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Netanjahu nach Washington abgereist - Treffen mit Trump 07.07.2025, 06:21 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

TEL AVIV (dpa-AFX) - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist zu einem mehrtägigen Besuch nach Washington aufgebrochen. "Dies ist mein dritter Besuch beim US-Präsidenten (Donald Trump), seit er vor mehr als sechs Monaten gewählt wurde", sagte Netanjahu vor dem Abflug am Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv zu Journalisten. Außerdem werde er Gespräche mit US-Regierungsmitgliedern, Vertretern der beiden Kongressparteien und anderen wichtigen Amtsträgern führen, fügte er hinzu.

Netanjahus Washington-Reise erfolgt weniger als zwei Wochen nach dem Ende eines zwölftägigen Krieges mit dem Iran, in dessen Verlauf Israel und die USA zentrale Einrichtungen des iranischen Atomprogramms bombardiert haben. Sie erfolgt zudem vor dem Hintergrund neu aufgenommener Bemühungen, den seit 21 Monaten andauernden Krieg im Gazastreifen zu beenden.

Die erfolgreichen Luftangriffe im Iran ermöglichten es, "den Kreis des Friedens auszudehnen, weit über das hinaus, was wir uns früher vorzustellen vermochten", sagte Netanjahu. Die veränderten Realitäten brächten Israel und dem gesamten Nahen Osten eine "große Zukunft".

Netanjahu verfolgt in Gaza drei Ziele

Zum Gaza-Krieg sagte Netanjahu: "Wir arbeiten daran, den vieldiskutierten Deal zustande zu bringen, zu den Bedingungen, denen wir zugestimmt haben." Dabei handelt es sich um einen Vorschlag, den der von Trump beauftragte US-Vermittler Steve Witkoff ausgearbeitet hat. Die Hamas hatte diesem Vorschlag im Prinzip zugestimmt, aber noch bestimmte Änderungswünsche angemeldet. Israel lehnte diese ab.

Er sei entschlossen, drei Ziele zu verwirklichen, sagte Netanjahu: Alle Geiseln nach Hause zu bringen, die lebenden wie die toten; die Fähigkeiten der Hamas auszuschalten und die Organisation aus dem Gazastreifen zu verbannen; und zu gewährleisten, dass Gaza keine Bedrohung mehr für Israel darstellt. Experten und Diplomaten in Israel halten die noch bestehenden Auffassungsunterschiede zwischen Israel und der Hamas für überbrückbar.

Auslöser des Gaza-Krieges war der Überfall der Hamas und anderer islamistischer Terrororganisationen auf Israel am 7. Oktober 2023, bei dem rund 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 als Geiseln nach Gaza verschleppt wurden. Seither wurden laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 57.000 Palästinenser in Gaza getötet. Die unabhängig kaum überprüfbare Zahl unterscheidet nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern./gm/DP/zb

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