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Vonovia will nach erneutem Verlust 2025 wieder Gewinn machen 19.03.2025, 13:00 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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(neu: Aussagen aus der Pressekonferenz, Aktienkurs)

BOCHUM (dpa-AFX) - Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Vonovia hat im vergangenen Jahr erneut einen Verlust gemacht. Für das laufende Jahr plant Unternehmenschef Rolf Buch wieder mit einem Gewinn, wie er in einer Telefonkonferenz bei Vorlage der Jahreszahlen für 2024 am Mittwoch sagte. Unter dem Strich wies Vonovia 2024 wegen einer weiteren Abwertung des Immobilienportfolios einen Fehlbetrag von gut 962 Millionen Euro aus. 2023 hatte der Konzern vor dem Hintergrund der Immobilienkrise sein Portfolio mehrfach abgewertet und damit einen Verlust von fast 6,8 Milliarden Euro erlitten.

Die Aktie legte im frühen Handel leicht zu, drehte dann aber ins Minus und fiel auf den tiefsten Stand seit April. Zuletzt gab das Papier um gut ein Prozent auf 25,25 Euro nach.

Der Wert der Immobilien habe sich stabilisiert, erläuterte Buch. Nach einem Rückgang im ersten Halbjahr habe es in der zweiten Hälfte in Summe ein kleines Plus gegeben. "Wir kommen früher aus der Krise als viele andere", betonte er. Die letzten drei Jahre habe sich das Unternehmen auf das Kerngeschäft konzentriert und rund 11 Milliarden Euro an zusätzlichem Cash generiert. Jetzt könne der Immobilienkonzern sein Potenzial voll ausschöpfen und als Marktführer mit neuen Perspektiven vorangehen. Um die Schulden zu reduzieren, hatte Vonovia wie auch andere aus der Branche ein milliardenschweres Immobilienportfolio veräußert.

Die Ergebnisziele für das laufende Jahr bestätigte das Unternehmen. 2025 soll der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2,7 bis 2,8 Milliarden Euro und der bereinigte Vorsteuergewinn 1,75 bis 1,85 Milliarden Euro betragen. Für 2024 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,22 Euro je Aktie vor. Das ist mehr als Experten im Schnitt auf ihren Zettel hatten. Für 2023 hatte Vonovia 90 Cent je Aktie gezahlt.

Vonovia profitiert wie alle Vermieter von einer hohen Nachfrage nach Wohnraum in den Ballungsgebieten. Die Miete stieg 2024 im Schnitt auf 8,01 Euro pro Quadratmeter - das waren 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In Deutschland betrug die durchschnittliche Monatsmiete in Vonovia-Wohnungen im Schnitt 7,89 Euro pro Quadratmeter. "Unsere Wohnungen bleiben faktisch voll vermietet", sagte Buch. Das organische Mietwachstum habe 2024 über dem Vorjahr gelegen, aber immer noch unterhalb der allgemeinen Preissteigerung.

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte 2024 dank guter Geschäfte mit Zusatzleistungen im Jahresvergleich um 1,6 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zu. Der bereinigte Vorsteuergewinn schrumpfte hingegen um 3,6 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro, etwa wegen höherer Zinsaufwendungen. Mit den Ergebnissen traf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten.

Der Vonovia-Aktie aber machen die steigenden Zinsen am Anleihemarkt zu schaffen. Der Anteilsschein verlor kräftig an Wert wegen der Aussicht auf einen höheren Schuldenstand Deutschlands durch die Lockerung der Schuldenbremse und eines Infrastruktur-Sondervermögens in Höhe von 500 Milliarden Euro.

"Der Immobilienmarkt reagiert aktuell deutlich auf die angekündigten Investitionspläne der Bundesregierung", sagte Buch. Gestiegene Zinsen sind nicht gut für Immobilienwerte, weil sie die Refinanzierung verteuerten. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen auf Immobilienpreise und Finanzierungskosten sind Buch zufolge noch unklar.

Die aktuellen Investitionspläne der Regierung dürften aber das Bauen weiter verteuern und andere Anstrengungen, wie kostengünstiger zu bauen, erschweren. Deshalb müsse die neue Regierung die Wohnungskrise priorisieren, forderte der Manager auf der Pressekonferenz. Denn die derzeitigen Pläne investierten massiv in die deutsche Infrastruktur, der Wohnungsneubau spiele aber kaum eine Rolle.

Buch bekräftigte aber: "Wir werden unser Wachstumsprogramm weiter fortführen." Das Unternehmen werde weniger kapitalintensive Maßnahmen etwa schneller machen, kapitalintensivere Maßnahmen dafür etwas langsamer umsetzen.

Der Bochumer Immobilienkonzern hatte im November angekündigt, nach zwei Jahren der Bilanzschonung wieder auf Wachstum umzuschalten und mehr zu investieren. So rücken die während der Stabilisierungsphase zurückgefahrenen Geschäfte, wie etwa die Projektentwicklung und zusätzliche Dienstleistungen rund um Immobilien, in den Fokus. Bis 2028 sollen diese Bereiche 20 bis 25 Prozent zum bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) beitragen, in der Summe rund 500 bis 700 Millionen Euro.

Insgesamt peilt Vonovia 2028 einen operativen Gewinn (bereinigtes Ebitda) von 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro an. Das wären etwa 30 Prozent mehr 2024.

Um diese Ziele zu erreichen, will Vonovia mehr investieren. Dabei setzt der Immobilienkonzern verstärkt auf serielle Sanierung und seriellen Neubau. Im laufenden Jahr wollen die Bochumer 1,2 Milliarden Euro in energetische Sanierung, Neubau sowie den Ausbau von Photovoltaik und Wärmepumpen stecken. Bis 2028 sollen die Investitionen auf bis zu zwei Milliarden Euro pro Jahr im Vergleich zu 2024 verdoppelt werden.

Auch will Vonovia künftig unsanierte Bestände kaufen und diese wieder auf Vordermann bringen. Zudem nimmt das Unternehmen wieder den Neubau mit 3.000 Wohnungen auf. 2023 und 2024 hatte Vonovia keine Neubauprojekte begonnen und dies mit der hohen Inflation und den gestiegenen Zinsen begründet. Bereits angefangene Projekte wurden aber weitergeführt.

Vonovia besitzt als Europas größtes privates Wohnungsunternehmen knapp 540.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich./mne/men/stk

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