NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben zu Wochenbeginn leicht zugelegt. Am Montagmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 85,48 US-Dollar und damit 24 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls leicht auf 80,93 Dollar.

Auftrieb kam von dem schwächeren US-Dollar. Fällt der Dollarkurs, vergünstigt sich Erdöl für Investoren außerhalb des Dollarraums, was deren Nachfrage steigen lässt. Auch die überwiegend gute Aktienmarktstimmung übertrug sich auf den Erdölmarkt und ließ dort die Preise steigen.

Neuerliche Angriffe auf Schiffe in der Nähe Jemens machten sich am Erdölmarkt zunächst nicht bemerkbar. In den vergangenen Wochen ist es im Roten Meer immer wieder zu Angriffen durch jemenitische Huthi-Milizen gekommen, die von Iran unterstützt werden. Hintergrund der Angriffe ist der Gaza-Krieg.

Derzeit rangieren die Erdölpreise auf erhöhtem Niveau. Seit Jahresanfang sind sie um gut zehn Prozent gestiegen. Ausschlaggebend sind die Hoffnung auf eine anziehende Konjunktur und das knappe Rohölangebot seitens großer Förderländer wie Saudi-Arabien oder Russland./bgf/jsl/mis