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Kartellamt erlaubt Verkauf von SWMH-Regionalzeitungen im Südwesten 30.06.2025, 11:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

STUTTGART/ULM (dpa-AFX) - Die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) mit dem Flaggschiff "Süddeutsche Zeitung" bekommt von den Wettbewerbshütern grünes Licht für ihre geplante Aufspaltung. In der Medienlandschaft in Süddeutschland steht damit ein großer Umbau bei den Zeitungshäusern bevor.

Die SWMH will den Plänen zufolge ihre Regionalzeitungen in Baden-Württemberg verkaufen. Dieses Mediengeschäft - unter anderem mit "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" - soll von der Neuen Pressegesellschaft rund um die "Südwest Presse" (SWP) in Ulm erworben werden. Konkret geht es um alle Anteile der SMWH daran - das sind gut 80 Prozent.

Die neue klare Nummer Eins

Die beteiligten Unternehmen hatten ihre Pläne Ende Mai angekündigt. Nun stimmte das Bundeskartellamt zu, verband dies jedoch auch mit Kritik an einer Medienkonzentration in einigen Gebieten Baden-Württembergs. "Einmal mehr zeigt sich, dass dem Bundeskartellamt beim Erwerb von Zeitungen trotz offensichtlicher Wettbewerbsbedenken nach heutiger Rechtslage oft die Hände gebunden sind", bilanzierte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt.

Die SWMH ist eine der größten Zeitungsgruppen in Deutschland mit aktuell rund 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Zu dem tiefgreifenden Umbau gehört auch: Das gesonderte SWMH-Geschäft mit Fachpublikationen soll an den Verbund der Medien Union Ludwigshafen gehen. Zu den finanziellen Eckdaten der Deals machten die Beteiligten keine Angaben.

Der mit künftig weitem Abstand größter Player auf dem Zeitungsmarkt in Baden-Württemberg ist damit die Neue Pressegesellschaft (NPG) mit der "SWP". Zu ihr sollen dann neben der Mehrheit an den Stuttgarter Blättern auch verbundene Titel wie "Eßlinger Zeitung", "Schwarzwälder Bote" und "Kreiszeitung Böblinger Bote" gehören - bisher gebündelt in der Medienholding Süd (MHS) im SWMH-Konzern. Zum Portfolio der NPG zählen zudem bereits auch zwei Titel in Brandenburg: "Märkische Oderzeitung" und "Lausitzer Rundschau".

Fokus der SWMH auf die "SZ"

Die SWMH wiederum konzentriert sich damit auf die Geschäfte um die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Zur Mediengruppe gehört auch der Verlagsverbund Hof, Coburg, Suhl, Bayreuth (HCSB) mit mehreren Regionalzeitungen in Nordbayern und Südthüringen. Zur Zukunft dieses Teils machte die SWMH keine Angaben. Über einen Verkauf wird in der Branche seit langem spekuliert.

Die SWMH hatte Ende 2007 die "SZ" gekauft - nach langem Tauziehen mit Eigentümer-Familien. Seither musste sich die Mediengruppe sowohl auf das überregionale "SZ"-Geschäft konzentrieren als auch die oft anders gelagerten Bedürfnisse des Regionalzeitungsmarkts im Südwesten bedienen. Das führte auch zu Spannungen angesichts der unterschiedlichen Interessen der Verlage hinter den Zeitungen.

Konkrete Auswirkungen auf Arbeitsplätze offen

Der Medienmarkt im Südwesten ist im Vergleich zu anderen Gebieten nach wie vor von vielen Zeitungstiteln geprägt. Darunter sind auch zahlreiche kleinere Verlage. Nun nimmt die Konzentration auch im Süden deutlich Fahrt auf.

Zu Auswirkungen auf Jobs durch den neuen Deal ist bisher nichts bekannt. Schon vorher war allerdings angekündigt worden, dass bei den SWMH-Zeitungen im Südwesten rund 15 Prozent der Redaktionsstellen bis 2027 wegfallen - insgesamt bis zu 45 Stellen von rund 300 in den betroffenen Redaktionen./fd/rin/bok/DP/nas

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