Anzeige
++++++ Meilenstein in Europa: Nach EU-Hauptsitz in Lettland nun Polen-Partnerschaft: CTTT treibt Rollout in Europa voran ++++++
Nach Trumps Kahlschlag

UN-Gipfel ringt um Entwicklungshilfe 29.06.2025, 14:58 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

SEVILLA/MADRID (dpa-AFX) - Bei der UN-Konferenz für Entwicklungsfinanzierung in Sevilla geht es ab Montag im Kern darum, wie gerechtere Lebensverhältnisse weltweit erreicht werden können - trotz des von US-Präsident Donald Trump angeordneten Kahlschlags bei den amerikanischen Leistungen. Die Lücke ist riesig. Trump ließ mehr als 80 Prozent der Mittel von USAID streichen und damit rund ein Viertel der gesamten internationalen Entwicklungsfinanzierung.

Deutschland könnte damit trotz eigener Kürzungen zum größten bilateralen Geldgeber werden. Die neue Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (SPD) hat jedoch schon auf ihrer ersten Auslandsreise im neuen Amt Ende Mai nach Brüssel klargestellt, dass weder Deutschland noch die EU die von Trump gerissene Lücke schließen könnten. "Aber wir müssen trotzdem alles dafür tun, das Schlimmste zu verhindern", sagte die 35-Jährige. Sie sprach sich für eine gemeinsame europäische Entwicklungspolitik aus.

Globalen Teamgeist stärken

Bei der Konferenz in Sevilla müsse es darum gehen, dass alle Kräfte an einem Strang ziehen, forderte Alabali-Radovan nun in Berlin. "Sevilla muss konkrete Lösungen liefern, für den enormen Finanzbedarf im Kampf gegen Hunger und Armut, für Klimaschutz, globale Gesundheit und Frieden", sagte die Ministerin. Aber es gehe auch darum, den Teamgeist in der internationalen Arbeit zu stärken.

In der südspanischen Großstadt Sevilla soll es nach Angaben des Bundesentwicklungsministeriums darum gehen, die Finanzierung der 17 globalen Ziele der Vereinten Nationen neu aufzustellen. Dafür wollten die UN-Mitgliedsstaaten ein neues Abkommen zur Entwicklungsfinanzierung beschließen, die sogenannte Verpflichtung von Sevilla (Compromiso de Sevilla). Auf den hätten sich die UN-Mitgliedstaaten außer den USA, die auch nicht an der Konferenz teilnehmen, bereits in der vergangenen Woche geeinigt.

Forderung nach Solidaritätsabgabe

Was aus Sicht der Entwicklungsorganisation Germanwatch allerdings fehlt, ist eine Solidaritätsabgabe umweltschädlicher Industrien, und zwar nach dem Verursacherprinzip. Diese machten weiter auf Kosten der von der Klimakrise besonders betroffenen Menschen Milliardengewinne. "Die Bundesregierung muss sich in Sevilla auch für eine gerechte Besteuerung dieser Industrien starkmachen", erklärte Germanwatch.

Die bereits 2015 vereinbarten 17 Zielsetzungen der UN sehen bis 2030 eine nachhaltige Entwicklung in Bereichen wie Armut, Gesundheit, Bildung, Klimaschutz und Gleichstellung vor. Sie richten sich an alle Länder und zielen darauf ab, ökologische, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen gemeinsam zu lösen. Eine Umsetzung bis 2030 erscheint jedoch angesichts von Kriegen, Krisen, Klimawandel und Budgetkürzungen unwahrscheinlich./ro/DP/he

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer