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Ausbauziele reduzieren - und 700 Milliarden sparen 02.04.2025, 11:46 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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ENBW Energie Baden-Wuerttemberg Akt 69,70 EUR +1,60 % Lang & Schwarz

BERLIN (dpa-AFX) - Beim klimaneutralen Umbau des Stromsektors in Deutschland lassen sich bis 2045 einer Studie zufolge bis zu 700 Milliarden Euro einsparen. Dazu müssten unter anderem die Ausbauziele für erneuerbare Energien wie Offshore-Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher teils deutlich reduziert werden, heißt es in der Erhebung des Beratungsunternehmens Aurora Energy Research im Auftrag des Energiekonzerns EnBW . Zudem müsse stärker auf blauen statt auf grünen Wasserstoff gesetzt werden.

"Die Dimensionierung des Energiesystems muss sich am Strombedarf ausrichten. Dieser steigt laut zahlreichen Studien weniger stark als ursprünglich erwartet", teilten das Unternehmen sowie der Konzern mit. Kostensenkungen förderten die Akzeptanz der Bevölkerung, beschleunigten die Elektrifizierung und entlasteten die Volkswirtschaft.

Weniger Windkraft auf hoher See soll mehr als 100 Milliarden sparen

Klimaneutralität im Stromsektor bis 2040 sowie eine sichere Energieversorgung blieben gewährleistet. Das Referenzszenario der Analyse wurde auf Grundlage des Netzentwicklungsplans der Bundesnetzagentur entwickelt.

Konkret sollten die Ausbauziele von Offshore-Windkraft von 70 Gigawatt um mindestens 15 Gigawatt reduziert werden, da die Netzanschlusskosten ab einer Kapazität von 55 Gigawatt sprunghaft stiegen. Allein dadurch ließen sich die Kosten den Angaben zufolge um mehr als 100 Milliarden Euro reduzieren.

Die geplanten Batterie-Kapazitäten sollten von 141 Gigawatt auf 70 Gigawatt halbiert und die vorgesehene Leistung von Elektrolyseuren deutlich von 50 Gigawatt auf 10 Gigawatt reduziert werden. Bei der Wasserelektrolyse in einem Elektrolyseur wird Wasser mit Strom in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt.

Blauer statt grüner Wasserstoff

Zugleich plädiert die Studie für den verstärkten Einsatz von blauem statt grünem Wasserstoff, weil dieser deutlich günstiger sei. Dies würde den Angaben zufolge etwa 36 Milliarden Euro sparen. Während grüner Wasserstoff aus erneuerbaren Energien klimaneutral erzeugt wird, wird blauer Wasserstoff aus Erdgas hergestellt. Das anfallende CO2 wird aufgefangen und dauerhaft gespeichert. Die Technik gilt als kohlenstoffarm, aber nicht kohlenstoffneutral.

Mit dem importierten blauen Wasserstoff sollten Gaskraftwerke betrieben werden, deren Leistung von 35 auf 55 Gigawatt ausgebaut werden sollte. So könnten die reduzierten Offshore-Wind-Kapazitäten ausgeglichen werden./wim/DP/stk

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