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Fehlt Sport beim Sondervermögen? Kritik der Länderminister 19.06.2025, 10:43 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

STUTTGART (dpa-AFX) - Mit Blick auf marode Sporthallen, Spitzensport und eine geplante Bewerbung für die Olympischen Spiele monieren die Sportminister und -ministerinnen der Länder das geplante Sondervermögen. Die Sportinfrastruktur finde in den Entwürfen keinerlei Erwähnung, schreibt die Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Theresa Schopper (Grüne) aus Baden-Württemberg, in einem Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Die Bundesregierung will mit einem schuldenfinanzierten Sondervermögen die Möglichkeit schaffen, abseits von der Schuldenbremse Kredite über 500 Milliarden Euro aufzunehmen. 100 Milliarden davon sind für den Klimaschutz eingeplant, weitere 100 Milliarden für Infrastrukturinvestitionen der Länder.

"Ohne eine entsprechende Beteiligung des Sports am Sondervermögen wird es Ländern und Kommunen alleine nicht möglich sein, die notwendige Ertüchtigung unserer Sportstätten voranzutreiben und ein spürbarer Rückgang an Sportangeboten in unserem Land ist zu befürchten", warnt Schopper in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vorliegt. Die Fachministerinnen und -minister bitten eindringlich, die Pläne zu ergänzen.

Moderne Sportanlagen zur Reduktion von CO2-Emissionen

Schopper argumentiert, dass der Sport viele Millionen Menschen in Deutschland erreiche und enorme Beiträge zum körperlichen Wohlbefinden sowie zum sozialen Zusammenhalt leiste. Doch gebe es bei Sporthallen hohen Investitionsbedarf, gerade in Hinblick auf den energetischen Zustand: "Mit einer flächendeckenden Sportstättensanierung besteht zudem die große Chance, auch die Klimaziele entscheidend voranzutreiben."

Gemäß den Entwürfen könnten Vereinssportstätten größtenteils nicht gefördert werden, heißt es in dem Brief, der auch an Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Christiane Schenderlein (CDU), geht. Ebenso bleibe unklar, ob dringend benötigte Investitionen des Bundes in die Spitzensportinfrastruktur getätigt werden könnten.

Länderminister sehen Schlechterstellung

Die Ausklammerung des Sports hätte zudem erhebliche negative Auswirkungen auf das laufende Bewerbungsverfahren Deutschlands für Olympische und Paralympische Spiele, schreibt Schopper weiter. Es gehe dabei vor allem um die mit den Spielen verbundenen nachhaltigen Investitionen in die Breitensport- und Leistungssportinfrastruktur.

Vor kurzem hatte auch der Deutsche Olympischen Sportbund (DOSB) die Pläne kritisiert. Es gebe einen Investitionsstau von mindestens 31 Milliarden Euro bei den Sportstätten in Deutschland, sagte Verbandschef Thomas Weikert./kre/DP/jha

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