 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

HAMBURG (dpa-AFX) - Die durchschnittlichen Temperaturen der oberflächennahen Wasserschichten der Nordsee waren in den Sommermonaten Juni, Juli und August außergewöhnlich hoch. Große Bereiche verzeichneten Oberflächentemperaturen, die 2 Grad und mehr über dem langjährigen Mittel lagen, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg mitteilte.

Demnach wurden in der westlichen und südwestlichen Nordsee bis zum Ärmelkanal großflächig Extremtemperaturen mit bis zu 2 Grad und mehr über dem langjährigen Mittel gemessen. Die Deutsche Bucht und die östliche Nordsee, einschließlich der Gebiete vor Dänemark und Norwegen, waren den Angaben zufolge bis zu 1,3 Grad wärmer als üblich.

Wahrscheinlich wärmster Sommer für die Nordsee seit 1969

"Unsere vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass die Nordsee im Sommer durchschnittlich etwa 15,7 Grad warm war. Damit wird 2025 der wärmste Sommer für die Nordsee, knapp vor den Rekordsommern 2003 und 2014, wenn sich diese Zahlen in den nächsten Tagen bestätigen", sagte der Leiter des Referats Marine Klimafragen beim BSH. Auf jeden Fall gehöre der Sommer 2025 zu den drei wärmsten seit Beginn der Messungen 1969.

Der Sommer 2025 folgte nach Angaben des BSH zudem auf das wärmste Frühjahr - für die dortigen Experten ein weiteres Zeichen des fortschreitenden Klimawandels.

Deutsche Ostsee deutlich wärmer

In der südwestlichen Ostsee, einschließlich der deutschen Gewässer, stieg die Temperatur in den drei Sommermonaten um bis zu 1,5 Grad über das langjährige Mittel von 1997 bis 2021. Im äußersten Norden übertraf sie dieses um mehr als 2 Grad. Dazwischen herrschten gemäßigte Temperaturen, sodass die vorläufigen Auswertungen eine Durchschnittstemperatur von etwa 16,7 Grad zeigen, wie das BSH weiter mitteilte.

"Die Ostsee erwärmt sich langfristig schneller als die Nordsee. Unsere Daten belegen das. Seit 1990 ist die Ostsee im Durchschnitt um fast 2 Grad wärmer geworden", sagte die Leiterin der Abteilung Meereskunde beim BSH, Kerstin Jochumsen.

Auch marine Hitzewellen nehmen zu

Doch nicht nur die Durchschnittstemperatur steigt, auch Extremereignisse wie marine Hitzewellen häufen sich: Im Frühjahr 2025 beispielsweise verzeichnete die BSH-Messstation "Leuchtturm Kiel" mit 55 Tagen die längste marine Hitzewelle seit Beginn der Messungen 1989. Langjährige Daten dieser Station zeigen demnach, dass marine Hitzewellen häufiger und länger werden. Sowohl die Anzahl der Hitzewellen als auch die Hitzewellentage pro Jahr nehmen deutlich zu.

Bei marinen Hitzewellen gehören die Temperaturen mindestens fünf Tage lang zu den höchsten 10 Prozent der über 30 Jahre gemessenen Werte am betreffenden Ort für die jeweilige Jahreszeit./gyd/DP/mis

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