Prognose

Schülerzahl steigt bis 2032 - dann sinkt sie 09.11.2025, 18:40 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

BERLIN (dpa-AFX) - Die Schülerzahl in Deutschland wächst nach aktuellen Berechnungen der Bildungsministerkonferenz bis zum Jahr 2032 weiter deutlich an - und geht danach zurück. Doch auch in fünfzehn Jahren werden demnach immer noch mehr Kinder und Jugendliche im Bildungssystem sein als heute. Die Länder nutzen die nun veröffentlichten Berechnungen unter anderem, um Schulbauten, Personalbedarf und individuelle Fördermaßnahmen zu planen.

Zuwachs im Umfang aller rheinland-pfälzischen Schüler

Von rund 11,2 Millionen Schülerinnen und Schülern im vergangenen Jahr soll die Zahl auf knapp 11,8 Millionen 2032 steigen. Die beinahe 600.000 zusätzlichen Kinder und Jugendlichen entsprechen in etwa der Zahl aller Schülerinnen und Schüler eines mittelgroßen Bundeslands wie Rheinland-Pfalz, rechnet die Bildungsministerkonferenz vor. Das entspreche umgerechnet auf ganz Deutschland rund 24.000 zusätzliche Klassen oder fast 1.200 neue Schulen. 2040 läge man demnach bei rund 11,3 Millionen Schülerinnen und Schülern.

Die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke), erklärte: "Wir müssen heute die Weichen stellen: mit ausreichend Lehrkräften, moderner Infrastruktur und einer zuverlässigen digitalen Ausstattung. Bildung ist die Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Zukunft."

Schülerzahlen schrumpfen schneller im Osten

Beim Wachstum gibt es große regionale Unterschiede:

* In den westdeutschen Flächenländern erreicht die Zahl der Schülerinnen und Schüler demnach erst 2033 ihren Höchststand, ein Plus von fast 8 Prozent gegenüber 2024 - und bis 2040 noch immer rund vier Prozent über dem Ausgangswert.

* In den ostdeutschen Flächenländern beginnt der Rückgang den Berechnungen zufolge bereits ab 2027. Bis 2040 wird dort ein Minus von mehr als 16 Prozent erwartet.

* Auch in den Stadtstaaten wird 2040 ein Rückgang gegenüber 2024 um knapp fünf Prozent vorhergesagt. Der Höchststand des aktuellen Wachstums wird hier 2028 erreicht.

Grundschulen früher betroffen als weiterführende

Die Schulstufen sind zeitlich versetzt betroffen. Die Primarstufe wird demnach bis 2040 um rund neun Prozent schrumpfen, während die Sekundarstufe II weiter wächst und 2040 ein Plus von fast zehn Prozent gegenüber 2024 verzeichnen wird. In der Sekundarstufe I ist der Höchststand 2031 mit knapp fünf Millionen Schülerinnen und Schülern erreicht, bevor die Zahlen wieder leicht zurückgehen und 2040 mit insgesamt rund 4,5 Millionen nur noch etwas mehr als zwei Prozent über dem Niveau von 2024 liegen.

Hintergrund der Entwicklung sind laut Bildungsministerkonferenz zwei gegenläufige demografische Trends:

* So sorgt die hohe Zuwanderung der vergangenen Jahre, insbesondere als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, für wachsende Zahlen. Rund 230.000 Schülerinnen und Schüler ukrainischer Herkunft sind in der Prognose berücksichtigt.

* Andererseits ist die Geburtenrate seit 2022 merklich gesunken. Laut Statistischem Bundesamt lag sie 2024 bei 1,35 Kindern pro Frau - und damit rund neun Prozent niedriger als noch 2022.

Die Prognose beruht auf den Zahlen des aktuellen Schuljahrs 2023/24 sowie den Bevölkerungsprognosen der Länder./hrz/DP/mis

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
News-Kommentare
Thema
1 Aktien Frankfurt Ausblick: Dax stabil - Trump will Straße von Hormus sichern Hauptdiskussion
2 Trump: Irans Raketen hätten schon bald USA treffen können Hauptdiskussion
3 Nato-Chef fordert Rückendeckung für USA und Israel Hauptdiskussion
4 Großbritannien: Stimmung in den Industriebetrieben trübt sich überraschend ein Hauptdiskussion
5 Warnstreiks im Nahverkehr haben begonnen Hauptdiskussion
Alle Diskussionen
Weitere News

Gestern 23:01 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 23:01 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:33 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:28 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:25 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:22 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:21 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer