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Auftragseingang in der Industrie tritt auf der Stelle 04.04.2025, 09:08 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

WIESBADEN (dpa-AFX) - Für die auch durch die aggressive US-Zollpolitik unter Druck stehende deutsche Industrie bleibt die Lage angespannt. Im Februar ist der von Analysten erwartete Anstieg des Auftragseingangs um 3,4 Prozent im Monatsvergleich ausgeblieben. Stattdessen gab es bei den Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe keine Veränderung, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Allerdings war der Auftragsrückgang zu Beginn des Jahres nicht so stark gefallen, wie bisher bekannt.

Im Januar waren die Bestellungen in den Industriebetrieben im Monatsvergleich laut revidierten Daten nur um 5,5 Prozent gesunken. Zuvor hatte das Bundesamt einen Rückgang um 7,0 Prozent gemeldet. "Die Abweichung zum vorläufigen Ergebnis ist auf Nachmeldungen in den Bereichen Metallerzeugung und -bearbeitung, Maschinenbau und Automobilindustrie zurückzuführen", hieß es in der Mitteilung. Im Jahresvergleich sanken die Aufträge im Februar um 0,2 Prozent. Analysten hatten hier mit einem Anstieg um 1,5 Prozent gerechnet.

Im Gegensatz zu den Vormonaten spielte die Entwicklung der schwankungsanfälligen Großaufträge im Februar eine vergleichsweise kleine Rolle. Ohne die Großaufträge wäre der Auftragseingang im Februar um 0,2 Prozent gesunken. In den Monaten zuvor hatten die Großaufträge die Auftragsdaten mehrfach deutlich verzerrt.

"Die Nachfrage im Verarbeitenden Gewerbe blieb in der Tendenz abwärtsgerichtet, auch wenn sich zuletzt eine gewisse Stabilisierung abzeichnet", hieß es in einer Stellungnahme des Bundeswirtschaftsministeriums. Nach Einschätzung der Experten des Ministeriums ist die Unsicherheit in den Betrieben über die wirtschafts- und finanzpolitischen Rahmenbedingen gesunken. Dem stünden aber "Risiken durch die jüngsten Entscheidungen in der US-Handelspolitik entgegen".

Die weiter angespannte Lage zeigt sich auch beim Blick auf die drei Monate bis Ende Februar. In diesem Zeitraum sind die Aufträge im Vergleich zu den drei Monaten zuvor um 1,6 Prozent gesunken. "Von Trendwende kann bei den Auftragseingängen keine Rede sein", kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Seiner Einschätzung nach kann im besten Falle "von einer Bodenbildung der jahrelangen Talfahrt gesprochen werden".

Im Februar wurde der Auftragseingang durch Bestellungen aus dem Ausland gestützt. Die Auslandsaufträge stiegen laut Destatis um 0,8 Prozent, wobei die Aufträge aus Ländern außerhalb der Eurozone um 3,4 Prozent zulegten. Die Aufträge aus dem Inland gingen hingegen um 1,2 Prozent zurück.

Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes gab es im Februar starke Unterschiede in den einzelnen Bereichen. Weniger Aufträge gab es bei Metallerzeugnissen, der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen und in der Pharmaindustrie. Mehr Bestellungen gab es hingegen im Maschinenbau, im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) und in der Automobilindustrie./jkr/men

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