Ölpreise nach Zoll-Schock weiter auf Talfahrt - US-Banken senken Prognosen 07.04.2025, 12:04 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben ihre Talfahrt wegen der Angst vor den Folgen der aggressiven US-Zollpolitik am Montag fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete 62,85 Dollar und damit 2,73 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai fiel um 2,70 Dollar auf 59,29 Dollar.

Seit der Ankündigung eines umfangreichen Zollpakets der US-Regierung, das Zölle auf Importe aus nahezu allen Ländern der Welt beinhaltet, befinden sich die Ölpreise im freien Fall. In nur wenigen Handelstagen ist die Notierung für Rohöl aus der Nordsee um etwa 12 Dollar, oder um rund 16 Prozent eingebrochen.

Wie der Wirtschaftsdienst Bloomberg berichtet, hat das führende Opec-Land Saudi-Arabien auf den Preisverfall am Ölmarkt reagiert und gewährt Kunden in Asien deutlich Preisnachlässe. Demnach hat der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco den Preis für Rohöl der Sorte Arab Light um 2,30 Dollar je Barrel verbilligt.

Zudem reagierten große US-Banken zu Beginn der Woche auf die Talfahrt am Ölmarkt und senkten ihre Prognosen. Goldman Sachs schraubte bereits zum zweiten Mal im Verlauf einer Woche die Erwartung nach unten. Für Brent-Öl aus der Nordsee rechnet die Investmentbank zum Jahresende mit einem Preis von 62 US-Dollar je Barrel. Damit wurde die jüngste Prognose noch einmal um 4 Dollar je Barrel gesenkt. Den Preis für Rohöl der Sorte WTI erwartet Goldman Sachs zum Jahresende bei 58 Dollar je Fass.

Ähnlich stark haben auch Analysten der US-Bank Morgan Stanley ihre Prognosen zusammengestrichen. Wie aus einer ebenfalls am Montag veröffentlichen Analyse hervorgeht, senkte Morgan Stanley die Preisprognose für Brent-Öl um 5 Dollar pro Barrel und erwartet im laufenden Quartal einen Preis von 65 Dollar je Barrel. Außerdem haben die Rohstoffexperten der US-Bank auch die Prognose für das Wachstum der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte deutlich gesenkt./jkr/jsl/mis

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