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VW-Konzerngewinn bricht deutlich ein - Prognose weiter ohne US-Zölle 30.04.2025, 16:45 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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WOLFSBURG (dpa-AFX) - Volkswagen ist nach dem schwachen Vorjahr auch 2025 mit einem Gewinneinbruch gestartet. Unter dem Strich ging der Gewinn von Europas größtem Autobauer im ersten Quartal im Jahresvergleich um knapp 41 Prozent auf 2,19 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen in Wolfsburg mitteilte. Bei der Jahresprognose bleibt der Konzern zwar, wird aber innerhalb der Zielspannen etwas pessimistischer - und klammert dabei nach wie vor die drohenden Belastungen aus der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump aus.

Derzeit gehe der Konzern davon aus, dass sich die operative Umsatzrendite, der freie Mittelzufluss im Fahrzeuggeschäft sowie die Nettoliquidität 2025 am unteren Ende der anvisierten jeweiligen Zielspannen bewegen, teilte VW am Mittwoch mit. Für konkrete Angaben zu den finanziellen Belastungen der US-Importzölle sei es zu früh, sagte Finanzchef Arno Antlitz in einer Telefonkonferenz.

Der VW-Konzern spricht derzeit mit den Verantwortlichen zur US.-Handelspolitik. Viel könne er dazu nicht öffentlich machen, sagte Antlitz - der Konzern prüfe jedoch eine Ausweitung der Produktion und weitere Investitionen in den USA. Aktuell will VW aber bei seinem für die kommenden fünf Jahre eingeplanten Investitionsbudget von 165 Milliarden Euro bleiben.

Die im Dax notierte Volkswagen-Vorzugsaktie schloss sich am Nachmittag den Papieren der inländischen Konkurrenz an und gehörte mit einem Abschlag von 2 Prozent zu den schwächsten Werten. Zur Mittagszeit hatte sie noch auf der Stelle getreten.

Die Prognose enthalte immer noch keine Details zu den Zöllen, schrieb Analyst Philippe Houchois von der US-Investmentbank Jefferies. Die VW-Tochter Audi habe im ersten Quartal überraschend schlecht abgeschnitten. Immerhin sei der Rückgang der Investitionsquote im VW-Konzern ermutigend.

Neben bereits bekannten milliardenschweren Sonderbelastungen fiel beim Quartalsergebnis auch negativ ins Gewicht, dass der Konzern auf dem wichtigen Markt China mit seinen dortigen Gemeinschaftsunternehmen erneut spürbar weniger verdiente. Mit seinen Batteriegeschäften fuhr VW einen höheren Verlust ein. Aber auch das bereits bekannte enttäuschende Ergebnis der bisherigen Renditeperle Porsche belastete. Der Konzernumsatz stieg hingegen um knapp 3 Prozent auf 77,6 Milliarden Euro.

Volkswagen hatte schon vorläufige Zahlen zum Tagesgeschäft vorgelegt. Sonderprobleme wie CO2-Rückstellungen in Europa, der Umbau bei der Softwaretochter Cariad sowie Rücklagen für den Dieselskandal sorgten für Sonderkosten von rund 1,1 Milliarden Euro und ließen das operative Ergebnis so um rund 37 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro absacken.

"Wie erwartet, ist der Volkswagen-Konzern mit gemischten Ergebnissen ins Geschäftsjahr gestartet", sagte Finanzchef Antlitz. "Unsere Autos kommen sehr gut bei unseren Kunden an. Der Auftragseingang in Westeuropa ist deutlich gestiegen, und unsere Auftragsbücher füllen sich schnell." Der Absatz von E-Autos habe sich in Westeuropa deutlich erhöht.

"Gerade, weil die weltweiten ökonomischen Rahmenbedingungen gegenwärtig so unsicher sind, müssen wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir selbst beeinflussen können", sagte Antlitz. "Das heißt: Zu unserem starken Angebot an Fahrzeugen müssen wir eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur sicherstellen, damit wir auch in einer sich schnell verändernden Welt erfolgreich bleiben."/men/bvi/nas/stk/he

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