ROUNDUP/Aktien New York Schluss

Deutliche US-Zinssenkung gibt nur kurz Schwung 18.09.2024, 22:33 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 48.577,81 PKT +0,17 % Ariva Indikation

NEW YORK (dpa-AFX) - Die New Yorker Börsen haben am Mittwoch trotz erneuter Rekorde letztlich nicht von der deutlichen Zinssenkung der US-Notenbank Fed profitiert. "Dafür, dass die große Senkung nur von einem Teil der Akteure erwartetet worden ist, fallen die ersten Reaktionen an den Börsen eher überschaubar aus", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Der Dow Jones Industrial stellte zwar zunächst den dritten Tag in Folge eine Bestmarke auf. Doch anschließend fiel der US-Leitindex schnell wieder in seine vorherige Lethargie zurück. Er verabschiedete sich 0,25 Prozent tiefer mit 41.503,10 Punkten aus dem Handel.

Ähnlich sah es beim marktbreiten S&P 500 aus, der den Zinsentscheid in einer ersten Reaktion ebenfalls mit einem Rekordhoch goutierte. Am Ende stand jedoch ein Kursrückgang um 0,29 Prozent auf 5.618,26 Punkte zu Buche. Der technologielastige Nasdaq 100 schloss 0,45 Prozent tiefer mit 19.344,49 Punkten. Seit Jahresbeginn haben die drei Indizes allerdings in der Hoffnung auf sinkende Zinsen schon prozentual zweistellig zugelegt - am stärksten der S&P 500 mit fast 18 Prozent.

Die US-Notenbank Fed senkte ihren Leitzins zur Wochenmitte erstmals seit mehr als 4 Jahren - davor hatte sie ihn 14 Monate in Folge nicht angetastet. Nun liegt er 0,5 Prozentpunkte tiefer als bisher bei 4,75 bis 5,00 Prozent. Der Kurswechsel hin zu einer Lockerung der Geldpolitik war erwartet worden. Offen war aber, ob die Notenbank der weltgrößten Volkswirtschaft sich für diesen großen Zinssprung entscheiden würde - oder den vorsichtigeren Weg wählt und die Zinsen nur um 0,25 Prozentpunkte senkt.

Mit letzterem hatten Bankvolkswirte überwiegend gerechnet. An den Finanzmärkten war zuletzt allerdings die Erwartung gestiegen, dass es auch zu einer großen Senkung um 0,50 Prozentpunkte kommen könnte. Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust, sprach von einem "kraftvollen Auftakt" der US-Zinswende, der für die Wirtschaft "eine willkommene Entlastung bei den Zinskosten für kürzerfristige Kredite" bedeute. Bis zum Jahresende rechnet er nun mit zwei weiteren, aber kleineren Zinssenkungen der Fed.

Unter den US-Einzelwerten ragten am Mittwoch die Aktien von Intuitive Machines mit einem Kurssprung von gut 38 Prozent heraus. Das Raumfahrtunternehmen erhielt einen Großauftrag von der US-Weltraumagentur Nasa. Dabei geht es um Kommunikations- und Navigationsdienste für Missionen in der nahen Weltraumregion.

Für die Papiere von US Steel ging es um 1,5 Prozent nach oben. Das CFIUS, ein Sicherheitsgremium der US-Regierung, habe dem Wettbewerber Nippon Steel die Erlaubnis erteilt, seine Pläne zum Kauf von US Steel erneut einzureichen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf mit der Sache vertraute Personen. Damit dürfte eine Entscheidung über die politisch umstrittene Übernahme nach den US-Wahlen im November fallen.

Derweil schafften die Anteilsscheine von General Mills nach Zahlen nur einen Kursanstieg von 0,7 Prozent. Der Lebensmittelhersteller berichtete für das erste Geschäftsquartal 2024/25 eine rückläufige Umsatz- und Ergebnisentwicklung - der bestätigte Ausblick half den Aktien nicht.

Beim Mobilfunkunternehmen T-Mobile US folgten offenbar etliche Anleger der bekannten Börsendevise "sell on good news". Nachdem die Deutsche-Telekom - Tochter angekündigt hatte, in den kommenden Jahren Milliarden in Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe zu stecken, kratzten die Aktien zunächst am jüngst erreichten Rekordhoch, um anschließend um 3 Prozent abzusacken.

Der Euro profitierte ebenfalls nur kurz vom Fed-Zinsentscheid. Nach einem Anstieg bis auf 1,1187 Dollar kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt noch 1,1115 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs davor auf 1,1124 (Dienstag: 1,1139) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8989 (0,8977) Euro gekostet.

US-Staatsanleihen standen etwas unter Druck. Der Terminkontrakt für zehnjährige Papiere (T-Note Future) sank um 0,39 Prozent auf 114,92 Punkte. Die Rendite von Anleihen mit dieser Laufzeit stieg im Gegenzug auf 3,71 Prozent./gl/nas

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer