12 Mrd. USD „Project Vault“:
Wird diese Aktie zum strategischen Gewinner?
Anzeige
ROUNDUP

Kampf gegen Geldwäsche: Neue EU-Behörde in Frankfurt startet 01.07.2025, 16:42 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

FRANKFURT (dpa-AFX) - Kriminalität, Korruption, Schwarzarbeit: Jährlich werden Milliardenbeträge aus illegalen Quellen in Europa in die reguläre Wirtschaft geschleust. Jetzt soll eine neue EU-Behörde in Frankfurt Geldwäsche effektiver bekämpfen - die "Anti-Money Laundering Authority" (Amla). Nun nimmt sie ihre Arbeit auf.

Aufgabe der Amla ist es, rund 40 grenzüberschreitend tätige Banken mit hohen Geldwäscherisiken direkt zu beaufsichtigen, einschließlich Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen. Zudem soll die Behörde mit mehr als 400 Beschäftigten die nationalen Aufsichtsbehörden koordinieren und unterstützen.

Klingbeil will härtere Gangart gegen Finanzkriminalität

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) betonte, die Amla werde die europäischen Anstrengungen im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung auf eine neue Stufe heben. "Wir wollen Betrüger, Steuerhinterzieher und Geldwäscher da treffen, wo es ihnen besonders wehtut - beim Geld und bei den Vermögenswerten, die sie illegal erworben haben", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir haben aktuell 27 verschiedene Systeme in ganz Europa, mit denen Geldwäsche bekämpft werden soll", sagte Amla-Chefin Bruna Szego im Gespräch mit "tagesschau.de". Ziel sei eine Vereinheitlichung. "Es darf keine Lücken darin geben, die Kriminelle nutzen können." Die Amla werde dazu beitragen, schwere Verbrechen wie Organisierte Kriminalität, Drogen- oder Menschenhandel und Terrorismus zu reduzieren.

Deutschland als Geldwäsche-Paradies verschrien

Bei der Bewerbung um den Sitz der Amla hatte Frankfurt im Februar 2024 den Zuschlag bekommen und sich unter anderem gegen Rom, Wien, Dublin, Madrid, Brüssel und Paris durchgesetzt. Dabei hat Deutschland in der Angelegenheit einen schlechten Ruf: Die Bundesrepublik gilt als Paradies für Geldwäsche - auch, weil hierzulande traditionell viel mit Bargeld gezahlt wird.

Nach einer Studie der Nasdaq-Tochtergesellschaft Verafin wurden 2023 geschätzt rund 750 Milliarden US-Dollar (aktuell rund 635,6 Mrd Euro) an illegalen Geldern durch das europäische Finanzsystem geschleust. Auf Deutschland entfalle davon allein knapp 130 Milliarden Dollar oder fast ein Fünftel (17 Prozent). Damit sei die Bundesrepublik Spitzenreiter in Europa vor Großbritannien und Frankreich, so das Unternehmen, das auf Technologie zur Betrugserkennung und Geldwäschebekämpfung spezialisiert ist.

Bereicherung für Finanzplatz

Für den Bankenplatz Frankfurt, der in Sachen Finanzaufsicht ohnehin eine führende Rolle in Europa spielt, ist die neue EU-Behörde ein prominenter Zugang. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) sieht mit dem Start der Amla den Finanzplatz um einen weiteren wichtigen Akteur bereichert.

"Ab sofort wird der wichtige Kampf gegen Geldwäsche europaweit aus Frankfurt geführt", sagte Rhein der dpa. Hessens Landesregierung habe sich das klare Ziel gesetzt, den Finanzplatz zu stärken und mit Frankfurt unbestritten Europas Finanzplatz Nummer eins zu werden. "Die Ansiedelung der Amla ist auf diesem Weg ein weiterer wichtiger Baustein."/als/löb/DP/jha

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer